Formel-1-Liveticker: Zwei Nahost-Rennen zum Auftakt 2022?

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Status: Beendet
11:54

Feierabend

Am Anfang und zum Schluss waren wir etwas Saudi-Arabien-lastig, aber gut ... morgen werden wir uns auch wieder anderen Themen zuwenden. Auch dann begrüßt dich Norman Fischer wieder an dieser Stelle im Ticker. Bis dahin wünsche ich einen angenehmen Abend. Und wer schon immer mal wissen wollte, wer hinter dem Twitter-Account von Mercedes steckt: Hier ist die Lösung ;)

11:01

Wird Saudi-Arabien das Saisonfinale?

Wenn wir einmal bei Saudi-Arabien sind. Laut den Kollegen von 'RaceFans' könnte das Rennen in diesem Jahr auf das Saisonfinale rutschen. Aktuell sieht der Plan vor, am 5. Dezember das neue Rennen in Dschidda auszutragen, bevor eine Woche später das Finale in Abu Dhabi stattfindet.

Das könnte sich aber ändern: Der Grund ist, dass die Vereinigte Arabische Emirate auf Großbritanniens Roter Liste gelandet ist. Die Mitarbeiter müssten danach 10 Tage in Quarantäne, bevor sie wieder einreisen können - sehr undankbar bei einem Finale am 12. Dezember.

Theoretisch könnte man daher die Daten der beiden arabischen Rennen tauschen und so Zeit gewinnen. Bislang ist niemand auf Saudi-Arabien deswegen zugekommen, betont Al-Faisal, allerdings hält er die Möglichkeit offen.

"Wir wären lieber nicht das letzte Rennen, aber wenn es der Formel 1 hilft, dann können wir mit ihnen darüber reden", sagt der Präsident des saudi-arabischen Motorsportverbandes.

10:17

Saudi-Arabien will Platz zu Saisonbeginn

Was wir heute Morgen (Eintrag von 10:17 Uhr) vermeldet haben, hat nun auch etwas Fleisch aus Saudi-Arabien selbst bekommen: Die Promoter des Rennen würden gerne einen Grand Prix am Saisonbeginn haben, bevor am Ende vielleicht alles schon entschieden ist und das Interesse abnimmt.

Für 2021 war das aus zeitlichen Gründen nicht möglich, doch 2022 möchte man vorrücken. "Wir wollten ein Rennen am Anfang [der Saison] haben", sagt Ai-Faisal. "Wir wollten 2021 entweder ein Rennen am Ende haben oder bis Anfang 2022 warten. Dann haben wir entschieden, dass wir schon 2021 ein Rennen haben wollten."

"Also diskutieren wir jetzt mit der Formel 1 darüber, was das Beste für unser Rennen ist, und hoffentlich können wir zu einer Einigung kommen", so der Promoter. Möglicherweise startet die Königsklasse 2022 mit einem Nahost-Doppel aus Bahrain und Saudi-Arabien in die Saison.

09:51

Saudi-Arabien: Mit Fahrern über Menschenrechte gesprochen

Anfang Dezember findet das erste Formel-1-Rennen in Saudi-Arabien statt. Das Rennen ist umstritten, weil Saudi-Arabien nicht gerade als Land gilt, das als gut im Umgang mit Menschenrechten gilt. Promoter Khalid bin Sultan Al-Faisal betont jedoch, schon mit Fahrern über ihre Sorgen gesprochen zu haben.

"Ich habe mich in Silverstone mit ein paar Fahrern getroffen", sagt er in einer Medienrunde am Montag. "Ich werde ihre Namen nicht nennen, aber Lewis Hamilton war keiner von ihnen. Ich habe ihre Bedenken angesprochen und offen mit ihnen gesprochen."

"Ich habe gesagt, hört zu, ich werde euch nichts erzählen. Ihr kommt nach Saudi-Arabien und seht es euch an, und wenn ihr vor dem Rennen hierher kommen wollt, könnt ihr kommen und es selbst beurteilen. Wir sind zuversichtlich über unsere Fortschritte und wohin wir gehen. Also haben wir keine Probleme [darüber zu diskutieren]."

09:16

Neues aus Zandvoort

Der niederländische Premierminister hat am heutigen Montag verkündet, dass Entscheidungen über Zuschauerzahlen bei Events am 13. August verkündet werden - also drei Wochen vor dem geplanten Grand Prix in Zandvoort. Bis dahin dürfen Events mit einer maximalen Kapazität von zwei Dritteln bei Einhaltung der 3G-Regel laufen.

Für die Promoter ist das ein wichtiger Tag. Man hofft, dass dann Events wieder für weitere Zuschauer freigegeben werden. Denn bislang hatte man verkündet, den Grand Prix nur vor vollem Haus ausrichten zu wollen.

Ein Statement des Promoters sagt: "Als Veranstalter sind wir abhängig von den Regeln und Bedingungen, die unsere nationale Regierung für uns als Organisation und für die Besucher festlegt. Wir gehen davon aus, dass die aktuellen Maßnahmen der Regierung den gewünschten Effekt haben und dass diese Maßnahmen nach dem 13. [August] für professionell organisierte Sportveranstaltungen aufgehoben werden."

"Kurzum, im Moment bereiten wir uns auf die Rückkehr des Grand Prix der Niederlande auf der Basis einer vollen Kapazität vor."

08:56

Bist du schlauer als deine Freunde?

Dann beweis es jetzt in unserem Formel-1-Quiz. Fordere deine Freunde und deine Familie heraus oder knack deinen persönlichen Highscore. Du weißt, wen Niki Lauda 1984 in der WM um einen halben Punkt geschlagen hat, und wofür DRS steht? Dann bist du im Quiz an der richtigen Adresse.

Und wenn nicht: Dann gibt es auf jeden Fall eine Menge zu lernen ;)

08:26

Die Reifen in Budapest

Pirelli hat für das Rennen in Budapest die Reifenmischungen C2, C3 und C4 nominiert. Damit nimmt der Reifenhersteller die mittleren Mischungen mit nach Budapest. Das ist die gleiche Auswahl wie auch im Vorjahr.

2019 hatte das zu einer Mischung aus einem und zwei Stopps geführt, von daher sollten wieder unterschiedliche Varianten möglich sein. Fans dürften sich noch daran erinnern, dass Lewis Hamilton einen zweiten Stopp eingelegt hatte und damit kurz vor Schluss noch Max Verstappen abfing, der nur einmal gestoppt hatte.

Erkenntnisse aus dem Vorjahr gibt es dazu nicht: Aufgrund einer nassen Strecke wurde dort mit Intermediates und Regenreifen gestartet.

Der Hungaroring gilt als nicht sonderlich anspruchsvoll für die Reifen. Allerdings sorgen die vielen Kurven und das heiße Wetter eventuell für einige Schwierigkeiten.

Erwähnen muss man: Nach dem Sprint in Silverstone ist wieder das normale Reifenkontingent in Anwendung.

07:49

Die Geschichte der Tripleheader

2018 fand der erste Tripleheader der Geschichte statt. Le Castellet, Spielberg, Silverstone hieß es damals. Damals wurde von allen Seiten klar gesagt, dass es auch der letzte Tripleheader war - zu groß waren die Strapazen für den Teams und zu groß die Übersättigung der Fans. Konsequent fand auch 2019 kein Tripleheader statt.

2020 und 2021 haben wir aber insgesamt sieben davon. Im Zuge der Coronakrise hatte jeder Verständnis, dass man die Saison 2020 mit drei Tripleheadern begonnen hat. Doch auch schon im ursprünglichen Kalender für 2021 waren wieder dei davon angesetzt - alle nach der kommenden Sommerpause.

Eine Verschiebung in der ersten Saisonhälfte brachte uns noch einen vierten Tripleheader: Frankreich und zweimal Silverstone. Nach der Sommerpause geht es nach Spa, Zandvoort & Monza. Danach Sotschi, Istanbul & Suzuka, bevor der dritte - Austin, Mexiko, Sao Paulo - erst Mitte November wieder Raum zum Durchatmen bringt.

Aber klar: Noch sind einige Rennen wie Japan und Brasilien nicht sicher, doch an der Rennanzahl will die Formel 1 unbedingt festhalten.

Wie es für 2022 aussieht, bleibt abzuwarten. Der ein oder andere Tripleheader ist aber wieder einmal zu erwarten. Das geht bei den Rennanzahl kaum anders.

07:26

Letztes Rennen vor der Sommerpause

Für die Formel-1-Teams bleibt nach Ungarn erst einmal Zeit zum Durchatmen - die ist auch bitter nötig. Denn bei 23 geplanten Rennen, kommen alle an ihre Grenzen. "Ich persönlich würde gerne weiter Rennen fahren, denn das ist es, was mir Spaß macht, aber andererseits denke ich auch für jeden in der Formel 1 - denn diese Tage sind lange Tage", sagt Schumacher.

"Es ist kein 9-5-Job, es sind harte und lange Tage, die wir ertragen müssen. Ich denke, dass es für alle Beteiligten eine gute Sache ist, dass wir zwei Wochen frei bekommen und einfach entspannen und eine Auszeit haben", so der Deutsche.

"Es ist sehr wichtig für das Team, etwas Freizeit zu haben und sich auch auszuruhen, bevor wir in die zweite Saisonhälfte gehen, die genauso hart, wenn nicht noch härter sein wird", sagt Teamchef Günther Steiner. "Es ist sehr wichtig, dass sie sehen, dass sie noch Zeit zu Hause bei ihren Familien haben, auch wenn sie im Moment ziemlich müde sind."

Die Pause gilt es für alle intensiv zur Erholung zu nutzen. Denn: Gleich im Anschluss folgen gleich drei der "geliebten" Triple-Header in Folge. Das sind neun Rennen an elf Wochenenden.

07:02

Zurück am Ort des ersten F2-Sieges

Für Mick Schumacher ist das anstehende Rennen in Budapest ein besonderes. Denn der Deutsche kommt damit an den Ort zurück, an dem er vor zwei Jahren seinen ersten Sieg in der Formel 2 einfahren konnte. Das dürfte mit Haas eher schwierig werden.

Die Erwartungen sind dementsprechend niedrig: "Das Ziel sollte wie immer sein, unser Bestes zu geben und eine gute Runde im Qualifying zu fahren. Es wäre toll, eine Hoffnung auf Q2 zu haben. Das sollte unser Ziel sein", sagt er. Schumacher weiß: Die Startposition ist in Ungarn besonders wichtig.

"Die Strecke ist sehr schwierig, sie ist sehr technisch. Nichtsdestotrotz denke ich, dass wir optimistisch sein und unser Bestes geben sollten - und das ist unser Ziel."

06:29

Von Käse & Haustieren

Mick Schumacher beantwortet einige Fanfragen, die über das Sportliche hinausgehen. Wer schon immer mal vom Haas-Piloten wissen wollte, welchen Käse er am liebsten isst und welches Tier er wäre, der kann sich am besten folgendes Video anschauen.

06:02

Horner: Weiterhin sportrechtliche Schritte möglich

Red-Bull-Teamchef Christian Horner bestätigt, dass Red Bull weiterhin einen Einspruch gegen die für ihn zu milde Strafe gegen Hamilton in Betracht zieht. Ursprünglich hatte sich Horner skeptisch gezeigt, dass man neue Beweise vorlegen kann, um einen Einspruch erfolgreich zu gestalten.

"Es ist kein Geheimnis, dass wir damals das Gefühl hatten und immer noch haben, dass Hamilton für diese Art von Vorfall eine leichte Strafe bekommen hat", schreibt Horner nun in einer Kolumne auf der Seite des Red-Bull-Teams.

"Angesichts der Schwere des Vorfalls und der milden Strafe überprüfen wir alle Daten und haben das Recht, eine Überprüfung zu beantragen", meint er weiter. "Wir schauen uns daher immer noch die Beweise an und erwägen alle unsere sportlichen Optionen."

Es bleibt also spannend.

05:48

Wolff: Könnte zu weiteren Kollisionen kommen

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff glaubt, dass es in Zukunft zu weiteren Kollisionen zwischen Verstappen und Hamilton kommen könnte, wenn sich die beiden nicht fair auf der Strecke verhalten.

"Es wird sicherlich nicht das letzte Mal sein, dass sie um Positionen kämpfen werden", sagt der Österreicher gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Hoffentlich können sie es auf sportlich faire Weise machen. Wenn nicht, dann werden wir noch weitere Kollisionen erleben."

Dass Hamilton aber irgendetwas beweisen wollte, glaubt er nicht: "Er ist 99-facher Grand-Prix-Sieger und siebenmaliger Weltmeister. Lewis Hamilton muss niemandem etwas beweisen."

05:12

Danner amüsiert über Verhalten der Bosse

Was Danner an dem Scharmützel besonders amüsiert hat, waren die Reaktionen der Teambosse rund um Christian Horner und Toto Wolff: "Das war unterhaltsam. Ich möchte nicht sagen lächerlich, aber ich habe gegrinst und fast gelacht, weil sie es einfach übertrieben haben", sagt er.

"Natürlich stehst du auf der Seite deines Fahrers und sagst, dass der andere ein Schwachkopf ist und falsch liegt und so weiter. Aber wie sie es gemacht haben, hat mich zum Schmunzeln gebracht."

Nur eines geht für Danner überhaupt nicht: Dass beide Parteien während des Rennens zu den Rennkommissaren gegangen sind. "Ich mein, was zur Hölle? Wo sind wir denn hier?" Auch die Saga um die E-Mail von Wolff am Michael Masi hat für ihn überhaupt keinen Sinn ergeben.

Er ist interessiert, wie es nun weitergeht, denn Danner ist sicher: "Das wird sich von Teamseite nicht beruhigen."

04:53

Danner: Hamilton musste Verstappen etwas beweisen

Vor dem Großen Preis von Ungarn blickt die Formel-1-Welt natürlich auch wieder auf die beiden WM-Rivalen, die zum ersten Mal seit dem Crash in Silverstone wieder aufeinandertreffen.

Ex-Pilot Christian Danner sagt gegenüber 'Motorsport-Total.com', dass es für Hamilton mal Zeit war, etwas zu beweisen. Denn zuvor war meist Verstappen der Aggressor, während Hamilton zurückzog - doch diesmal nicht.

"Es war Zeit für ihn zu sagen: 'Hör zu, Kumpel, ich bin kein feiges Huhn!' Und genau das hat er gemacht", so der TV-Kommentator, der den Unfall als 50/50-Schuld wertet. Denn beide hätten den Unfall vermeiden können. "Am Ende des Tages hat er seinen Standpunkt klargestellt. Er hat es richtig gemacht."

04:20

So ist der aktuelle Stand

Viel wissen wir noch nicht vom Kalender für die kommende Saison. Doch welche Strecken einen gültigen Vertrag haben, welche vielleicht noch um ihren Platz im Kalender zittern müssen und welches neue Rennen auf jeden Fall dabei sein wird, kannst du hier nachlesen.

04:17

Beginnt die Formel 1 2022 mit zwei Nahost-Rennen?

Beginnen wir die Woche mit etwas Kalender-Gossip. Nach der späten Absage 2020 und der Verschiebung 2021 könnte Australien auch im kommenden Jahr nicht den Auftakt stellen. Denn wie 'auto motor und sport' berichtet, könnte die Saison wie in diesem Jahr in Bahrain beginnen.

Dort würde man nach Testfahrten auf gleicher Strecke eine Woche zuvor einfach vor Ort bleiben und den Grand Prix austragen. Als zweites soll nach aktuellen Überlegungen Saudi-Arabien folgen. Das neue Rennen in Dschidda findet 2021 als vorletzter Lauf statt. Aktuell ist der 20. März 2022 als Saisonauftakt gedacht.

Zuvor sollen zwei dreitägige Testwochen in Barcelona und Bahrain stattfinden. Bis zum endgültigen Kalender müssen wir aber noch etwas warten.

04:11

It's race week!

Ein letztes Mal können wir es vor der Sommerpause sagen: It's race week! Am Wochenende steht der Große Preis von Ungarn auf dem Programm, bevor es in die dreiwöchige Pause geht. Wir sind gespannt, wie sich die Ereignisse aus Großbritannien niederschlagen werden.

Wir stimmen dich hier im Ticker auf die Rennwoche ein. Das ist heute an der Stelle Norman Fischer, der dich hier begrüßt. Hast du Fragen oder Anmerkungen? Dann schreib uns über das Kontaktformular, mir auf Twitter (@NormanMST) oder nutze den Hashtag #FragMST.

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