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24h-Sieger Bernd Mayländer gibt Max Verstappen einen wichtigen Ratschlag

Safety-Car-Pilot Bernd Mayländer hat die 24 Stunden am Nürburgring gewonnen

Foto: LAT Images

Max Verstappen wird in diesem Jahr erstmals bei den 24 Stunden am Nürburgring starten, ist damit allerdings nicht der erste Pilot aus dem aktuellen Umfeld der Formel 1: Auch Safety-Car-Fahrer Bernd Mayländer war in der Vergangenheit bereits beim Langstreckenklassiker in der Eifel am Start.

Der 54-Jährige weiß deshalb aus eigener Erfahrung, dass ein Sieg beim 24-Stunden-Rennen alles andere als selbstverständlich ist. "Ich habe siebenmal versucht, dieses Rennen zu gewinnen", erinnert Mayländer im Gespräch mit RacingNews365. "Zweimal war ich ganz nah dran, einmal bin ich verunfallt, als wir in Führung lagen."

"Erst im Jahr 2000 hat alles gepasst und wir haben gewonnen." Der ehemalige Rennfahrer war damals gemeinsam mit Michael Bartels, Uwe Alzen und Altfrid Heger im Porsche 996 GT3-R von Phoenix am Start und triumphierte vor der legendären Zakspeed-Viper.

Mayländer gibt wichtigen Rat an Max Verstappen

Deshalb weiß Mayländer auch, worauf es beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring ankommt. "Mein wichtigster Rat? Wir hatten 2000 ein perfektes Team und ein perfektes Auto, aber bei jedem Briefing lautete die Botschaft immer gleich: Die Fahrer müssen mit dem Team zusammenarbeiten."

"Wenn man weiß, dass das Auto gut ist und die Geschwindigkeit stimmt, sollte man nur an die Zielflagge denken. Man sollte nicht zu viel riskieren." Vor 26 Jahren waren insgesamt allerdings nur wenige gesamtsiegfähige Teams am Start, was sich deutlich geändert hat.

Der Klassiker ist mittlerweile ein Sprintrennen über 24 Stunden. Doch eine Sache hat sich seit dem Mayländer-Sieg nicht geändert: Die Fahrer müssen fehlerfrei bleiben. "Bei den Regeln und den Code-60-Situationen spielt immer auch ein bisschen Glück eine Rolle. Da kann man sich schnell eine Strafe einhandeln", weiß der Deutsche.

Wichtigste Lektion: Man darf nicht zu aggressiv fahren

"Aber das Wichtigste: auf der Strecke bleiben. Der Verkehr war die wichtigste Lektion, die ich lernen musste, nicht zu aggressiv zu fahren. In den letzten 30 Jahren haben wir gesehen, dass selbst die schnellsten Autos scheitern, wenn zu viel Risiko eingegangen wird."

"Wir hatten im Jahr 2000 auch einen Fahrer, der sehr viel riskiert hat", erinnert sich Mayländer. "Wir mussten ihn wirklich bremsen und ihm sagen: 'Hey, fahr vorsichtig.' Wir stehen zwar auf der Poleposition, aber man muss nicht nach der ersten Kurve Erster sein."

Max Verstappen fährt 2026 mit dem Mercedes-AMG GT3 auf der Nordschleife

Max Verstappen fährt 2026 mit dem Mercedes-AMG GT3 auf der Nordschleife

Foto: Jan Brucke/VLN

"Das Rennen ist unglaublich lang. Wenn man nach der ersten Runde nicht führt, vielleicht in Runde 50. Diese Option besteht immer, solange das Auto unbeschädigt bleibt." Max Verstappen hat mittlerweile mehrere Gesamtsiege geholt, auch wenn ihm einer davon wieder aberkannt wurde.

Bernd Mayländer überzeugt: "Es wird fantastisch"

Doch die Teilnahme des viermaligen Formel-1-Weltmeisters sorgt insgesamt für große Aufmerksamkeit. "Er wird im Rampenlicht stehen, vielleicht sogar nur er", glaubt der Safety-Car-Pilot. "Mit all dem, was er dort bereits gezeigt hat, setzt er sich selbst unter Druck, und das ist fantastisch."

"Aber ein 24-Stunden-Rennen ist wirklich sehr lang. Es fahren dort so viele schnelle GT-Spezialisten. Ich will keine Namen nennen, aber es gibt Fahrer, die ihr ganzes Leben lang dort fahren. Ich hoffe, in vier Wochen selbst dort zu sein und zu sehen, was passiert. Es wird fantastisch."

"Ich verfolge alles, was er auf dem Nürburgring macht", gibt Mayländer zu und ergänzt: "Es ist großartig, dass ein Formel-1-Weltmeister an den 24 Stunden teilnimmt. Das ist gut für den Sport, die Fans und die Meisterschaft."

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