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145 Millionen: Budget-Kompromiss bei Meeting am Montag formalisiert

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145 Millionen: Budget-Kompromiss bei Meeting am Montag formalisiert
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04.05.2020, 18:53

Nach zähen Verhandlungen ist ein Kompromiss beim Thema Budgetobergrenze in der Formel 1 in greifbarer Nähe - Teams werden diese Woche informiert

Die mühsamen Neuverhandlungen über die erst im Oktober 2019 beschlossene Budgetobergrenze von 175 Millionen US-Dollar pro Jahr in der Formel 1 stehen offenbar kurz vor dem Abschluss. Bei einem Meeting zwischen Chase Carey, Ross Brawn (beide Formel 1) und Jean Todt (FIA) wurde am Montag ein neuer Kompromiss von 145 Millionen Dollar konkret ins Auge gefasst.

Brawn kündigt in einem Interview mit 'Sky' an, dass die Details der neuen Budgetobergrenze "in den nächsten Tagen" an die Teams kommuniziert werden sollten. Man befinde sich jetzt endlich in der "finalen Phase", ein in seinen Augen tragfähiger Kompromiss sei formuliert, und "sehr bald wird alles klar sein".

Nachdem insbesondere Ferrari und Mercedes Bedenken dagegen geäußert hatten, das sogenannte "Cap" unter 150 Millionen Dollar anzusetzen, sollen die 145 Millionen nun ein Kompromiss für 2021 sein, mit dem alle Beteiligten leben können. Mittelfristig könnten die Budgets der Formel-1-Teams sogar noch weiter abgesenkt werden.

"Die Botschaft ist klar: Wir müssen die Kosten reduzieren", sagt Brawn. "Wir haben bei 175 Millionen angefangen. Es war ein langer Kampf, dahin zu kommen. Und mit der Krise, in der wir uns gerade befinden, werden wir bei 145 anfangen. Die Diskussion dreht sich inzwischen eher darüber, wie weit wir in den nächsten Jahren noch runtergehen können."

Budgetgrenze: Es fehlt nur noch die finale Entscheidung

Die Teams, das berichtet die 'BBC', sollen in den nächsten Tagen durch einen Brief über die heute diskutierten Maßnahmen informiert werden. Anschließend wird es eine letzte Diskussionsrunde mit allen Beteiligten geben: Teams, Formel 1, FIA. Im Idealfall können danach konkrete Lösungen präsentiert werden, nachdem wochenlang viel verhandelt, aber wenig Konkretes erreicht wurde.

Besonders die großen Teams müssen während der Coronakrise auch ein wenig selbstlos sein, fordert Brawn: "Das ursprüngliche Ziel der Budgetgrenze war ein ausgeglicheneres Feld. Ich denke, in der Situation, in der wir uns jetzt befinden, hat die wirtschaftliche Nachhaltigkeit der Formel 1 Priorität. Das gilt für die großen Teams genauso wie für die kleinen."

Die Formel 1 will die wirtschaftliche Nachhaltigkeit der Geschäftsmodelle für die Teams aber nicht nur mit reduzierten Kosten unterstützen. Ende 2020 laufen die bestehenden "Concorde-Verträge" aus. In denen ist die Verteilung der Einnahmen der Formel 1 unter Rechteinhaber Liberty Media und den zehn Teams festgehalten.

Bereits seit Jahren fordern Kritiker der seit 2013 geltenden Verträge, dass diese neu gestaltet werden müssen. Aufgrund diverser Sonderprämien hätte Ferrari selbst als WM-Letzter immer noch den dritten Platz in der Preisgeld-Rangliste belegt. Diese Boni sollen im Rahmen der neuen Vereinbarung zwar nicht komplett abgeschafft, aber doch stark reduziert werden.

Brawn erklärt das Konzept: "Wir reduzieren die Summen, die in der Formel 1 ausgegeben werden können, und wir verteilen das Preisgeld ausgeglichener unter den Teams." Die neuen Vereinbarungen seien zwar noch nicht unterzeichnet, aber: "Besonders die Mittelfeldteams werden einen wesentlich größeren Anteil am Preisgeld erhalten", kündigt er an.

"Ein gutes Mittelfeldteam sollte dazu in der Lage sein, Podestplätze zu holen, vielleicht sogar mal einen Sieg. Und sie sollten dazu in der Lage sein, einen kleinen Gewinn zu erwirtschaften. Wenn uns das gelingt, stehen wir vor einer sehr nachhaltigen Zukunft."

Hilfspaket: Liberty Media legt 1,4 Milliarden Dollar auf

Bekannt ist inzwischen auch, dass Liberty Media bereit ist, kurzfristig ein Hilfspaket in der Höhe von 1,4 Milliarden Dollar aufzulegen, um unter anderem den Preisgeldtopf in einer Zeit aufzupumpen, in der Einnahmen für die Teams wegen ausfallender Grands Prix und reduzierter Sponsoreneinnahmen wegbrechen.

"Liberty hat Stärke bewiesen und diesen Hilfsfonds verfügbar gemacht", bestätigt Brawn. "Wir evaluieren gerade, in welchem Ausmaß wir den Preisgeldtopf in den nächsten sechs bis zwölf Monaten unterstützen sollten. Natürlich wollen wir die Teams am Leben halten. Wenn wir in dieser Phase Teams verlieren, wäre das eine Tragödie."

Bis Ende Mai sollen die entsprechenden Pläne für Hilfszahlungen konkretisiert werden: "Wir müssen uns anschauen, wie der Rennkalender aussieht, welche Einnahmen die Teams haben werden - und dann werden wir uns mit den Teams hinsetzen, wie wir unsere Reise gemeinsam fortsetzen können. Denn die Zukunft sieht so gut aus, dass es sehr frustrierend wäre, jetzt Teams zu verlieren."

Auf die federführend von Christian Horner (Red Bull) vorgetragene Idee, die Entwicklung neuer Autos für das geplante Reform-Reglement statt auf 2022 sogar auf 2023 zu verschieben, um die finanziellen Mehrbelastungen während der Coronakrise zu reduzieren, wird die Formel 1 hingegen nicht eingehen.

Es werde "definitiv" bei 2022 bleiben, stellt Brawn klar - und ergänzt: "Einige Teams haben sich dafür eingesetzt, sie um ein weiteres Jahr zu verschieben. Ich denke, es besteht eine vertretbare Notwendigkeit, diese Autos ins nächste Jahr mitzunehmen, weil wir inmitten dieser Pandemie stecken. Das ist vollkommen gerechtfertigt."

Eine weitere Verschiebung erachtet er jedoch nicht als zielführend, weil das Reform-Reglement in seinen Augen wichtig ist, um die Formel 1 in eine nachhaltige Zukunft zu führen: "Die Autos, die wir jetzt haben, sind so komplex, dass du schneller wirst, je mehr Geld du ausgibst." Man müsse danach trachten, den Effekt, dass mehr Geld automatisch mehr sportlichen Erfolg bedeutet, "abzuflachen".

Brawn erklärt: "Wir wollen, dass die großartigen Teams weiterhin gewinnen. Wir müssen die Integrität der Formel 1 schützen. Die Formel 1 ist ein Sport, und im Sport sollten die Besten gewinnen. Aber ich denke, mit den neuen Regeln und den neuen Autos werden wir in Zukunft umkämpfte Rennen haben. Das wurde verschoben. Aber 2022 kommen die Regeln auf jeden Fall."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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