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1. September 1985: Wie Stefan Bellof mit 27 Jahren verunglückte

Zum Todestag von Stefan Bellof: Seine verhängnisvolle Kollision mit Jacky Ickx und die Frage, wie seine Karriere hätte weiter verlaufen können

1. September 1985: Der tödliche Unfall von Stefan Bellof in Spa

Stefan Bellof in der Motorsport-Saison 1985

Foto: Getty Images

Nur drei Wochen nach dem tödlichen Unfall von Manfred Winkelhock ereignete sich am 1. September 1985 ein weiterer tragischer Unfall: Stefan Bellof kam bei einem Sportwagen-Rennen in Spa-Francorchamps ums Leben. Er wurde nur 27 Jahre alt. (Porträt Stefan Bellof: Ein Leben im Grenzbereich)

Ihm wurde ein Zwischenfall in einer der berühmtesten Passagen im Motorsport zum Verhängnis: Beim Versuch, seinen Markenkollegen Jacky Ickx in einem weiteren Porsche zu überholen und die Führung zu übernehmen, kam es in der legendären Senke "Eau Rouge" mit geschätzt 250 km/h zur Kollision.

Ickx kam mit dem Schrecken und leichten Verletzungen davon: Sein Rennauto drehte sich mehrfach und schlug schließlich mit dem Heck voran in die Streckenbegrenzung ein.

Bellof hatte weniger Glück: Sein Fahrzeug schoss fast geradeaus in die Leitplanken und in den dahinterliegenden Erdwall. Der Unfall zerstörte den kompletten Vorderbau des Fahrzeugs und verletzte Bellof schwer. Erst nach rund einer Stunde konnten die Helfer ihn aus dem Wrack befreien.

Im Krankenhaus stellten die Ärzte später seinen Tod fest: Herzstillstand.

Der Unfallhergang wird bis heute diskutiert

Der Unfallhergang wird jedoch bis heute kontrovers diskutiert: War Bellof beim Überholversuch gegen Ickx zu übermütig? Hat Ickx seinem Gegner in der Anfahrt zur "Eau Rouge" zu wenig Platz gelassen? Oder war es einfach nur ein klassischer, wenn auch tragischer Rennunfall?

Stefan Bellof im Porsche-Sportwagen

Stefan Bellof im Porsche-Sportwagen

Foto: LAT

Jahre später sagte der inzwischen verstorbene Jochen Mass in einer NDR-Dokumentation: "Stefan glaubte, er könnte Ickx dort überholen. Wäre ja auch zu schön gewesen, Jacky Ickx unten in der Eau Rouge zu überholen. Da hätte jeder gesagt: [Er ist] der Größte! Aber das sind so Sachen, die gehen sich nicht immer aus - da überholt man nicht."

Hans-Joachim "Striezel" Stuck vertrat in der gleichen Sendung einen anderen Standpunkt und sagte: "Stefan war in der Eau Rouge so viel schneller wie Jacky Ickx. Er hat es einfach probiert. Das versteht man auch. Ich kann mir vorstellen, dass sich Ickx das nicht bieten lassen wollte und die Tür zugemacht hat - und dann kam es zu dem fatalen Unfall."

Das Vermächtnis von Stefan Bellof

Eine endgültige Antwort auf die Frage nach der Unfallursache gibt es nicht - auch nicht auf die Frage, was Bellof noch hätte erreichen können.

Klar ist: Bellof galt als eines der größten Motorsport-Talente in Deutschland. 1985 bestritt er seine zweite Saison in der Formel 1, nachdem er 1984 im Porsche Sportwagen-Weltmeister geworden war - in einem Parallelprogramm zur Formel 1. Und die Weichen für 1986 waren schon gestellt: Bellof hatte einen Vertrag bei Ferrari unterschrieben - zehn Jahre vor Michael Schumacher.

Hätte er das Motorsport-Märchen schreiben können, das eineinhalb Jahrzehnte später Schumacher schrieb? Viele trauen es Bellof zu. Martin Brundle als Bellofs Formel-1-Teamkollege bei Tyrrell sagte einmal: "Stefan war von Natur aus schneller als Ayrton Senna. Sein Mut war grenzenlos. Jemanden wie ihn habe ich nie zuvor gesehen."

Auch der dreimalige Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart sprach im Spiegel ehrfürchtig von Bellof - als "das größte Talent, das mir je begegnet ist". Und der langjährige Rennleiter-Stellvertreter Herbie Blash nannte Bellof einst "eine Kreuzung aus Michael Schumacher und Gilles Villeneuve".

Doch der 1. September 1985 ließ einen Stern verlöschen, der noch nicht einmal ganz aufgegangen war - im "schwarzen Sommer" für den deutschen Motorsport kurz nach dem Tod von Winkelhock.

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