Ungarn in der Analyse: Nächstes Debakel für Ferrari

Formel-1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Verstappen gewinnt nach toller Aufholjagd +++ Debakel: Ferrari verpasst Podium +++ Beide Mercedes-Fahrer auf dem Podest +++

Ungarn in der Analyse: Nächstes Debakel für Ferrari

Bericht

Status: Beendet

Das Rennen in der Analyse

Wir drehen unseren Ticker an dieser Stelle damit auch erst einmal zu. Aber keine Sorge: Schon morgen früh sind wir wieder mit einer neuen Ausgabe für euch am Start, um die weiteren Themen aus Budapest aufzuarbeiten.

Zum Abschluss folgt noch einmal der Hinweis auf unsere große Videoanalyse zum Ungarn-GP, in der Kevin Scheuren und unser Chefredakteur Christian Nimmervoll das Rennen aus allen Blickwinkeln beleuchten.

Die Analyse wird demnächst auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de veröffentlicht. Viel Spaß damit und bis morgen!

Perez: Kostete das VSC ein Podium?

Der Mexikaner landete auf P5, was recht unspektakulär klingt. Tatsächlich war sein letzter Stint aber ziemlich stark! "Gegen Ende hatten wir eine ziemlich gute Pace, vor allem bei diesem kalten Wetter", berichtet er.

"Leider habe ich das Podium verpasst", so Perez, dem am Ende tatsächlich nur gut drei Sekunden auf P3 fehlten. "Ich denke, ohne das VSC [kurz vor Ende] wäre es viel enger geworden", so der Mexikaner.

Unterm Strich sei sein Rennen aber "gut" gewesen. Immerhin ging es ja auch von P11 auf P5 nach vorne und auf Verstappen fehlten am Ende nur 16 Sekunden.

Den Dreher von Verstappen ...

... gibt es hier noch einmal im Video. Ich bin ja schon gespannt, wie der morgen bei unserer internen Notenkonferenz diskutiert wird ;-) Nicht vergessen: Auch ihr habt noch die Chance, die Fahrer für ihre Leistung an diesem Wochenende zu bewerten!

Alonso: Nicht sauer auf Ocon

Der Spanier geriet heute gleich zweimal mit seinem Teamkollegen aneinander. Zunächst beim Start, später dann noch einmal nach seinem Boxenstopp. Auf die Frage, ob es nun eine Aussprache brauche, antwortet er jedoch: "Das denke ich nicht."

"Wir hatten nie einen [Unfall], und wir werden auch nie einen haben", ist er sich sicher und betont, dass man eben "hart" gegeneinander gefahren sei. Allerdings gebe man sich dabei immer "ein Prozent Luft", um nicht zu kollidieren.

Er sei beim Start zwar "etwas überrascht" von Ocons harter Verteidigung gewesen. Aber: "Manchmal mache ich das auch, manchmal macht er es oder irgendein anderes Team", so Alonso. Ein Problem gebe es deswegen nicht.

Horner: Fast eine Nullnummer für Verstappen

Wir haben vor dem Rennen ja bereits von Helmut Marko gehört, dass Red Bull rückblickend betrachtet Glück gehabt habe, dass Verstappens Motor gestern und nicht heute kaputtgegangen sei. Das bestätigt Teamchef Christian Horner nun.

Wenn der Motor auch nur zwölf Kilometer länger durchgehalten hätte, "dann wäre er [heute] auf dem Weg in die Startaufstellung kaputtgegangen", berichtet er. Deswegen müsse man sogar "dankbar" sein, dass es gestern passiert sei.

"Daher haben wir uns entschieden, die ganze Powerunit zu tauschen", so Horner. Als "Vorsichtsmaßnahme" habe man auch bei Perez gewechselt. Die gute Nachricht: Der Verstappen-Motor sei noch nicht verloren und könne repariert werden.

Mehr Glück im Unglück geht wohl kaum!

Das Duell zwischen Leclerc und Russell ...

... gibt es hier noch einmal im Video. Zu diesem Zeitpunkt sah es noch danach aus, dass der Monegasse das Rennen gewinnen würde. "Das heutige Ergebnis ist nicht zufriedenstellend", stellt Teamchef Mattia Binotto daher klar.

"Wir haben insgesamt nicht gut performt. Das Auto konnte die Pace vom Freitag nicht reproduzieren", so der Teamchef, der ankündigt: "In den kommenden Tagen wird es unsere oberste Priorität sein, jeden Aspekt des Rennens zu analysieren."

Damit dürfte man ordentlich beschäftigt sein ...

Apropos Zhou ...

Übrigens: Der Chinese hat für das Duell mit Schumacher dieses Mal keine Strafe bekommen. Das wollen wir natürlich noch auflösen. Erklärung: Er habe sich beim Verlassen der Strecke keinen nachhaltigen Vorteil verschafft.

Auf das Ergebnis hätte eine Strafe aber sowieso keine echte Auswirkung gehabt, weil beide außerhalb der Punkte gelandet waren. Hier die komplette Begründung der Stewards im Wortlaut:

"The Stewards reviewed the video evidence and determined that while ZHO left the track, he did not gain a lasting advantage from doing so. On the last lap of the race ZHO, who was on better tyres, had been following MSC while attempting to overtake."

"At turn 13 ZHO attempted an overtake of MSC on the outside. While a significant portion of this car was alongside MSC, he was slightly behind at the apex. MSC opened his steering leaving no room for ZHO on the outside as a result of which ZHO left the track to avoid a collision."

"Having left the track, he then fell in behind MSC at the entry to turn 14. MSC took a line through turn 14 on the dirty side of the track which left ZHO room to overtake MSC on the inside and ZHO legitimately took that opportunity."

Auch Alfa Romeo wieder ohne Punkte

Nicht nur AlphaTauris schwarze Serie geht weiter: Auch Alfa Romeo blieb in Ungarn inzwischen schon zum vierten Mal in Folge ohne Zähler. "Es war heute wieder ein schwieriger Tag, ein bisschen wie in Frankreich", berichtet Bottas.

Der Finne sah die Zielflagge am Ende nicht, lag aber sowieso nicht in den Punkten. "Wir haben uns auf eine Einstoppstrategie festgelegt, und es war schwierig, da wieder rauszukommen", so Bottas, der ebenfalls Probleme mit den harten Reifen hatte.

Zu seinem Ausfall sagt er: "Ich verlor einfach Leistung. Die Details kennen wir noch nicht." Teamkollege Zhou wurde 13. und berichtet, dass der Einstopper auch bei ihm nicht funktioniert habe.

"Wir mussten einen zusätzlichen [Boxenstopp] einlegen, der mich ans Ende des Feldes warf. Es war ziemlich frustrierend", so der Rookie. Mehr als Schadensbegrenzung war P13 am Ende dann nicht mehr.

Alonso: An der Strategie lag es nicht

Wo wir die Alpines eben schon erwähnt haben: Ähnlich wie bei Ferrari glaubt auch Alonso nicht, dass der harte Reifen das Rennen gekostet hat. "Ich denke, wir waren zu langsam. Das ist das Problem", zuckt er die Schultern.

"Ich denke nicht, dass eine Einstoppstrategie schlechter war", sagt er und erklärt: "Unsere Pace war nicht so gut wie gestern. Ich weiß nicht, ob es an den Bedingungen oder dem Wind oder der Temperatur lag."

"Wir schienen mit beiden Mischungen Probleme zu haben", stellt er klar und betont: "Wir müssen mit diesem Ergebnis zufrieden sein." Auch wenn die Erwartungen nach P5 und P6 in der Startaufstellung "höher" gewesen seien.

Das Manöver des Tages ...

... zeigte heute Ricciardo! "Ich konnte ein schönes Doppelmanöver gegen die Alpines zeigen. Das hat Spaß gemacht", so der Australier, der sonst aber nicht viel Grund zur Freude hatte. P15 nur für ihn und eine Strafe nach dem Crash mit Stroll.

"Wir hatten einfach keinen Grip", schildert er die Szene aus seiner Sicht und erklärt: "Ich versuchte, den Kontakt zu vermeiden. Aber ich konnte es nicht und traf ihn leider, drehte ihn um und bekam eine Strafe. Und das war es dann."

"Der harte Reifen funktionierte für uns nicht. Ich bekam ihn einfach nie wirklich zum Arbeiten", berichtet er. Nach zuletzt zwei Top-10-Ergebnissen in Folge wieder ein Rückschlag für ihn.

Aber zumindest bleibt dieses Manöver:

Wolff: Startreifen hat Ferrari möglichen Sieg gekostet

Der Mercedes-Teamchef wird in seiner Medienrunde ebenfalls auf die Ferrari-Strategie angesprochen. Er betont, er wolle sich eigentlich nicht dazu äußern, weil er niemanden kritisieren wolle.

"Ich kenne die Gründe nicht, warum sie den Medium losgeworden sind oder den weichen Reifen heute beim Start nicht verwendet haben. Aber das hat [Leclerc] den Sieg gekostet", glaubt Wolff.

"Ich denke, dass Ferrari heute schnell war. Aber sie konnten es nicht umsetzen", so Wolff, der jedoch niemanden kritisieren möchte.

Norris: Mehr war nicht drin

"Zufrieden" ist derweil der McLaren-Pilot, der als Siebter "Best of the Rest" war - wieder einmal. "Natürlich hätten wir uns nach gestern alle etwas mehr gewünscht. Aber wir hatten heute einfach nicht die Pace", berichtet er.

Norris war von P4 ins Rennen gegangen, musste aber Hamilton und die Red Bulls durchlassen, die hinter ihm gestartet waren. "Wir haben gestern einfach einen extrem guten Job gemacht", erklärt er.

Realistisch gesehen sei P7 daher heute "das Maximum" gewesen. Für mehr hätte einer der Topfahrer ausfallen müssen. Aber diesen Gefallen taten die drei Topteams McLaren dieses Mal nicht.

AlphaTauri schon wieder ohne Punkte

Die schwarze Serie geht weiter: Auch im fünften Rennen in Folge blieben die Jungbullen ohne Zähler. Das war bei Gasly keine Überraschung, weil der Franzose aus der Boxengasse starten musste. Mit P12 sei er daher "zufrieden", betont er selbst.

Anders sieht es bei Tsunoda aus, der von P16 startete, sich unter anderem einmal drehte, 19. wurde und von einem "wirklich schwierigen Tag" spricht. Der Japaner berichtet, er habe die ganze Zeit Probleme mit dem Auto und quasi kein Rennen gehabt.

"Ich hatte absolut keinen Grip", zuckt er die Schultern und erklärt: "Es war sehr schwierig, [das Auto] auf der Strecke zu halten." Das zeigte sich bei seinem Dreher. Nach der Sommerpause soll es nun einen Neuanfang geben.

Leclerc widerspricht Binotto

Spannend: Der Monegasse selbst ist nicht der Meinung, dass Ferrari heute generell zu langsam gewesen sei. "Ich denke, die Pace auf dem Medium war heute sehr gut", stellt Leclerc klar.

"Aber dann haben wir auf dem harten Reifen all die Pace verloren", sagt er und erklärt: "Wir haben einen Stopp mehr als alle anderen gemacht und 20 Sekunden verloren - plus die fünf oder sechs Runden auf dem Hard."

Denn auf dem harten Reifen habe er zusätzlich noch einmal "eine Sekunde pro Runde" eingebüßt. Wo er mit einer anderen/besseren Strategie gelandet wäre? Wir werden es leider nie mehr erfahren ...

Binotto: Hätten sowieso nicht gewinnen können

In seiner Medienrunde hat der Ferrari-Teamchef noch einmal betont, dass sein Team heute auch mit einer anderen Strategie keine Chance auf den Sieg gehabt hätte. Es habe nämlich einfach "Speed und Pace" gefehlt.

"Ich denke nicht, dass wir heute hätten gewinnen können", stellt er klar. Gleichzeitig gibt er aber auch zu, dass es "nicht die richtige" Entscheidung gewesen sei, bei Leclerc auf die harten Reifen zu setzen.

Denn selbst wenn der Monegasse vielleicht nicht gewonnen hätte, wäre er mit einer anderen Strategie zumindest einige Plätze weiter vorne gelandet ...

Hamilton: Rennen im ersten Stint verloren?

"Ich glaube, wir haben das Rennen im ersten Stint verloren auf den Medium-Reifen", berichtet der Rekordchamp und erklärt: "Wir wären [mit einem Start auf Soft] definitiv näher an Max drangewesen."

"Allerdings waren der zweite und der dritte Stint wirklich grandios", betont er auch und stellt noch einmal klar: "Wir hatten an diesem Wochenende das Potenzial für den Sieg. George ist auf die Poleposition gefahren."

"Wenn wir beide da vorne gewesen wären, hätten wir etwas besser als Team zusammenarbeiten können. Wir hätten uns bei der Strategie unterstützen können", so Hamilton, der weiter mit dem Qualifying hadert.

"Hätten wir den Startplatz gehabt, den wir eigentlich hätten erreichen können, dann wären wir weitaus besser aufgestellt gewesen, um Max zu attackieren", so der Mercedes-Pilot.

Williams: Rennen nach Runde 1 gelaufen

Noch schlimmer lief es für Williams. Kurios: Gleich beide Fahrer handelten sich in der ersten Runde bei einer Berührung mit einem Aston Martin einen Schaden ein! Albon im Duell mit Stroll, Latifi im Kampf mit Vettel.

"Das Rennen war okay", berichtet Albon, der wie Magnussen an die Box beordert wurde. Doch eine Chance auf ein gutes Ergebnis hatte er nicht mehr. Ähnlich ging es dem Teamkollegen. Der musste zwar nicht so früh stoppen.

Doch Latifi berichtet, dass der Schaden ihn ebenfalls zurückgeworfen habe. Dazu hatten beide Fahrer mit einem hohen Reifenabbau zu kämpfen, und Latifi ergänzt: "Die Balance war durch den Wind sehr knifflig."

P17 und P18 am Ende für Williams - und damit das schlechteste Saisonergebnis 2022.

Magnussen ärgert sich wieder über FIA

Das kennen wir aus Kanada noch! Auch damals hatte der Däne kein Verständnis dafür, dass die FIA ihn zum Boxenstopp zwang, weil sein Flügel beschädigt war. Heute das gleiche Spielchen. Das habe sein Rennen nämlich wieder "massiv" beeinträchtigt.

"Ich hatte beim Start einen leichten Kontakt mit einem McLaren. Den konnte ich nicht vermeiden, und so schlimm war es nicht", berichtet er. Er sei daher "überrascht" gewesen, dass er an die Box kommen musste.

Auch Günther Steiner ärgert sich über die Entscheidung, "die unserer Meinung nach ein Fehler der FIA war." Der Teamchef stellt klar, es wäre "sicher" gewesen, mit dem Flügel weiterzufahren. "So haben wir eine halbe Runde verloren", ärgert er sich.

Damit sei das Rennen dann schon vorbei gewesen.

Binotto: Lag nicht nur am Reifen

Der Ferrari-Teamchef betont, dass man das Rennen heute nicht durch die Strategie verloren habe. "Wir hatten heute definitiv nicht die Performance, die wir erwartet hatten", sagt er bei 'Sky'.

"Egal welchen Reifen wir hatten, ob Soft, Medium oder Hard, die Performance unseres Autos war nicht wie erwartet", stellt er klar und erklärt: "Vielleicht waren es die Bedingungen, denn es war deutlich kühler als am Freitag."

"Das Auto lief heute nicht gut. Das ist das erste Mal in 13 Rennen, das es nicht so gut war wie erhofft", sagt er und erklärt, die harten Reifen hätten deshalb nicht so wie erwartet funktioniert, weil "das Auto nicht wie erwartet funktioniert hat."

"Aber wir werden das analysieren und unsere Schlüsse ziehen", kündigt er an. Davor ist ja nun ein Monat Zeit ...

Schumacher: Strategie hat nicht funktioniert

Auch bei Haas griff man mit dem harten Reifen ins Klo. Schumacher berichtet bei 'Sky', der geplante Einstopper habe "im Endeffekt doch nicht so ganz funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben."

"Der [harte Reifen] hat für uns nicht funktioniert heute, speziell die Hinterreifen", berichtet er und erklärt: "Der Medium hat einfach so viel besser funktioniert. Dementsprechend [haben wir] recht viel Zeit verloren nach einem guten Start."

Letztendlich sei der Tag einfach "schwierig" gewesen. P14 am Ende für ihn und damit keine Punkte.

Sainz: Hätte ein leichter Doppelsieg werden sollen!

Der Spanier versteht nicht, was heute passiert ist. Denn nach der Pace am Freitag "hätte es ein lockerer Doppelsieg werden sollen", sagt er. Stattdessen sei jede Runde ein Kampf gewesen und er habe "keine Balance im Auto" gehabt.

"Ich konnte nicht pushen, weil ich den Vorderreifen öffnete. Ich hatte wirklich große Probleme mit dem Auto", berichtet er und gesteht: "Ich bin nicht überrascht, dass ich auf P4 gelandet bin, denn das Gefühl im Auto war ziemlich schlecht."

Zudem seien "zwei schlechte Boxenstopps" für sein Ergebnis verantwortlich gewesen. "Besonders der erste, bei dem wir George hätten overcutten können", sagt er. Das habe ihn "vermutlich die Führung gekostet."

"Und dann wäre alles leichter geworden, weil man nicht die Dirty-Air hat", erklärt er. Alles in allem also ein Tag zum Vergessen.

Vettel: VSC kostete P9

Ein ganz besonderes Wochenende endet für den viermaligen Weltmeister mit einem Punkt. Er berichtet: "Ich hatte einen guten Freitag. Der Samstag lief nicht so in meine Richtung. Ich war nicht zufrieden. Heute fühlte es sich viel besser an."

"Wir haben im Rennen zurückgeschlagen. Unsere Strategie ging auf. Damit bin ich zufrieden", berichtet er und erklärt: "Hätten wir am Samstag einen besseren Tag gehabt, dann hätten wir sogar auf Platz acht fahren können."

Denn die Alpines seien "auf ihrer Einstopp-Strategie doch ein bisschen verwundbar" gewesen. "Deswegen ist es ein bisschen schade, aber insgesamt war es okay. Es war nicht perfekt, aber ziemlich gut und unterhaltsam", resümiert er.

Zudem verrät er: "Das virtuelle Safety-Car hat uns ein bisschen eingebremst. Ich war dicht dran an Esteban [Ocon], hätte noch eine Kurve gebraucht. Aber die habe ich nicht gekriegt."

Das Wichtigste zum Sonntag ...

... haben wir auch heute wieder in einer eigenen Fotostrecke zusammengefasst. Der schnellste Weg, um sich nach dem Ungarn-GP auf den aktuellen Stand zu bringen!

Und noch einmal zur Erinnerung: Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll werden sich auch heute mit einer Tagesanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de melden.

Leider findet diese wegen der schlechten Datenleitung in Budapest aber erneut nicht live statt. Also nicht wundern, dass ihr aktuell noch keinen Stream findet.

Die Analyse kommt später, versprochen! An diesem Wochenende nur anders als sonst eben nicht live.

Fotostrecke: Formel 1 2022 in Budapest: Das Wichtigste zum Sonntag Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Die wichtigsten Fakten zum Formel-1-Sonntag bei Budapest: Wer schnell war, wer nicht und wer überrascht hat - alle Infos dazu in dieser Fotostrecke!

Russell: Reifen verloren Temperatur

Und noch einmal die Silberpfeile. "Wir machen definitiv Fortschritte", bestätigt auch Russell, der berichtet: "Es war ein guter erster Stint. Als gegen Ende auf den Mediums dann der Regen einsetzte, hatte ich große Probleme und verlor etwas Temperatur."

So fiel er dann sogar noch hinter den Teamkollegen zurück. Trotzdem habe das Team einen "großartigen Job" gemacht und er sei zufrieden mit einem Podium. Auf den ersten Sieg muss er allerdings weiter warten ...

Wolff: Müssen darauf aufbauen

Wir bleiben eben bei Mercedes. Teamchef Toto Wolff ist zufrieden und erklärt bei 'Sky': "Wieder ein Zweiter/Dritter und diesmal auch wirklich auf der Bahn ausgefahren. Das war die Pace und jetzt müssen wir darauf aufbauen."

Auch er glaubt, dass Hamilton bei einem besseren Qualifying um den Sieg hätte kämpfen können. "[Verstappen] hat das auch sicher vorne gemanagt, da gab es [am Ende] keinen Grund mehr, Gas zu geben", weiß er.

Trotzdem grübelt er: "Wer weiß, was gewesen wäre, wäre er vorne gestartet. Ich glaube schon, dass wir Max etwas entgegenhalten hätten können ..."

Hamilton: Der Sieg wäre drin gewesen

Der Brite sagt nach P2: "Mit einem etwas besseren Qualifying gestern, wenn das DRS okay gewesen wäre, hätten wir um den Sieg mitkämpfen können." Die kühleren Temperaturen hätten Mercedes heute definitiv in die Karten gespielt.

Den Grund dafür kenne er zwar nicht. "Aber ich bin dankbar dafür", sagt er und erklärt: "Ich hatte am Ende auf Regen gehofft, damit ich Max herausfordern kann. Aber uns sind die Runden ausgegangen."

Mit P2 ist er trotzdem zufrieden. "Die anderen Kerle haben noch immer einen Vorteil. Aber wir schließen die Lücke eindeutig", ist er sich sicher und erklärt, er hoffe darauf, nach der Sommerpause wieder ganz vorne kämpfen zu können.

Kritik an Ferrari-Strategie

Apropos: Die Scuderia bekommt von den Experten eine Menge Kritik dafür, dass man Leclerc die harten Reifen gab. Karun Chandhok erklärt bei 'Sky', man hätte es wie Mercedes bei Hamilton machen und den Stint verlängern sollen.

Dann hätte man ihn ganz am Ende auf Softs setzen können. Ein Plan, der bei Hamilton aufging. Johnny Herbert erklärt ebenfalls bei 'Sky', dass man bereits früh im Rennen bei den Alpines gesehen habe, dass der harte Reifen nicht funktioniert.

"Warum haben sie sich das nicht angesehen?", wundert er sich über Ferrari. "Ich verstehe es wirklich nicht", zuckt Herbert die Schultern und kritisiert: "Es war die dümmste Entscheidung."

Verstappen: Was war beim Dreher los?

"Es war ein verrücktes Rennen", lacht der Sieger, der "eine Menge Spaß" gehabt habe - und am Ende trotz eines Drehers gewinnen konnte! "Ich hatte ein paar Probleme mit den Gangwechseln und der Kupplung", erklärt er.

"Wir mussten ein paar Sachen ändern, um die Kupplung nicht zu verbrennen. Das hat etwas Performance gekostet. Und ich glaube, das hat mich am Ausgang der Kurve überrascht", berichtet der Weltmeister.

"Wir hatten eine wirklich gute Strategie", freut er sich davon abgesehen. Das kann man vor allem von Ferrari heute nicht behaupten ...

Untersuchung

Apropos Schumacher: Aktuell läuft noch eine Untersuchung gegen Zhou, der sich außerhalb der Strecke einen Vorteil gegen den Deutschen verschafft haben soll. Könnte noch eine Strafe geben.

Zur Erinnerung: Zhou hatte sich bereits in Frankreich eine Strafe eingehandelt, weil er Schumacher abgeräumt hatte ...

Offizieller Fahrer des Tages ...

... ist der Niederländer übrigens auch geworden. Kein Wunder nach dieser Aufholjagd! Aus deutscher Sicht erfreulich: Vettel hat als Zehnter noch einen Punkt mitgenommen. Schumacher hat als 14. immerhin seinen Teamkollegen geschlagen.

Eine tolle Aufholjagd ...

... hat Verstappen heute gezeigt. In diese Fotostrecke schafft er es damit aber nicht! Übrigens: Bei uns habt ihr natürlich wieder die Möglichkeit, die 20 Piloten für ihre Leistung zu bewerten. Wer waren eurer Meinung nach die besten Fahrer in Ungarn?

Hier geht es zu Abstimmung!

Fotostrecke: Die größten Aufholjagden der Formel-1-Geschichte LAT

Foto: LAT

Alan Jones - Startplatz 14 (Österreich 1977)

Verstappen gewinnt!

Das Rennen wurde am Ende noch einmal freigegeben, aber Veränderungen hat es nicht mehr gegeben. Verstappen gewinnt also vor den Mercedes-Fahrern, Sainz, Perez und Pechvogel Leclerc. Norris wird als Siebter "Best of the Rest".

Hier im Ticker geht es gleich weiter mit den Stimmen zum Rennen. Hier zunächst die Übersicht:

Bericht

Ergebnis

WM-Stand

VSC

Das könnte es jetzt schon gewesen sein. Bottas rollt aus, womöglich wieder ein Problem mit dem Ferrari-Motor. Das VSC kommt, damit das Auto weggeschafft werden kann. Die vorletzte Runde läuft bereits. Vermutlich war es das.

Alle aktuellen Informationen im Session-Liveticker abrufen!

Hamilton P2

Damit dürfte das Feld sortiert sein. Hamilton überholt seinen Teamkollegen für P2. Wenn es jetzt nicht mehr regnet, dann dürfte es in dieser Reihenfolge ins Ziel gehen. Leclerc steckt weiter fest und kommt auch nicht wirklich an Perez heran.

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Hamilton P3

Jetzt verliert Ferrari auch noch den zweiten Podestplatz! Hamilton überholt Sainz auf den etwas frischeren Reifen. Der Rekordchampion ist hier sogar noch auf dem Weg zu P2. Und Leclerc hängt weiter auf P6 fest ...

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Schlussphase

Die letzten zehn Runden laufen. Verstappen führt knapp zehn Sekunden vor Russell, der langsam aber Druck von Sainz und Hamilton bekommt. Wird noch ein spannender Kampf um P2! Leclerc wird maximal Perez für P5 noch überholen.

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Russell P2

Mit dem ersten Sieg wird es wohl nicht klappen, aber der Mercedes-Pilot schnappt sich zumindest P2 von Leclerc. Der Monegasse ist chancenlos. Ferrari zieht die Notbremse und holt ihn noch einmal rein. Er wechselt auf Soft - und fällt auf P6 zurück.

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Feld sortiert

Hamilton kommt und damit können vorne jetzt alle durchfahren. Wenig überraschend wechselt auch er auf Soft. Damit ist das Feld sortiert. Verstappen führt vor Leclerc, Russell, Sainz, Hamilton und Perez.

Russell macht Druck auf Leclerc. Der Monegasse hat vorne als einziger Fahrer die harten Reifen.

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Strafe

Das ging schnell: Fünf-Sekunden-Strafe für Ricciardo. Keine Überraschung. Hamilton fährt noch immer, aber er muss noch einmal stoppen. Und im aktuellen Tempo wird ihn Verstappen gleich auf der Strecke noch überholen. Die letzten 20 Runden laufen.

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Sainz auf Soft

Das war absehbar: Weil die harten Reifen gar nicht gehen, wechselt Sainz auf weiche Pneus. Hamilton führt, aber er muss noch einmal kommen. Er wird jetzt gleich wohl ebenfalls auf weich gehen.

Weiter hinten gibt es eine Berührung zwischen Ricciardo und Stroll. Eine Untersuchung läuft, dem Australier droht Ärger.

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