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12. August 1985: Manfred Winkelhock stirbt nach schwerem Unfall

Zum Todestag von Manfred Winkelhock: Was er im Motorsport erreicht hat, wie er gestorben ist und wie die Familie sein Erbe weitergetragen hat

12. August 1985: Manfred Winkelhock stirbt nach schwerem Unfall

Der deutsche Rennfahrer Manfred Winkelhock starb 1985 an Unfallfolgen

Foto: LAT Images

Manfred Winkelhock wurde nur 33 Jahre alt. Der deutsche Rennfahrer starb am 12. August 1985 nach einem tragischen Unfall bei einem Sportwagen-Rennen in Mosport bei Bowmanville in Kanada.

Vermutlich hatte ein technischer Defekt an seinem Kremer-Porsche 962 den Abflug bei hoher Geschwindigkeit ausgelöst. Anschließend krachte Winkelhock mit geschätzt 230 km/h in die Streckenbegrenzung und zog sich beim Aufprall schwere Verletzungen zu.

Winkelhock war schon nicht mehr bei Bewusstsein, als ihn Helfer nach fast einer halben Stunde endlich aus seinem Unfallauto befreiten. Danach transportierte man ihn in das rund eine Stunde entfernte Toronto. Dort erfolgte eine Notoperation.

Doch sämtliche Rettungsversuche schlugen fehl: Winkelhock überlebte seine schweren Verletzungen nicht.

Nach Winkelhock stirbt auch Bellof

Was damals noch niemand ahnte: Winkelhocks Unfall war der Auftakt zum "schwarzen Sommer" im deutschen Motorsport. Denn wenige Wochen später verunglückte mit Stefan Bellof die zweite große Nachwuchshoffnung ebenfalls tödlich bei einem Sportwagen-Rennen.

Stefan Bellof und Manfred Winkelhock

Stefan Bellof und Manfred Winkelhock

Foto: Motorsport Images

Winkelhock und Bellof hatten beide bereits in der Formel 1 Fuß gefasst und jeweils mehrere schwere Unfälle überstanden - Winkelhock zum Beispiel 1980 einen furchterregenden Überschlag auf der legendären Nürburgring-Nordschleife.

Manfred Winkelhock in der Formel 1

1982 startete Winkelhock das erste Mal bei einem Grand Prix. Für den deutschen ATS-Rennstall sah er gleich beim zweiten Formel-1-Rennen erstmals das Ziel und erzielte Platz fünf in Rio de Janeiro.

Es sollte seine einzige Punkteplatzierung in der Motorsport-"Königsklasse" bleiben: Winkelhock verpasste anschließend in seinen insgesamt drei Saisons für ATS ebenso die Punkteränge wie später bei seinen Einsätzen für Brabham und RAM. (Mehr dazu in der Formel-1-Datenbank!)

Manfred Winkelhock (ATS) beim Formel-1-Rennen in Monaco 1983

Manfred Winkelhock (ATS) beim Formel-1-Rennen in Monaco 1983

Foto: Motorsport Images

Im Sportwagen lief es besser für den Waiblinger: Winkelhock gewann 1985 das 1.000-Kilometer-Rennen in Monza im Porsche und hatte bereits 1979 den sechsten Platz bei den 24 Stunden von Le Mans im BMW M1 erzielt.

Der Name Winkelhock im Motorsport

Der Name Winkelhock blieb jedoch über den tragischen Todesfall hinaus in den Ergebnislisten des internationalen Motorsports erhalten: Manfreds jüngerer Bruder Joachim "Jockel" Winkelhock erhielt 1989 bei AGS seine Formel-1-Chance, scheiterte mit unterlegenem Material jedoch bei sieben Versuchen stets in der Qualifikation. Er nahm deshalb nie an einem Grand Prix teil.

Seine größten Erfolge erzielte Joachim Winkelhock ähnlich wie Bruder Manfred abseits der Formel 1: Er gewann 1993 die britische Tourenwagen-Meisterschaft und 1995 den Super-Tourenwagen-Cup, 1999 außerdem die 24 Stunden von Le Mans - alles für BMW. Später startete er für Opel in der "neuen DTM" und galt dort als ein Publikumsliebling.

2007 sorgte schließlich Manfreds Sohn Markus Winkelhock für Aufsehen, als er am Nürburgring für Spyker sein Formel-1-Debüt gab - und nach einem Wetterumschwung dank kluger Reifenwahl plötzlich in Führung lag.

Die Erinnerung an den tragisch verstorbenen Vater fährt bei Markus Winkelhock übrigens immer mit: Er trägt den Ehering von Manfred Winkelhock an einer Kette um den Hals. "Meine Mutter hat ihn mir als Glücksbringer gegeben." Damit gewann Markus Winkelhock unter anderem dreimal das berühmte 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife.

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