Silverstone-Quali in der Analyse: Diese Pole gehört eigentlich Verstappen!

Formel-1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Verstappen: Gelbe Flagge hat Pole gekostet +++ Sainz: So gut war die Runde gar nicht +++ Leclerc: Hatte Pole nicht verdient +++

Silverstone-Quali in der Analyse: Diese Pole gehört eigentlich Verstappen!

Bericht

Status: Beendet

Das Qualifying in der Analyse

In schriftlicher Form war es das an dieser Stelle. Aber keine Sorge, es geht für euch wie gewohnt natürlich noch etwas weiter! Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll melden sich jetzt live auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de mit ihrer großen Analyse.

Folgende Themen stehen auf dem Plan:

- Nicht der Schnellste, sondern der Glücklichste auf Pole
- Hamilton verurteilt Buhrufe gegen Verstappen
- Latifi: Wie kam es zur Q3-Sensation?
- Ergebnis: P11 bis P20 im Schnelldurchlauf
- Aus in Q1 für Vettel und Schumacher: Warum?
- Finanzreglement erklärt: Redet Helmut Marko Unsinn?
- Dieser User ist ein totaler Idiot
- Fragen der Kanalmitglieder aus dem Livechat

Rennstart am Sonntag ist dieses Mal um 16:00 Uhr unserer Zeit und wir melden uns natürlich rechtzeitig mit einem neuen Ticker zurück. Jetzt viel Spaß mit unserer großen Analyse und bis dann!

Erst die Pole, dann der Sieg?

Heute die erste Pole, morgen der erste Sieg? Aktuell ist Sainz noch immer ein Kandidat für diese Fotostrecke. Aber sein 150. Rennstart wäre doch ein angemessenes Jubiläum für seinen ersten Grand-Prix-Sieg überhaupt!

Fotostrecke: Seit 1960: Ferrari-Formel-1-Fahrer ohne Sieg für die Scuderia Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Giancarlo Fisichella (2009): Er ist nicht nur der bis heute letzte Italiener im Ferrari-Cockpit. Er ist auch der letzte Pilot, der im Ferrari kein Rennen gewinnen kann. Ende der Saison 2009 springt er fünfmal für den verletzten Felipe Massa ein - und bleibt fünfmal ohne Punkte. Es sind gleichzeitig seine letzten Formel-1-Rennen.

Russell: Fehler in der letzten Runde

Und noch einer: Während für Hamilton laut eigener Aussage ein Top-3-Ergebnis möglich gewesen wäre, lief es für den Teamkollegen deutlich schlechter. Der habe im Verlauf des Qualifyings nämlich das Vertrauen verloren, berichtet er.

"Und dann habe ich in der letzten Runde einen Fehler gemacht. Wir hatten wahrscheinlich den Speed für P5 oder vielleicht P4. Das war etwas frustrierend", gesteht er und erklärt, er habe durch den Fehler "vier oder fünf Zehntel" verloren.

Die hätten ihn dann in der Tat vor den Teamkollegen auf P5 gebracht - mindestens.

Norris: Letzte Runde verhauen

"Ich bin sehr glücklich", sagt der McLaren-Pilot nach P6. Er gesteht aber auch: "Ich habe meine letzte Runde etwas verhauen." Womöglich wäre also sogar noch mehr drin gewesen, denn er lag am Ende nur 0,089 Sekunden hinter Hamilton.

"Aber ich bin trotzdem sehr happy mit P6", betont er. Ganz anders der Teamkollege, für den bereits in Q2 Feierabend war. "Ich bin mit dem Ergebnis heute natürlich enttäuscht", sagt Ricciardo.

"In meiner trockensten Runde flog ich ab", gesteht er. Deswegen kam er am Ende nicht über P14 hinaus. "Ich habe die Runde nicht hinbekommen, als die Bedingungen am besten waren", erklärt er selbstkritisch.

Morgen wird es nun nicht leicht, noch in die Punkte zu fahren.

Horner: Sainz war im Regen schon immer stark

"Glückwunsch an Carlos. Er war im Nassen immer fantastisch, auch als er noch ein Junior für uns war", erinnert sich der Red-Bull-Teamchef zurück und erklärt: "Er hat einen tollen Job gemacht und die Pole verdient."

Gleichzeitig betont auch er aber noch einmal, dass diese ohne gelbe Flagge wohl an Verstappen gegangen wäre. Durch die habe der Weltmeister nämlich "drei oder vier Zehntel" verloren, so Horner.

Zur Erinnerung: Am Ende lag er nur 0,072 Sekunden hinter Sainz. Trotzdem seien P2 und P4 eine "gute" Ausgangslage, zeigt sich der Teamchef zufrieden. "Hoffentlich können wir mit Ferrari kämpfen", sagt er.

Ich habe da ehrlich gesagt keine Zweifel.

Alfa Romeo will mit beiden Autos punkten

P9 für Zhou, P12 für Bottas. Bei dieser Ausgangslage erklärt Teamchef Frederic Vasseur: "Wir wissen, wie stark unser Auto im Rennen ist, [...] vor allem, wenn es trocken ist. Das Ziel ist es, wieder mit beiden Autos zu punkten."

Für Zhou war P9 heute sogar das beste Qualifyingergebnis seiner bisherigen Karriere. "Das Qualifying war eine Herausforderung, aber ich würde sagen, für einen Rookie habe ich mich nicht so schlecht geschlagen", lacht er.

Er sei nämlich zum ersten Mal überhaupt im Nassen in Silverstone gefahren. Er habe mit P9 heute das Maximum herausgeholt. Im Hinblick auf das Rennen schließt er sich seinem Teamchef an und gibt Punkte als Ziel aus.

Hat ja auch zuletzt in Kanada mit P8 bereits geklappt.

Sainz und Leclerc wollen zusammenarbeiten

Natürlich wolle er morgen gewinnen, sagt Leclerc. "Aber das Wichtigste ist, dass wir einen Doppelsieg holen - in welcher Reifenfolge auch immer", so der Monegasse, der daher ankündigt, dass Ferrari "strategisch" mit beiden Autos arbeiten werde.

"Ich stimme zu. Ich denke, wir werden als Team arbeiten - so wie in der ganzen Saison schon", ergänzt Sainz, der selbstbewusst betont: "Wir können ein Doppelsieg holen." Für Ferrari wäre es der zweite in diesem Jahr.

Beim ersten in Bahrain profitierte man allerdings davon, dass beide Red Bulls ausschieden. Diesen Gefallen werden die Bullen der Scuderia morgen wohl nicht noch einmal tun wollen ...

Alonso: Batterie in letzter Runde leer

"Nur" P7 für ihn, was nach seinem tollen Kanada-Qualifying im Regen fast schon eine Enttäuschung ist. Er erklärt, dass bei ihm - wie auch bei vielen anderen Piloten - das Timing nicht gepasst habe.

Spannend: Bei ihm war das Problem allerdings, dass er keine(!) langsame Runde vor seinem letzten Versuch einlegte. Man habe nämlich in der vorletzten Runde gepusht, um rechtzeitig über die Linie zu kommen.

"Wir kamen drei Sekunden vor Ende über die Linie, aber dafür war die Batterie leer", berichtet er. Daher habe er seine schnellste Runde "effektiv" bereits zwei Runden vorher gefahren.

"Dadurch haben wir mehrere Positionen verloren", ist er sich sicher.

Bottas: "Abwärtsspirale" führt zu Q2-Aus

Überraschung bei Alfa Romeo: Bereits zum dritten Mal in Folge qualifizierte sich Rookie Zhou vor Bottas. Er schaffte es in Q3, für den Finnen war in Q2 Schluss. "Q1 war gut", blickt Bottas auf sein Qualifying zurück.

"Aber in Q2 stand mehr Wasser auf der Strecke und ich hatte Probleme, genug Temperatur in die Reifen zu bekommen. Das war eine kleine Abwärtsspirale", erklärt Bottas, der viel herumgerutscht sei.

Dadurch habe er dann noch mehr Temperatur verloren. Immerhin seien die Punkte von P12 aus "nicht so weit weg", gibt er sich optimistisch. Er sei zuversichtlich, dass er morgen im Trockenen ein paar Plätze gutmachen könne.

Binotto: Morgen kann es ganz anders aussehen

Bereits die siebte Ferrari-Pole im zehnten Saisonrennen. Aber: Die Scuderia konnte trotz der zahlreichen Poles erst zwei Rennen gewinnen. Zuletzt hatte sechsmal in Folge Red Bull die Nase vorne.

Wohl auch deshalb gibt sich Teamchef Mattia Binotto zurückhaltend. "Ich denke, morgen im Rennen kann sich ein anderes Bild als im Qualifying ergeben", warnt er. Zwar seien P1 und P3 ein "tolles Ergebnis".

Er habe aber zum Beispiel "keine Ahnung", welche Strategie morgen die beste sei. Zudem sei Verstappen am Morgen in FT3 im Trockenen "sehr schnell und sehr konkurrenzfähig" gewesen.

Und grundsätzlich hatte Red Bull in diesem Jahr häufig die bessere Rennpace. Wird also morgen ganz sicher kein Selbstläufer für Ferrari!

Kleiner Erfolg für Vettel

Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr schied Vettel in Q1 aus. Aber: Im Qualifyingduell gegen den Teamkollegen stellte er heute trotzdem auf 7:1. Lediglich in Miami war Stroll in der Qualifikation schneller.

Damit hat Vettel in dieser Hinsicht eine der besten Bilanzen im ganzen Feld. So hoch führen sonst nur Magnussen, Norris und Leclerc gegen den jeweiligen Teamkollegen. Dort steht es jeweils 8:2.

Was Vettel zu seinem Samstag zu sagen hat, das erfährt ihr übrigens hier!

Wolff: Top 3 wären möglich gewesen

Der Mercedes-Teamchef sieht es wie Hamilton und erklärt, dass dessen Einschätzung, er hätte in die erste Reihe fahren können, keinesfalls "optimistisch" gewesen sei. Er schließt sich dieser Meinung nämlich an.

Wenn man in Q3 keine langsame Runde eingelegt hätte, "dann glaube ich, dass wir uns in den Top 3 qualifiziert hätten", so Wolff, der deshalb "ziemlich enttäuscht" von den Startplätzen 5 und 8 sei.

"Ich denke, wir hätten schneller sein können", ärgert er sich. Aber die Punkte werden bekanntlich erst morgen vergeben.

Hamilton verurteilt Buhrufe

Über die Buhrufe gegen Verstappen haben wir ja vorhin schon gesprochen. "Ich denke, wir sind besser als das. Ich würde sagen, das Buhen braucht es nicht. Wir haben doch so tolle und auch so sportliche Fans", stellt Hamilton klar.

"Sie fühlen Emotionen, Höhen und Tiefen. Aber das Buhen kann ich definitiv nicht gutheißen. Das sollten wir nicht tun", so der Rekordchampion. Verstappen selbst nimmt die Buhrufe übrigens mit einem Schulterzucken hin.

"Wer buhen will, der macht es auch. Für mich ändert sich dadurch gar nichts", sagt er und erklärt: "Vielleicht mögen mich hier ein paar Leute nicht, aber das ist schon in Ordnung. Da hat halt jeder seine eigene Meinung. Und mir ist das egal."

Perez: P4 "nicht das Ende der Welt"

Wirklich zufrieden ist der Mexikaner mit einem Platz in der zweiten Reihe nicht, doch er erklärt: "Es ist nicht ideal, aber ich denke, P4 ist nicht das Ende der Welt." Von dort aus sei morgen im Rennen noch einiges möglich.

"Solange wir morgen ein konkurrenzfähiges Auto haben, sollten wir nach vorne kommen können", erklärt er und hofft zudem auf eine "gute Strategie" im Rennen. Und schon mit einem guten Start könnten die Dinge "ganz anders" aussehen.

Zumindest das Podium ist ja auch nur eine Position entfernt ...

Albon: Darum war bereits in Q1 Feierabend

Während der Teamkollege mit dem alten Paket in Q3 fuhr, schied Albon trotz der Updates bereits in Q1 aus. Was lief da schief? "Wir hätten in Q2 und vielleicht sogar in Q3 kommen sollen", ärgert sich Albon.

Das Problem: Wie auch Hamilton in Q3 sollte er vom Gas gehen, um alles für den letzten Schuss vorzubereiten. Das ging aber auch bei ihm nicht auf. "Ich denke, die Strecke war zu nass und zu kalt", so Albon.

"Auf meiner letzten Runde hatte ich weniger Grip als vorher", berichtet er und erklärt: "Die Strecke war trockener, aber ich hatte weniger Grip. Ich verlor einfach die komplette Temperatur [in den Reifen]."

So war dann bereits nach Q1 Schluss.

Hamilton hat es schon einmal geschafft ...

Spannend in diesem Zusammenhang: In der Formel-1-Geschichte haben es in Silverstone erst sechs Piloten geschafft, von P5 oder noch weiter hinten zu gewinnen. Einer davon: Lewis Hamilton im Jahr 2014. Damals siegte er sogar von P6 aus.

Die weiteren Fahrer sind übrigens: Peter Collins (1958, P6), Emerson Fittipaldi (1975, P7), John Watson (1981, P5), Alain Prost (1990, P5) und Johnny Herbert (1995, P5).

All diese Infos habe ich aus unserer umfangreichen Datenbank!

Hamilton: Was geht von P5 aus noch?

"Ich weiß nicht, ob wir um den Sieg kämpfen können", grübelt er und erklärt: "Die Red Bulls sind im Trockenen so schnell. Auf den Geraden und in [den schnellen Kurven] ziehen sie weg, weil sie kein Bouncing haben."

"Ich denke, unsere Rennpace war gestern etwas besser [als zuletzt]. Ich denke, dass sie trotzdem vorne sind, aber schauen wir mal", so Hamilton, der hofft, dass man zumindest näher dran sein wird als zuletzt.

Er kündigt jedenfalls an: "Ich werde morgen aggressiv sein!" Denn kampflos wird er ein Podium (oder sogar den Sieg) bei seinem Heimrennen nicht abschenken.

AlphaTauri: Regen rettet Qualifying

P11 und P13 am Ende für Gasly und Tsunoda. Ein ordentliches Ergebnis, denn im Trockenen wären beide wohl Kandidaten für ein Ausscheiden in Q1 gewesen. "Wir müssen mit P11 zufrieden sein", sagt Gasly daher.

"Natürlich können wir mit so einer Performance nicht komplett glücklich sein", gesteht er. Aber man habe vorher gewusst, dass es in Silverstone schwer werden würde. "Ich mache heute Abend einen Regentanz", kündigt er an.

Denn im Trockenen dürfte es morgen schwer werden, in die Punkte zu fahren. Technikchef Jody Egginton betont nämlich auch noch einmal, dass man im nassen Qualifying "etwas weiter vorne" gelandet sei, als es im Trockenen möglich gewesen wäre.

Stroll: Verkehr und keine Temperatur in den Reifen

Für Vettel lief es bereits schlecht, für Stroll aber noch einmal schlechter. Der Teamkollege wurde heute 20. und Letzter - und zwar mit 0,7 Sekunden Rückstand auf den Rest des Feldes. Was war da los?

"Am Ende der Session versuchten wir einen neuen Satz Intermediates, aber ich hatte eine furchtbare Outlap und steckte im Verkehr fest. Dadurch war es wirklich schwer, genug Temperatur in die Reifen zu bekommen", so Stroll.

Deswegen habe er am Ende keine vernünftige Rundenzeit setzen können. Selbstkritisch gibt sich Teamchef Mike Krack, der gesteht: "Der Job, den wir heute gemacht haben, war nicht gut genug." Lassen wir mal so stehen.

Hamilton: Timing hat nicht gepasst

Der Brite ist mit P5 nicht zufrieden, denn es wäre wohl mehr möglich gewesen. "Im Regen haben wir um die erste Reihe gekämpft", erklärt er. Doch in der vorletzten Runde habe das Team ihn dann angewiesen, vom Gas zu gehen.

"Ich wurde gebeten, vom Gas zu gehen und auf die letzte Runde zu warten. Aber dann hat es geregnet. Das war etwas unglücklich", erklärt er. Hintergrund: Er sollte zunächst vom Gas gehen, um unter anderem die Batterie für den letzten Schuss aufzuladen.

"Wir haben in der langsamen Runde zu viel Temperatur [in den Reifen] verloren", verrät er. Und damit hatte er dann keine Chance mehr auf ein besseres Ergebnis.

Das Wichtigste zum Samstag ...

... haben wir auch heute wieder in einer eigenen Fotostrecke zusammengefasst. Und nicht vergessen: Um 21:00 Uhr melden sich Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll mit ihrer großen Liveanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de!

Fotostrecke: Formel 1 2022 in Silverstone: Das Wichtigste zum Samstag Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Die wichtigsten Fakten zum Formel-1-Samstag in Silverstone: Wer schnell war, wer nicht und wer überrascht hat - alle Infos dazu in dieser Fotostrecke!

Schumacher: Lenkrad war völlig schief

Wir haben von Mick vorhin ja schon gehört, das sein Lenkrad schief war. Teamchef Günther Steiner bestätigt nun: "Am Auto von Mick war das Lenkrad ungefähr zehn Grad schief." Da fragt man sich schon, wie so etwas sein kann.

Teamkollege Magnussen habe währenddessen mit "zu viel Untersteuern" zu kämpfen gehabt. "Kevin konnte die Balance im Auto nicht finden", so Steiner. Der Däne selbst gesteht: "Wir hatten heute im Nassen einfach nicht die Pace."

Wieder einmal ein gebrauchter Tag für Haas. Immerhin: Viel schlimmer kann es morgen eigentlich nicht werden ...

Williams: Sonderlob für Latifi

"Es ist toll für Nicky", freut sich Teamchef Jost Capito nach dem ersten Q3-Einzug des Kanadiers bei 'Sky' und erklärt: "Das gibt ihm wirklich einen Boost. Die ersten Rennen waren schwierig für ihn, mit dem Auto zurechtzukommen."

Umso toller sei die heutige Leistung "unter den schwierigen Bedingungen", so Capito, für den es "schwer zu sagen" ist, was morgen von P10 aus möglich sein wird. "Ich glaube, da sind ein paar Autos hinter Nicky, die sind einfach schneller", sagt er realistisch.

Für Teamkollege Albon wird es von P16 aus noch einmal schwerer. Aber Punkte beim Heimrennen scheinen für Williams zumindest nicht komplett unmöglich zu sein.

Erste Ferrari-Pole seit zehn Jahren

Vor dem Qualifying haben wir schon kurz darüber gesprochen: Es ist die erste Pole in Silverstone für die Scuderia seit 2012! Kurios: Mit Alonso stand auch damals ein Spanier ganz vorne ...

Das Rennen beendete Alonso später "nur" auf P2. Das will Sainz morgen besser machen. "Die Pace war am ganzen Wochenende da - mit Ausnahme von FT3, als wir einige Probleme hatten", berichtet er.

Diese habe man aber gelöst, und wenn die FT2-Pace der Maßstab für das Rennen sei, dann sei man in einer "guten Position", so Sainz. "Ich bin mir sicher, dass Max und Charles viel Druck machen werden", erklärt er.

Mal schauen, ob er diesem morgen standhalten kann. Für Ferrari wäre es dann der erste Silverstone-Sieg seit 2018.

Marko: "Wir waren so dominant"

In diesem Zusammenhang ärgert sich auch der Österreicher über die verpasste Pole. "Gelbe Flagge, wir mussten vom Gas geben. Und das hat im dritten Sektor dann die Poleposition gekostet", bestätigt er bei 'Sky'.

"Wir waren so dominant und dann kommt sowas", zuckt er die Schultern. An der Rennpace für morgen zweifelt er nicht, aber: "Das Problem ist hier das Überholen", erklärt er.

"Wir sind [P]2 und [P]4, also von der Strategie und Taktik her lässt sich da einiges machen. Ich glaube, dass wir im Renntrimm wieder schneller sein werden", so Marko.

Verstappen: Gelbe Flagge hat Pole gekostet

Pikant: Der Leclerc-Fehler kostete nicht nur ihn selbst die Chance auf die Pole - sondern auch Verstappen! "In Q3 ist es immer eine kleine Lotterie", sagt der Niederländer und erklärt, dass er in seiner letzten Runde eine gelbe Flagge gehabt habe.

Und die kam eben von Leclerc. "Aber ich denke, es ist für uns trotzdem sehr gut, in der ersten Reihe zu stehen. Wir haben ein gutes Rennauto im Trockenen und im Nassen", gibt sich auch der Weltmeister optimistisch.

Im Hinblick auf morgen erklärt er: "Es geht nicht nur um die erste Runde, es geht ums [ganze] Rennen." Unter anderem werde das Reifenmanagement eine wichtige Rolle spielen. Er will daher beim Start nichts überstürzen.

Leclerc: Hatte die Pole nicht verdient

Der Monegasse sagt zwar, er freue sich für seinen Teamkollegen. "Er hat einen großartigen Job gemacht", lobt er. Mit seiner eigenen Leistung ist er nach dem Dreher in der letzten Runde aber natürlich nicht zufrieden.

"Ich wusste, dass es die Runde war, in der ich alles zusammenbringen musste - und das habe ich nicht. Daher hatte ich es nicht verdient, auf Pole zu stehen", so Leclerc, für den P3 aber trotzdem ein "guter" Startplatz ist.

"Ich denke, die Pace ist da", sagt er optimistisch und erklärt: "Wenn wir ein sauberes Rennen haben, dann sollte alles passen." Aber genau das war bei ihm und Ferrari zuletzt kaum der Fall ...

Sainz: So gut war die Runde gar nicht!

Der Spanier selbst berichtet nach seiner ersten Pole: "Es war eine gute Runde, aber ich hatte auf dem Intermediate eine Menge Probleme mit stehendem Wasser. Es stand eine Menge Wasser, selbst auf der Ideallinie."

Da habe man sehr schnell einen Fehler machen können. "Außerdem war es schwieriger, Temperatur für diese Bedingungen in den Intermediate zu bekommen." Deshalb war er mit seiner Runde auch gar nicht so zufrieden.

"Am Ende habe ich eine Runde zusammengebracht, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass sie so besonders war", gesteht Sainz, für den die Pole daher "eine kleine Überraschung" gewesen sei.

Die meisten Rennen bis zur ersten Pole

Lange genug hat es gedauert! Nach 149 Formel-1-Starts hat Sainz heute endlich seine erste Pole geholt. Damit hat er es in diese Top 10 geschafft:

Fotostrecke: Top 10: Die meisten Formel-1-Rennen bis zur ersten Pole Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Platz 10: Nick Heidfeld (91 Rennen - Europa 2005)

Buhrufe gegen Verstappen

Bei dem Top-3-Interviews nach dem Qualifying gibt es übrigens wieder laute Buhrufe gegen Verstappen. Nicht die feine englische Art. Kleiner Trost für die Fans: Mit Hamilton, Norris und Russell haben es drei britische Fahrer in die Top 8 geschafft.

Von so etwas können wir aus deutscher Sicht aktuell nur träumen ...

Vettel "schwer enttäuscht" nach Q1-Aus

Wieder ein enttäuschendes Qualifying für Vettel. Was war da los? "Ich glaube nicht, dass wir das gleiche Problem hatten wie in Kanada. Aber dass wir wieder so früh raus sind, ist natürlich sehr bitter und natürlich bin ich schwer enttäuscht", gesteht er bei 'Sky'.

"Wir haben einfach nicht den Speed", erklärt er und ergänzt: "Auch im Trockenen war es nicht so, dass wir geflogen sind. Also denke ich, wird es morgen ein schweres Rennen. Nichtsdestotrotz schauen wir, dass wir den Unterschied machen können."

"Vielleicht fällt uns was ein mit der Strategie oder wir können gut reagieren. Aber natürlich wird es schwer, wenn man so weit hinten steht", weiß er.

Q3: Erste Pole für Sainz!

Drama am Ende! Leclerc dreht sich und verspielt damit seine Polechance. Trotzdem Jubel bei Ferrari, denn Sainz schnappt sich seine erste Pole! Verstappen wird Zweiter vor Leclerc und Perez.

Hamilton verpasst die zweite Reihe als Fünfter knapp, P8 für Russell hinter Norris und Alonso ist eine kleine Enttäuschung. Hier im Ticker geht es gleich weiter mit den Stimmen zum Qualifying. Vorher wie gewohnt die Übersicht:

Bericht

Ergebnis

Startaufstellung

Q3: Dreher

Jetzt sind die Fahrer am Limit. Verstappen und Latifi haben sich bereits gedreht. Der Niederländer ist trotzdem Zweiter hinter Leclerc. Aktuell Dritter: Alonso! Schafft der Altmeister auch heute wieder eine Überraschung?

Noch fünf Minuten auf der Uhr.

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Q3: Intermediates

Jetzt gilt es, Q3 läuft! An den Reifen ändert sich nichts, wieder gehen die Fahrer auf Intermediates raus. In Kanada zockte Russell ja am Ende auf Slicks, aber so etwas werden wir heute sicher nicht sehen.

Zwölf Minuten sind auf der Uhr, jetzt geht es um die Pole!

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Schumacher: Problem am Auto

Der Deutsche erklärt sein Q1-Aus bei 'Sky' so: "Wir hatten ein Problem am Auto, was natürlich nicht gerade geholfen hat." Eigentlich sei das Auto im Nassen nämlich gut, aber er habe ziemliches Übersteuern gehabt.

Nach dem konkreten Problem gefragt erklärt er: "Wir wissen es gerade noch nicht ganz, aber das Lenkrad war recht weit nach links [gedreht], was natürlich nicht gerade schön ist, wenn man aus der Box herausfährt."

"Ich glaube, es ist ein kleiner Fehler, der halt große Auswirkungen hat in dem Fall. Müssen wir halt mehr aufholen im Rennen", zuckt er die Schultern. Wird von P19 aus natürlich nicht gerade leicht ...

Q2: Feierabend

Das war es, es konnte sich in der Tat keiner mehr verbessern. Die Strecke war am Ende einfach zu nass. Raus sind damit Gasly, Bottas, Tsunoda, Ricciardo und Ocon. Das heißt auch, dass Latifi es sogar in Q3 schafft! Zum ersten Mal in seiner Karriere.

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Q2: Regen wieder stärker

Damit dürfte klar sein, dass auch Q3 gleich im Nassen stattfinden wird. Die Frage ist, ob sich jetzt in Q2 beim stärker werdenden Regen noch jemand verbessern kann. Raus wären aktuell Gasly, Bottas, Tsunoda, Ricciardo und Ocon.

Noch sechs Minuten auf der Uhr.

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Q2: Intermediates

Der Regen hat nachgelassen, aber auch im zweiten Abschnitt sehen wir weiter alle Fahrer auf Intermediates. Aktuell schaut es nicht danach aus, dass wir heute noch einmal Slicks sehen werden.

Auch in Q2 fliegen jetzt wieder die fünf langsamsten Fahrer raus.

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Q1: Deutsche Enttäuschung

Das war nix: Vettel und Schumacher scheiden auf P18 und P19 aus. Noch langsamer war nur Stroll. Autsch. Ebenfalls raus sind Albon und Magnussen. Damit schafft Latifi erstmals in diesem Jahr den Sprung in Q2!

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Q1: Intermediates

Der Vollständigkeit halber: Alle Fahrer sind auf Intermediates unterwegs. Raus wären aktuell Stroll, Vettel, Tsunoda, Ricciardo und Schumacher. Aber das ändert sich hier alle paar Sekunden, weil die Zeiten immer schneller werden. Hat also noch nicht viel zu sagen.

Noch fünf Minuten auf der Uhr.

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