30 Jahre nach dem Papa: Schumacher schlägt Teamkollegen um eine Sekunde

Pünktlich zum 30-Jährigen Jubiläum des Formel-1-Debüts seines Vaters, zeigt Mick Schumacher im Regen eine gute Leistung und vermeidet die letzte Startreihe

30 Jahre nach dem Papa: Schumacher schlägt Teamkollegen um eine Sekunde

Für Mick Schumacher war das Qualifying zum 30-jährigen Formel-1-Jubiläum seines Vaters Michael durchaus ein Erfolg. Denn der Haas-Pilot konnte im Qualifying von Spa nicht nur Teamkollege Nikita Masepin mit einer Sekunde Vorsprung bezwingen, er konnte mit Kimi Räikkönen auch noch ein zweites Fahrzeug hinter sich lassen und so die letzte Startreihe vermeiden.

"Das waren schwierige Bedingungen, aber auf der anderen Seite auch eine Menge Spaß", bilanziert Schumacher. "Ich habe jede Sekunde da draußen genossen." Für den Deutschen war es vor allem aber auch ein gutes Training, wie er sagt. "Ich habe viel gelernt, was ich in Zukunft nutzen kann."

Das war auch sein Hauptziel für die Session. "Und ich denke, dass wir das erreicht haben", sagt er. Vor allem freut ihn, dass das Zusammenspiel mit seinem Haas-Team gut geklappt hat. "Die Kommunikation war heute perfekt", lobt er. "Wir haben zur richtigen Zeit die richtigen Entscheidungen getroffen, und das hat uns geholfen, dass wir da sind, wo wir sind."

Dass er zudem noch zwei Autos hinter sich lassen konnte, ist für ihn ein guter Bonus: "Das ist nicht schlecht. Wir haben Schlimmeres erwartet", sagt Schumacher. "Dass wir vielleicht mit Kimi kämpfen, ist gut. Auf [Yuki] Tsunoda fehlte uns etwas (1,5 Sekunden; Anm. d. Red.), aber generell können wir zufrieden sein."

Masepin hadert mit Reifenerfahrung

Ähnliche Aussagen kommen auch von Teamkollege Masepin, obwohl dieser den letzten Platz belegte: "Es hat viel Spaß gemacht", sagt der Russe. "Ich bin aber sauer, weil heute ein Paradebeispiel dafür war, warum man in der Formel 1 Erfahrung braucht."

Er bezieht sich auf die Regenreifen, von denen es in Juniorserien nur eine Variante gibt - und die reizt man bis zum Maximum aus. "Aber hier gibt es auch Intermediates, die viel schneller sind, und ich dachte, dass der richtige Reifen mit der Menge an Wasser der Regenreifen ist."

"Aber wir hätten früher für Intermediates an die Box gemusst. Mir fehlte einfach der Grip. Und dann hatte ich nur eine Runde auf den Intermediates, und das war nicht genug, um eine gute Runde zu fahren." Zumindest war es auch für ihn ein Lerneffekt.

Schumacher mit Glücksbringer im Rennen

Im Rennen dürfte es für beide Haas-Piloten darum gehen, das Auto heil ins Ziel zu bringen. "Es ist schwierig für uns, mit anderen Teams zu kämpfen, aber es sollte fahrbar sein", meint Masepin. Schumacher hofft sogar auf Regen, weil das Team auf nasse Bedingungen gesetzt hat. "Für mich und für das Team wäre das sehr gut", sagt er.

"Ich freue mich darauf, im Nassen zu fahren. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie viel ich auf dem Weg in Kurve 5 sehen werde, denn in der Gischt ist die Sicht nicht die Beste, also werden wir sehen, wie es wird", so der Deutsche.

Doch er hat einen Glücksbringer und einen Schutzengel an Bord: seinen Helm, der an das alte Design seines Vaters angelehnt ist, der vor 30 Jahren in Spa sein Formel-1-Debüt feierte. "Es wird sehr emotional werden", sagt der Haas-Pilot. "Ich habe einen besonderen Helm auf dem Kopf, der mich schützt, aber auch ein Glücksbringer ist, also überlege ich, ihn zu behalten."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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