Formel-1-Liveticker: Verstappen: Warum fahren wir ein zweites Training

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Status: Beendet
17:10

Gute Nacht!

Zielflagge! Wir sind am Ende des heutigen Livetickers angekommen. Maria Reyer verabschiedet sich heute mit diesem Bild von Jules Bianchi von Dir. Denn der junge Franzose ist heute vor sechs Jahren von uns gegangen.

16:47

Räikkönen: Bester Startplatz in diesem Jahr!

Am Ende wollen wir uns eben noch anhören, was der zweite große Gewinner des Sprints heute zu seiner Leistung zu sagen hat. Kimi Räikkönen gelang eine ähnlich starke Aufholjagd wie Fernando Alonso, auch er konnte seinen Startplatz um vier Positionen verbessern.

"Wir sind jetzt besser dran als gestern, also nehme ich es an", meint der "Iceman". Er konnte sich dadurch seinen bislang besten Startplatz des Jahres (P13) erarbeiten. "Darüber muss ich glücklich sein. Wir sind auf dem weichen Reifen gestartet, aber ich weiß nicht, wie viel zwischen den beiden Reifen wirklich liegt. Am Ende war es wichtig, den Start richtig hinzubekommen und sich aus Schwierigkeiten herauszuhalten, und das ist uns gelungen." Morgen strebt er WM-Punkte an.

16:37

Steiner: Das hat Masepin beim Übungsstart falsch gemacht

Der Haas-Teamchef hat außerdem erklärt, was Nikita Masepin am Ende des zweiten Trainings beim Übungsstart falsch gemacht hat, wofür er von den FIA-Kommissaren eine Verwarnung kassiert hat. "Es gibt eine Regeln, dass man immer auf den am weitesten vorne liegenden Startplatz fahren soll."

Und: "Als er auf den Platz gefahren ist, dachte er, das er am weitesten vorne stehen würde, weil da ein Auto davor war." Doch der Vordermann sei dann losgefahren, Masepin aber auf seinem Startplatz stehen geblieben und nicht aufgerückt. Der Russe habe es also "nicht absichtlich" falsch gemacht.

16:26

Steiner über Zwischenfall: "Nicht fantastisch"

Zurück zu Haas. Teamchef Günther Steiner hat sich zum erneuten Zwischenfall zwischen seinen beiden Rookies in seiner Medienrunde heute Abend geäußert. "Wir haben sehr offen im Debrief darüber gesprochen." Masepin habe mit Untersteuern zu kämpfen gehabt und sei in Schumacher reingerutscht.

"Natürlich sollten wir das vermeiden, aber es passiert. Zum Glück konnten beide weiterfahren." Nachsatz: "Es ist nicht fantastisch. Aber dort wo wir aktuell stehen, können sie sich nur gegenseitig reinfahren." Der Schaden an beiden Autos sei nicht sehr groß gewesen. Masepins Frontflügel und Schumachers Unterboden haben etwas abbekommen.

16:05

Offiziell: Keine Strafen für Sainz, Vettel & Masepin

Bessere Nachrichten gibt's heute Abend für Carlos Sainz, Sebastian Vettel und Nikita Masepin. Alle drei wurden zu den FIA-Kommissaren zitiert, weil sie ihre Übungsstarts nicht ordnungsgemäß durchgeführt haben. Dafür gab es jeweils eine Verwarnung.

Der Ferrari-Pilot wurde außerdem vom Vorwurf freigesprochen, er sei auf "unsichere Weise" wieder zurück auf die Strecke gefahren nach der Berührung mit George Russell.

15:54

Schumacher: Schaden nach Masepin-Berührung

Nun aber zum zweiten Deutschen im Feld. Mick Schumacher ist heute im Sprint erneut mit Teamkollegen Nikita Masepin aneinandergeraten. "Das fängt damit an, dass wir leider sehr nahe nebeneinander starten. Es war unglücklich, weil wir beide einen Schaden davongetragen haben, was unsere Situation nicht verbessert."

Auf der rechten Seite des Unterbodens sei sein Haas-Bolide beschädigt gewesen, an zwei verschiedenen Stellen. "Was uns natürlich ein bisschen was gekostet hat", so Schumacher. Er merkt aber auch an, dass es wohl keine klare Lösung für solche Fälle gibt.

"Wir fahren gegeneinander, daher passieren diese Dinge. Es ist schwierig zu sagen, ob es eine klare Herangehensweise gibt, mit der sich so etwas verhindern lässt." Generell sei er aber heute nicht in der Lage gewesen, mit Williams mitzuhalten. "Wir haben die Pace nicht."

15:34

Offiziell: Strafe für George Russell!

Schlechte Nachrichten für George Russell! Der Williams-Pilot hat für den Zwischenfall mit Carlos Sainz eine Strafe kassiert. Er startet morgen drei Plätze weiter hinten, also von Startplatz zwölf. Außerdem wird ihm ein Strafpunkt auf die Superlizenz aufgebrummt.

Die Begründung der FIA-Kommissare: "Wagen 63 blockiert kurz die vorderen Bremsen und untersteuert dann am Ausgang der Kurve in Richtung Streckenrand und berührt Wagen 55, der dadurch von der Strecke auf die Wiese gedrückt wird. Wagen 63 wird für den Vorfall als schuldig befunden."

15:30

Alonso: "Ich stehe auf der dunklen Seite"

Für sein Verhalten wurde Alonso dennoch von der Rennleitung verwarnt. Was sagt er selbst zu seiner Verteidigung? "Die [Anschuldigungen haben mich] überrascht. Ich habe mich nie auf der Bremse bewegt, nur eingangs der Geraden", stellt er klar.

Der Routinier gibt aber auch zu: "Aber um ehrlich zu sein: [Die Beschwerden] sind mir egal. Ich stehe schon seit neun Rennen auf der anderen Seite. So läuft es wohl bis zum Saisonende: Ich stehe auf der dunklen Seite." Was er damit meint: Er werde wohl immer als der Schuldige dargestellt, auch wenn gar nichts dran ist.

15:26

Vettel: Alonsos Verteidigungslinie war "unnötig"

Gegen Ende des Sprints hat sich Vettel mit Fernando Alonso duelliert. Der Spanier wurde heute mehrfach dabei beobachtet, wie er beim Verteidigen Schlangenlinien gefahren ist. "Ich hing hinter Fernando fest, aber er hat sich gut verteidigt. Er war schneller als ich in den entscheidenden Stellen, daher war es schwierig, ihm zu folgen", merkt der Deutsche an.

Er hatte eigentlich erwartet, dass der Alpine auf den weichen Reifen eher Schwierigkeiten bekommen würde, doch das war nicht der Fall. War die Linienwahl des zweimaligen Champions noch fair? "Ich weiß nicht. Ich denke, es war okay. Er hätte es nicht so spät machen sollen."

Da Vettel aber sowieso keine Attacke versuchte, sei es ein wenig "unnötig" gewesen. Beschwert habe er sich jedenfalls nicht über die Fahrweise des Spaniers, so Vettel.

15:22

Vettel: Das kürzeste Rennen seiner Karriere

Wollen wir uns nun anhören, was die beiden Deutschen im Feld zu sagen haben nach dem Sprint. Sebastian Vettel konnte zwei Positionen im Vergleich zum Qualifying-Ergebnis aufholen. "Ein wenig eigenartig", meint er zunächst auf das Format angesprochen. "So ein kurzes Rennen, aber es war okay."

Viel Nützliches habe er nicht gelernt heute. "Morgen fahren wir eine ganz andere Disziplin, weil wir Boxenstopps haben werden, dadurch ändert sich vieles." Das sei heute jedenfalls das "kürzeste Rennen" gewesen, dass er je gefahren sei. "Es war nicht so schlecht."

15:07

Wolff: "Lieber nur fünf oder acht Runden fahren"

Wie hat Toto Wolff der Sprint heute gefallen? "[Ich bin] Fan vom Start. Aber statt 17 Runden wäre es gut, nur fünf oder acht zu fahren", meint er gegenüber 'Channel 4' im Interview.

Und er betont ernsthaft: "Erst einmal, und unabhängig davon, dass Lewis auf der Pole war: Die Poleposition sollte im Qualifying und nicht im Sprintrennen vergeben werden. Ich hätte das auch gesagt, wenn es andersrum ausgegangen wäre."

Nun hat Mercedes einen Punkt auf Verstappen verloren, das sei zwar "ärgerlich", aber im Grand Prix morgen sei noch "alles offen", betont Wolff. "Ich denke, alle Autos an der Spitze haben eine ziemlich ähnliche Pace. Das schafft Raum für unterschiedliche Strategien. Wir haben Valtteri vorne mit dabei, Checo steht ganz hinten."

15:04

Statistik: Die Quali- und Sprint-Duelle!

Wir haben nach dem Qualifying gestern unsere Duell-Statistik überarbeitet, heute haben wir eigene Sprint-Duelle hinzugefügt. Damit wir auch den Überblick behalten ;-)

- Quali- und Sprint-Duelle 2021 im Überblick!

Außerdem wollen wir nun einen kurzen Blick auf die WM-Tabelle werfen. Denn immerhin haben die Top 3 heute Punkte bekommen.

- So steht es aktuell in der Fahrer-WM!

14:30

Marko: Strategie für Sonntag "deutlich überdenken"

Für Red Bull steht nach diesem Sprint auch fest, "dass wir die Reifenstrategie deutlich überdenken müssen", merkt Helmut Marko an. Er verrät: "Das, was wir geplant hatten, bin ich mir nicht mehr sicher, ob das gehen wird. Auf der anderen Seite war ich überrascht, wie lange der rote Reifen bei Bottas gehalten hat."

Ist der weiche Reifen also doch eine Option für Red Bull morgen? "Das müssen wir überlegen, was für Möglichkeiten die sichersten und schnellsten sein werden."

Übrigens: An diesem Wochenende haben alle Fahrer freie Reifenwahl am Start des Grand Prix!

14:26

Marko erinnert sich: Wie Mark Webber 2010!

Helmut Marko hat nach dem Sprint im Interview mit dem 'ORF' verraten, wie Mark Webber Max Verstappen heute indirekt motiviert hat. Der Österreicher erinnerte ihn an die Auseinandersetzung zwischen dem Australier und Sebastian Vettel in Silverstone 2010.

Damals wurde Webbers neuer Frontflügel an Vettels Auto geschraubt, während er mit dem alten Modell vorliebnehmen musste. Als Sieger provozierte der Routinier dann mit dem legendären Funkspruch: "Nicht schlecht für einen Nummer-2-Piloten!".

"Webber hat sich benachteiligt gefühlt und hat einen unglaublichen Start hingelegt. Das hat Max jetzt ohne diese Aggression auch gemacht. Er hat dann das Rennen kontrolliert, aber es war ein Zittern", gesteht Marko. Denn der Niederländer habe "ziemliche Vibrationen" verspürt.

14:09

Brennende Bremsen: Verstappen "wirklich besorgt"

Jetzt wird's heiß! Denn die Bremsen von Max Verstappen waren im wahrsten Sinn des Wortes "on Fire" am Start des Sprints, wie man im Video gut sehen kann. Der Niederländer gibt zu, dass er "wirklich besorgt" war vor dem Start. "Ein paar Flammen sind okay, aber die wurden recht groß."

Und: "Ich habe in meinen Rückspiegel geschaut auf die Autos hinten und habe gehofft, dass sie sich beeilen." Er sei sich auch nicht sicher gewesen, ob er in Kurve 3 noch genügend Bremskraft haben würde. "Aber zum Glück wurden sie nicht beschädigt."

Verstappen scherzt: "Ich habe gesehen, wie ein paar Leute auf den Tribünen Fotos von den brennenden Bremsen gemacht haben, jetzt haben sie ein paar gute Schnappschüsse."

14:03

Horner: Der Start war ausschlaggebend

Generell ist die Freude bei Red Bull aber dennoch groß, wie Christian Horner auch betont. Denn: "Zum ersten Mal in zehn Jahren konnten wir hier die Poleposition einfahren, wenn auch auf anderem Wege. Das ist großartig. Max hat das Rennen unglaublich gut gemanagt."

Der Start sei ausschlaggebend gewesen für das Endergebnis. "Er ist gut weggekommen und wir wussten, dass Mercedes hier vor allem im ersten Sektor stark ist, daher mussten wir vorne bleiben auf der ersten Geraden, das war enorm wichtig."

Generell liege aber sehr wenig zwischen Red Bull und Mercedes. "Wir sind schnell in den Kurven, sie sind schnell auf den Geraden", fasst der Teamchef zusammen.

13:57

Horner: Zum Glück ist Perez nirgendwo eingeschlafen

Red-Bull-Teamchef Christian Horner wirkt nicht gerade übermäßig angetan von der Leistung seines zweiten Fahrers am heutigen Tag. "Er hat das Heck des Autos in verwirbelter Luft verloren. Es gab kein großes Problem, er hatte dadurch nur einen Platten", schildert er bei 'Sky'.

Der Brite ist froh, dass Sergio Perez zumindest nirgendwo eingeschlagen ist. Durch den Platten wurden seine Vibrationen aber so stark, weshalb das Team das Auto schließlich vorzeitig hereinholte. "Das gibt uns die Möglichkeit, das Auto vor dem Rennen morgen durchzuchecken."

Aufgrund der Parc-ferme-Regelung muss Red Bull allerdings erst um Erlaubnis bei der FIA anfragen, bevor am RB16B etwas angefasst werden darf.

13:50

Perez: "Schlechter Tag von meiner Seite"

Vom größten Gewinner des heutigen Sprints direkt zum größten Verlierer: Sergio Perez. Der Mexikaner hat in Runde 7 die Kontrolle in Becketts verloren, das Heck brach aus und er sei "nur noch Passagier" gewesen. Wie konnte das passieren?

"Ich bin aus der Kurve rausgekommen, schon sehr früh aufs Gas gegangen. Ich denke, ich wurde von verwirbelter Luft getroffen und das hat es schwierig gemacht. Ich war schon sehr früh in der Kurve nur noch Passagier. Das war ein schlechter Tag von meiner Seite."

Seine Aufgabe kurz vor Ende des Sprints sei Absicht gewesen, um am Auto noch arbeiten zu können, bestätigt er.

13:29

Alonso: "Für euch ein Sprint, für mich ein Marathon!"

Während der eine Spanier heute eine Enttäuschung verdauen muss, darf sich der andere freuen. Fernando Alonso war der große Gewinner des heutigen Sprints. Er lag nach einem fabelhaften Start auf dem weichen Reifen zwischenzeitlich gar auf Platz fünf. Morgen wird er von P7 ins Rennen gehen.

"Wir waren zu langsam und mussten die McLarens daher ziehen lassen und uns mehr auf Sebastian konzentrieren. Wir stehen morgen auf P7, nach dem normalen Qualifying wären wir von P11 gestartet, daher denke ich, das war ganz gut."

Er habe "mehr Selbstvertrauen" in den ersten Kurven als manch einer seiner Rivalen, glaubt Alonso. "Davon können wir profitieren." Der Routinier gibt aber auch zu: "Ich hatte viel Spaß in der ersten Runde, aber danach wurde es kompliziert." Denn der Soft baute schneller ab als der Medium. Und auf den Geraden war er den schnelleren Konkurrenten ausgeliefert.

Nachsatz: "Für euch war das ein Sprint, für mich ein Marathon."

13:19

Russell: Solche Dinge können in der ersten Runde passieren

Was hat George Russell zu dem Zwischenfall zu sagen? "Carlos kam von recht weit hinten und hat mich angeschnitten. Ich habe es gesehen, aber in dem Winkel, in dem ich in die Kurve ging, hätte ich nicht mehr tun können." Er habe noch versucht zu lenken, aber er war auf der Bremse und die Räder haben zu blockieren begonnen.

"Wenn man von außen kommt, kann man nicht wirklich sehen, was auf der Innenseite ist, also schätze ich, dass er einfach nicht wusste, wo ich war, einfach eines dieser Dinge in der ersten Runde." Grundsätzlich ist der Williams-Pilot recht zufrieden, er hat nur einen Platz verloren.

"Es ist typisch: Wir fahren das erste Mal in die Top 10 und kriegen keine Punkte dafür", merkt er ein wenig enttäuscht an.

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