2022 ist Schluss: Formel 1 verliert Ross Brawn und Pat Symonds

Mit Ross Brawn und Pat Symonds verliert die Formel 1 im kommenden Jahr zwei wichtige Köpfe - Formel-1-Technikteam wird in die FIA integriert

2022 ist Schluss: Formel 1 verliert Ross Brawn und Pat Symonds

Die Formel 1 wird im kommenden Jahr zwei ihrer großen Aushängeschilder verlieren: Sowohl Sportchef Ross Brawn als auch Technikchef Pat Symonds werden ihre Ämter 2022 niederlegen. Das teilt die Formel 1 selbst in einem Dokument über die Zukunft der Königsklasse mit.

Wann genau Brawn, der im vergangenen Monat 67 Jahre alt wurde, abtritt, steht noch nicht fest. Tendenziell soll es aber eher am Ende des Jahres sein. Symonds, der einen großen Anteil an der neuen Fahrzeuggeneration hat, könnte sich hingegen bereits im Sommer verabschieden.

Brawn hatte sein Amt im Januar 2017 kurz nach der Übernahme durch Liberty Media übernommen, nachdem er sich nach seinem Abschied von Mercedes ein paar Jahre Auszeit genommen hatte. In seiner Zeit hat er sowohl Veränderungen im Sportlichen als auch im Technischen Reglement federführend begleitet.

Noch ist nicht klar, ob er einen Ehrenposten oder eine beratende Rolle innerhalb der Formel 1 ausführen wird, und auch sein Nachfolger steht noch nicht fest.

Formel-1-Technikchef Pat Symonds

Auch die Zeit von Pat Symonds neigt sich dem Ende entgegen

Foto: Sutton

Im März 2017 hatte Brawn seinen ehemaligen Benetton-Kollegen Symonds mit an Bord geholt, um die Technikabteilung zu überwachen und sich auf das neue Reglement zu fokussieren, das eigentlich schon 2021 kommen sollte, nun aber im kommenden Jahr eingeführt werden wird.

Da das nun auf Schiene ist und auch das neue Motorenreglement für 2026 kurz vor der Absegnung steht, hat der 68-Jährige entschieden, seinen Posten abzugeben.

FIA gliedert Formel-1-Technikteam ein

Parallel dazu sollen Mitglieder des Technischen Teams der Formel 1, die zuvor unter Symonds gearbeitet haben, zur FIA wechseln. Dieser Schritt wurde teilweise durch eine EU-Vorschrift gefördert, die eine Trennung zwischen den Regelhütern und der Wettbewerbsorganisation vorsieht.

Obwohl es keine Anzeichen für Verstöße gibt, wird die Änderung sicherstellen, dass die Verantwortlichkeiten klarer getrennt sind. Einige Teams hatten Bedenken geäußert, dass die Formel 1 in letzter Zeit so stark in die Ausarbeitung der Regeln eingebunden ist, die in die Zuständigkeit der FIA fallen.

Symonds hat ein Team von etwa 15 Ingenieuren zusammengestellt, die meisten von ihnen ehemalige leitende Angestellte von Formel-1-Teams. Sie waren an der Forschung in verschiedenen Bereichen beteiligt, von der Aerodynamik bis zu neuen Kraftstoffen, während die Regeln entwickelt wurden.

Arbeit weiter von London aus

Aktuell geht man davon aus, dass die meisten Mitarbeiter dieses Teams, einschließlich des Leiters der Aerodynamikabteilung, Jason Sommerville, künftig bei der FIA angestellt sein werden. Sie werden dem FIA-Technikchef Nikolas Tombazis unterstellt sein.

Der Leiter für Fahrzeug-Perfomance, Craig Wilson, der eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung neuer Rennstrecken gespielt hat und auch am technischen Paket der Autos beteiligt war, bleibt jedoch bei der Formel 1.

Trotz des Wechsels des Arbeitgebers wird davon ausgegangen, dass die meisten in den Büros des Formel-1-Hauptquartiers im Zentrum Londons bleiben werden, obwohl einige von ihnen an den FIA-Stützpunkten in Genf und Paris eingesetzt werden könnten.

Im Rahmen einer umfassenderen Umstrukturierung werden einige Abteilungen der Formel 1, die bisher im Londoner Hauptquartier untergebracht waren, an den anderen Sitz der Organisation in Biggin Hill in Kent verlegt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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