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Foto: circuitpics.de circuitpics.de

Lance Stroll wird beim Formel-1-Grand-Prix von Australien trotz einer verpassten Qualifying-Teilnahme am Rennen teilnehmen dürfen. Die FIA-Kommissars gaben dem Aston-Martin-Piloten eine Sondergenehmigung, obwohl er keine Zeit innerhalb der 107-Prozent-Regel gesetzt hatte.

Die Entscheidung fiel nach einer ausführlichen Prüfung mehrerer Faktoren - darunter die Performance des Autos, Strolls Erfahrung sowie technische Probleme am Aston Martin.

FIA erlaubt Start trotz fehlender Qualifying-Zeit

Grundsätzlich dürfen Fahrer im Qualifying nicht mehr als 107 Prozent der schnellsten Q1-Zeit benötigen, um automatisch für das Rennen qualifiziert zu sein. Stroll hatte jedoch gar keine Zeit gesetzt, weil er am Qualifying nicht teilnehmen konnte. Und tatsächlich lagen Strolls gefahrene Rundenzeiten in den Freien Trainings über der 107-Prozent-Marke.

Die FIA-Kommissars können in solchen Fällen trotzdem eine Startgenehmigung erteilen, wenn besondere Umstände vorliegen. Genau darauf berief sich Aston Martin in seinem Antrag.

Ein zentrales Argument: Teamkollege Fernando Alonso hatte im identischen Auto gezeigt, dass der AMR26 grundsätzlich schnell genug für die Qualifikation war. Außerdem verwies das Team auf Strolls Erfahrung.

Der Kanadier hat seit seinem Debüt 2017 bereits 178 Grands Prix bestritten und insgesamt 325 WM-Punkte gesammelt - inklusive Podiumsplätzen und einer Poleposition. Auch in Melbourne kennt er sich bestens aus: Siebenmal startete er bereits beim Australien-Grand-Prix, mit Platz vier im Jahr 2023 als bestem Ergebnis.

Darüber hinaus absolvierte Stroll in dieser Saison bereits 859 Kilometer im AMR26. Für die Stewards waren diese Punkte "überzeugend genug", um eine Ausnahme zu erlauben.

Technische Probleme verhindern Qualifying-Start

Der eigentliche Grund für Strolls verpasste Qualifying-Teilnahme lag in einem technischen Defekt. Am Aston Martin wurde eine beschädigte Ölleitung entdeckt, weshalb das Team vorsichtshalber entschied, das Auto nicht auf die Strecke zu schicken.

Zuvor hatte der Rennstall bereits mit Problemen an der Honda-Powerunit zu kämpfen gehabt. Laut Teamchef Adrian Newey war schlicht nicht genug Zeit geblieben, um das Auto rechtzeitig für das Qualifying wieder aufzubauen.

"Lance hatte heute Pech mit einem ICE-Problem, das sein Auto während des Trainings in der Garage hielt", erklärt Newey. Nachdem die Schwierigkeiten behoben waren, reichte die Zeit nicht mehr für eine Teilnahme am Qualifying.

Auch Stroll selbst spricht von einem schwierigen Wochenende. "Wir hatten ein paar Probleme, die uns daran gehindert haben, die nötigen Runden zu fahren", sagt er. "Die Leute in der Garage haben wirklich hart gearbeitet, aber es war einfach nicht genug Zeit, um das Auto vor dem Qualifying wieder aufzubauen."

Tatsächlich kam der Kanadier bislang kaum zum Fahren. "Wir haben dieses Wochenende nur drei Runden gedreht", sagte Stroll. Entsprechend gebe es natürlich auch Zweifel vor dem Rennen: "Ja, natürlich gibt es da Sorgen."

Start vom Ende des Feldes

Neben Stroll dürfen auch zwei weitere Fahrer ohne Qualifying-Zeit am Rennen teilnehmen: Max Verstappen und Carlos Sainz. Verstappen war im Qualifying nach einem Unfall in Kurve 1 ausgeschieden, während Sainz im Williams wie Stroll mit technischen Problemen gar nicht erst antreten konnte.

Beide hatten zuvor jedoch ausreichend schnelle Zeiten in den Trainingssessions gesetzt, sodass ihre Startberechtigung nach der 107-Prozent-Regel als Formsache galt.

Alle drei Fahrer werden laut Reglement von den letzten Startplätzen ins Rennen gehen - jedoch nicht aus der Boxengasse. Die aktuelle Sportordnung sieht vor, dass Fahrer ohne Qualifying-Zeit hinter allen klassifizierten Piloten in die Startaufstellung eingeordnet werden.

Die Reihenfolge richtet sich nach der letzten Session mit gemessenen Zeiten, in diesem Fall dem zweiten Freien Training am Freitag. Dadurch dürfte Verstappen auf Startplatz 20 stehen - vor Sainz und Stroll.

Auch Williams mit Problemen: Sainz ohne Qualifying

Der Fall von Carlos Sainz zeigt zudem, dass Aston Martin nicht das einzige Team mit technischen Schwierigkeiten war. Auch Williams erlebt ein schwieriges Wochenende.

Teamchef James Vowles bestätigt mehrere Probleme mit der Powerunit. "Wir hatten kein sauberes Wochenende", erklärt er. Am Ende konnte nur ein Auto im Qualifying teilnehmen.

Sainz selbst spricht von einem "sehr schwierigen Wochenende voller Zuverlässigkeitsprobleme". Besonders frustrierend sei gewesen, dass der Williams bei den Wintertests noch problemlos funktioniert hatte.

"Alle Zuverlässigkeitsprobleme, die wir in Bahrain nicht hatten, sind plötzlich hier aufgetaucht", sagt der Spanier. Der Williams-Pilot kam deshalb kaum zum Fahren: "Nur ein paar Runden in FT1, ein paar Runden in FT2 und danach gar nichts mehr."

Auch in FT3 gab es neue Schwierigkeiten. "Wir hatten ein Problem mit dem ERS und konnten es nicht rechtzeitig für das Qualifying beheben", erklärt Sainz. Damit startet auch er mit minimaler Vorbereitung in das Rennen von Melbourne - genau wie Lance Stroll.

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