Formel-1-Liveticker: Wer ersetzt Latifi bei Williams?

Aktuell im Formel-1-Liveticker: +++ Nicholas Latifi verlässt Williams +++ Ist P3 in der WM in Wahrheit wertvoller als P2? +++ Nico Rosberg lobt Lando Norris +++

Formel-1-Liveticker: Wer ersetzt Latifi bei Williams?

Bericht

Status: Beendet

Feierabend!

Und damit sich wir auch am Ende unserer Tickerwoche angekommen. Weil die Formel 1 sich am Wochenende eine Pause gönnt, machen wir das auch noch einmal und melden uns am Montag mit einer neuen Ausgabe zurück.

Auf unserem Portal geht es abseits des Tickers aber natürlich auch am Samstag und Sonntag weiter. Habt noch einen schönen Freitag, ein erholsames Wochenende und bis dann!

Lust auf Motorsport? Ab zum ADAC GT Masters!

Falls ihr an diesem Wochenende kurzentschlossen noch Lust hab, selbst an die Rennstrecke zu fahren, dann verweise ich gerne noch einmal auf das ADAC GT Masters am Sachsenring. Da gibt es nämlich noch Tickets!

Eintrittskarten inklusive Zutritt zum Fahrerlager und allen Fan-Attraktionen (lediglich die T6 und der Gridwalk kosten extra) gibt es ab 10 Euro für die Tageskarte am Freitag. Tageskarten für die weiteren Tage kosten 28 Euro, das Wochenendticket 56 Euro.

Und eure Kinder bis 15 Jahre könnt ihr sogar kostenlos mitnehmen! Alle weiteren Infos findet ihr hier.

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Foto: ADAC Motorsport

Formel 1 bald in Kolumbien?

Zumindest hat man dort Interesse an einem Rennen. In einem Interview mit 'Blu Radio' verrät Jaime Pumarejo, Bürgermeister von Barranquilla, dass sich Formel-1-Offizielle die Stadt bereits angesehen hätten.

Er erklärt, dass die Formel 1 im Optimalfall bereits "2024 oder 2025" erstmals dort fahren und dann "für zehn Jahre" bleiben solle. Aktuell liefe der Prozess auf jeden Fall "sehr gut". Trotzdem warten wir erst einmal ab.

Denn gefühlt gibt es inzwischen jeden zweiten Tag Interessenten für einen neuen Grand Prix. Und der Platz im Kalender ist eben begrenzt, wenn wir den Worten von Stefano Domenicali Glauben schenken.

Schauen wir also mal, ob wirklich etwas aus dem Projekt wird.

Fotostrecke: Die Veränderungen im Formel-1-Kalender der vergangenen Jahre Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Der Formel-1-Kalender wächst immer weiter. 22 Rennen finden in der Saison 2022 statt, 2023 sollen es sogar 24 sein. Auch immer neue Strecken finden den Weg in den Kalender, dafür fallen Klassiker weg. Wir schauen, wie sich der Formel-1-Kalender in den vergangenen Jahren von Jahr zu Jahr verändert hat.

Norris: McLaren ist ein gutes Team für Rookies

Zur Erinnerung: Der Brite fuhr seine Rookiesaison 2019 selbst für McLaren. 2023 wird das auch Oscar Piastri tun, und Norris erklärt: "Ich denke, es ist ein Team, das sehr gewillt ist, alles zu tun, was es kann, um zu helfen."

"Als ich in die Formel 1 kam, habe ich den Druck, ein Formel-1-Fahrer zu sein, gespürt. Aber was sie sehr gut gemacht haben, ist, dir nicht das Gefühl zu geben, dass es zu viel Druck gibt, ein McLaren-Fahrer zu sein", erinnert er sich.

"Sie tun alles, was sie können, damit du dich noch wohler fühlst, sei es mit den Medien, dem Marketing und all diesen Dingen. Was auch immer die Leistung des Fahrers steigert, sie werden versuchen, das zu tun", betont Norris.

Klingt für Piastri doch ganz gut!

Heute vor 49 Jahren ...

... gab es den bis heute letzten Formel-1-Sieg eines Fahrers, der in den USA geboren wurde. Beim Großen Preis von Kanada 1973 feierte Peter Revson für McLaren seinen zweiten und letzten Sieg in der Königsklasse.

Jetzt werden einige zu Recht anmerken, dass Mario Andretti später noch mehrere Rennen gewann und 1978 sogar Weltmeister wurde. Allerdings wurde Andretti 1940 im damaligen Königreich Italien geboren - und nicht in den USA.

Das habt ihr gewusst? Dann seid ihr auf jeden Fall fit genug für unser großes Formel-1-Quiz!

McLaren McLaren Mercedes F1 ~~

Foto: LAT

Sind die Boxengassen zu unsicher?

Diese These stellt zumindest Carlos Sainz auf. Zur Erinnerung: In Zandvoort hatte der Spanier nach einem Vorfall in der Boxengasse eine Strafe kassiert. Nun kritisiert er, dass viele Boxengassen im Formel-1-Kalender einfach "zu eng" seien.

"Wir müssen die Sicherheit der Mechaniker verbessern", fordert er und spricht davon, dass es "sehr gefährliche Situationen" gebe. Auch die kommende Strecke in Singapur gehöre zu denen mit einer sehr engen Boxengasse.

Gefährlich werde es vor allem dann, "wenn mehrere Boxenstopps gleichzeitig passieren", so Sainz, der darin ein Problem sieht, über das nicht genug gesprochen werde. Mal schauen, ob sich in Zukunft etwas ändert.

Wochenendtipp: ADAC GT Masters am Sachsenring!

Die Formel 1 fährt an diesem Wochenende bekanntlich nicht. Wer trotzdem Lust auf Motorsport hat, dem können wir das ADAC GT Masters empfehlen, das ab heute Station am Sachsenring macht!

Die Rennen gibt es morgen und am Sonntag live und in voller Länge auf dem RTL-Spartensender Nitro und auf dem Streamingportal RTL+ zu sehen - inklusive Vor- und Nachberichterstattung.

Alle weiteren wichtigen Infos wie Sessionzeiten, Starterliste und Co. findet ihr hier!

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Foto: ADAC Motorsport

Domenicali: Bei 24 Rennen ist Schluss

Viele Fans finden, dass 24 Formel-1-Rennen pro Jahr zu viel sind - von den Mechanikern und weiteren Mitarbeitern, die die ganzen Reisestrapazen haben, einmal ganz zu schweigen. Immerhin: Noch größer soll das Kalender nicht werden.

Gegenüber dem 'Spiegel' erklärt Formel-1-Boss Stefano Domenicali im Hinblick auf noch mehr Rennen: "24 Rennen sind das Maximum. Es ist eine Frage von Angebot und Nachfrage, von strategischen Entscheidungen."

Wobei ich bei solchen Aussagen grundsätzlich skeptisch bin und als Beispiel immer wieder darauf verweise, dass man nach dem ersten Triple-Header im Jahr 2018 noch sagte, es werde in Zukunft keine mehr geben.

In Wirklichkeit stehen auch 2023 wieder zwei Triple-Header im Kalender.

Rookies in Singapur

Wir bleiben ganz entfernt bei Latifi. Denn obwohl der Kanadier bereits in seiner dritten Formel-1-Saison bei Williams fährt, ist er am kommenden Wochenende wieder "Rookie". In Singapur war er nämlich noch nie am Start.

Hintergrund ist, dass das Rennen in den vergangenen beiden Jahren ausfallen musste und zuletzt 2019 ausgetragen wurde. Das führt dazu, dass viele Piloten noch nie auf dem Straßenkurs gefahren sind.

Namentlich sind das neben Latifi auch noch Mick Schumacher, Yuki Tsunoda und natürlich Guanyu Zhou. Und womöglich auch Nyck de Vries, falls dieser noch einmal für Alexander Albon einspringen sollte.

Dessen Start ist nämlich noch immer nicht zu 100 Prozent sicher.

Latifi-Nachfolge: Wer hat die besten Chancen?

Es ist kein Geheimnis, dass Nyck de Vries nach seinem Auftritt in Monza gute Karten haben dürfte, das freie Cockpit bei Williams zu bekommen. Doch der Niederländer steht wohl auch bei AlphaTauri und womöglich Alpine auf dem Zettel.

Alternativ werden auch Williams-Junior Logan Sargeant Chancen eingeräumt. Der US-Amerikaner gewann in diesem Jahr bereits zwei Rennen in der Formel 2 und liegt dort vor dem Finalwochenende auf dem dritten Gesamtrang.

Mick Schumacher dürfte bei dieser Sachlage bestenfalls Außenseiterchancen haben.

Capito: Latifi ein "toller Teamplayer"

Williams-Teamchef Jost Capito erklärt währenddessen, er wolle sich "im Namen des gesamten Teams" bei Latifi für "drei Jahre harte Arbeit bei Williams" bedanken.

"Er ist ein toller Teamplayer, der eine großartige Einstellung zu seinen Kollegen und seiner Arbeit hat und im gesamten Business gemocht und respektiert wird", lobt Capito.

"Unsere gemeinsame Zeit kommt jetzt zu einem Ende. [...] Wir wünschen ihm viel Glück für die Zukunft - im und außerhalb des Cockpits", so der Teamchef.

Noch kein Latifi-Nachfolger bekannt

In der offiziellen Pressemitteilung heißt es lediglich, dass Latifi das Team verlassen wird. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Diesen werde man zu gegebener Zeit bekanntgeben. Latifi selbst bedankt sich derweil beim Team.

"Obwohl wir zusammen nicht die Ergebnisse erzielt haben, auf die wir gehofft hatten, war es trotzdem eine fantastische Reise", blickt der Kanadier zurück und ergänzt, er werde jetzt "das nächste Kapitel meiner Karriere" aufschlagen.

Wie das aussieht, ist aktuell aber ebenfalls noch unklar. Bis zum Saisonende wolle derweil weiter alles für Williams geben.

Latifi verlässt Williams

Breaking News: Williams hat soeben verkündet, dass Nicholas Latifi das Team am Ende des Jahres verlassen wird. Mehr dazu gleich im Ticker!

Zum Thema Aston Martin ...

... kann ich euch übrigens auch dieses Video empfehlen. Unser Experte Marc Surer erklärt, warum es mit Fallows und Neuzugang Fernando Alonso 2023 langsam einmal vorwärts gehen muss.

Marc Surer: Warum ein Aerodynamiker der große Hoffnungsträger von Aston Martin ist und welche Rolle "Alphatier" Fernando Alonso spielen könnte.

Aston Martin zuversichtlich: 2023 "viel konkurrenzfähiger"

Aktuell liegt Aston Martin auf dem neunten und vorletzten WM-Platz. Dan Fallows geht allerdings nicht davon aus, dass das 2023 so bleiben wird. "Wir denken, [das neue Auto] wird viel konkurrenzfähiger als das diesjährige Auto sein", kündigt er an.

"Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem AMR23 einen großen Schritt nach vorne machen können", erklärt er selbstbewusst und ergänzt, dass er "überall" am Auto Verbesserungen erwarte. Aktuell gebe es "hunderte Projekte", um das Auto schneller zu machen.

"Das wird alles Performance ans Auto bringen", ist er sich sicher. Wir sind gespannt. Auch wenn Sebastian Vettel dann natürlich nicht mehr davon profitieren wird ...

Apropos Comeback ...

Vettel ist vielleicht auch ganz gut beraten, sich ein solches zu sparen. Unsere Fotostrecke zeigt nämlich, dass so etwas auch ganz schnell nach hinten losgehen kann. In anderen Fällen hat es allerdings auch ganz gut funktioniert ...

Fotostrecke: Formel-1-Champions, die ein Comeback wagten Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Niki Laudas erster Rücktritt ist ein Paukenschlag. 1979 wirft der zweimalige Weltmeister mitten während des Rennwochenendes in Kanada die Brocken hin. "Warum soll ich wie ein Trottel mit den anderen im Kreis fahren?", so seine Begründung gegenüber Brabham-Teamchef Bernie Ecclestone.

Marko glaubt nicht an Vettel-Comeback

In einem Interview mit der Wochenzeitung 'Die Zeit' hat Sebastian Vettel sehr offen über seinen Rücktritt gesprochen. Sein langjähriger Förderer Helmut Marko glaubt auch nicht, dass der viermalige Weltmeister noch einmal zurückkehren wird.

"Nein. Ich glaube, das ist endgültig", stellt er im Gespräch mit uns klar und erklärt: "Er hat andere Prioritäten und eine andere Weltanschauung. Dann geht es nicht, dass du für eine Marke fährst, die gesponsort wird von einer arabischen Mineralölfirma."

"Aston Martin ist eine Luxusmarke mit Acht- und Zwölfzylindern. Das ist nicht glaubwürdig, und dann ist das die logische Konsequenz. Ich bin sicher, dass sich jetzt verstärkt um das Thema Umweltschutz kümmern wird", so Marko.

Wir wünschen ihm auf jeden Fall alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg - wie auch immer der aussehen wird.

Norris: Konnte auch etwas von Ricciardo lernen

Damit noch einmal zur aktuellen Situation bei McLaren zurück: Obwohl Lando Norris Daniel Ricciardo in der WM klar im Griff hat, betont er, dass er in den zwei gemeinsamen McLaren-Jahren auch einiges vom Australier lernen konnte.

"Es ist nicht so, dass er in jedem Bereich besser ist als ich. [...] Aber gewisse Dinge macht er seht gut. Und davon konnte ich lernen", verrät Norris, der aber auch klarstellt, dass ihn das nicht auf ein "neues Level" gebracht habe.

"Jede Kleinigkeit, die man von jemandem lernen kann, hilft", stellt Norris klar und erinnert: "Er hat viel mehr Erfahrung als ich und war viel länger in der Formel 1. Er hat Rennen gewinnen, das habe ich nie."

Deswegen habe er durchaus einige hilfreiche Dinge aus der gemeinsamen Zeit mitnehmen können.

Heute vor zehn Jahren ...

... gewann Sebastian Vettel den Großen Preis von Singapur 2012. Für die Formel-1-Geschichte noch wichtiger ist allerdings der Ausfall von Lewis Hamilton in diesem Rennen.

Der Legende nach führte dieser nämlich dazu, dass Hamilton McLaren am Saisonende verlassen und ins Mercedes-Werksteam wechseln sollte.

Mehr Hintergründe dazu gibt es hier!

Lewis Hamilton McLaren Vodafone McLaren Mercedes F1 ~Lewis Hamilton (McLaren) ~

Foto: Pirelli

Ist P3 in der WM wertvoller als P2?

Sollte Mercedes im Kampf gegen Ferrari um Rang zwei in der Weltmeisterschaft mit Absicht den Kürzeren ziehen? Was auf den ersten Blick seltsam anmutet, ergibt laut Technikexperte Gary Anderson durchaus Sinn.

Bei 'The Race' schreibt er: "Eine meiner großen Fragen lautet, ob Mercedes bereits ist, [Platz zwei in der WM abzuschreiben], um für die nächste Saison mehr aerodynamische Forschungszeit zu bekommen?"

Hintergrund ist das noch recht neue Handicap-System in der Formel 1. Dieses sorgt dafür, dass der Zweitplatzierte in der WM weniger Zeit für die Aero-Entwicklung (Windkanal und CFD) als der Drittplatzierte bekommt.

Anderson erklärt daher, dass es angesichts der aktuellen Probleme von Mercedes "der echte Preis" sein könnte, "Dritter zu werden und mehr Windkanal- und CFD-Zeit zu bekommen." Ein spannender Gedanke.

Auf der anderen Seite: Welcher Sportler würde schon freiwillig eine bessere Platzierung abschenken ...?

Verwirrung um Max Verstappen

Am gestrigen Abend machte dieser angebliche Screenshot von Max Verstappens Freundin Kelly Piquet die Runde. Auf diesem kündigt Piquet offenkundig eine Schwangerschaft an. Wird Verstappen also Vater? Nein!

Denn bei dem Bild handelt es sich um einen Fake. Das hat Verstappens Management gegenüber 'Shownieuws' bestätigt. Im Hause Verstappen gibt es also wohl zunächst einmal nur WM- und keine Vaterfreuden.

Mit gerade einmal 24 Jahren hat der Niederländer aber ja auch noch ausreichend Zeit ;-)

Ist Norris so gut oder Ricciardo so schlecht?

Mit 88:19 Punkten liegt der Brite im teaminternen McLaren-Duell aktuell vorne. Das wirft die Frage auf: Ist Ricciardo, immerhin achtmaliger Grand-Prix-Sieger, in diesem Jahr so schlecht oder lässt der McLaren nicht mehr zu und Norris ist einfach so gut?

"Ricciardo ist ein mehrfacher Rennsieger, einer der besten Fahrer der Welt", betont Nico Rosberg bei 'Sky' und erklärt daher: "Ich kann nicht glauben, dass Ricciardo plötzlich verlernt hat, wie man super schnell fährt."

"Deshalb denke ich, dass Lando momentan wie ein Weltmeister performt. Er fährt unglaublich gut", vermutet Rosberg, der sich daher nicht sicher ist, ob Oscar Piastri 2023 an der Seite von Norris wirklich eine so viel bessere Figur abgeben wird.

"Lando ist Weltklasse, er hat das Zeug zum Weltmeister. Es wird [für Piastri] also nicht leicht werden, dorthin zu kommen und es besser als Daniel zu machen", warnt Rosberg den Rookie.

Ab ins Wochenende!

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Formel-1-Livetickers. Die Königsklasse macht an diesem Wochenende noch einmal Pause, aber hier im Ticker gibt es in den kommenden Stunden natürlich trotzdem noch einmal den gewohnten Mix aus News und Unterhaltung.

Ruben Zimmermann begleitet euch auch heute wieder durch den Tag. Bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden könnt ihr unser Kontaktformular verwenden. Außerdem findet ihr uns auf Facebook, Twitter, Instagram und YouTube, und für Fragen steht euch zudem unser Twitter-Hashtag #FragMST zur Verfügung.

Hier gibt es unseren Liveticker vom Donnerstag noch einmal zum Nachlesen!