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5 wichtige F1-Lektionen vom GP Russland 2017 in Sochi

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5 wichtige F1-Lektionen vom GP Russland 2017 in Sochi
Autor:
Übersetzung: Stefan Ehlen

Motorsport.com-Chefredakteur Charles Bradley schildert seine Sicht zum Grand Prix von Russland 2017 in Sochi und nennt die 5 wichtigsten Themen des 4. Rennens der Formel-1-Saison 2017.

#1: Valtteri Bottas hat sich bewiesen

Race winner Valtteri Bottas, Mercedes AMG F1

Valtteri Bottas hat am Sonntag als 5. Finne einen Formel-1-Grand-Prix gewonnen. Und man darf gespannt sein, was er ausgehend davon noch erreichen wird.

Vielleicht ergeht es ihm wie Heikki Kovalainen? Letzterer wurde in der Formel 1 zu einem One-Hit-Wonder. Er erzielte zwar 1 Sieg, aber dabei blieb es auch. Kovalainen fuhr bei einem Team, dessen Anspruch wohl eine Nummer zu groß für ihn war. Danach ging es für ihn ans hintere Ende der Startaufstellung und er verschwand schließlich von der Bildfläche.

Vielleicht aber hat Bottas auch das Zeug zum Weltmeister, wie Keke Rosberg und Kimi Räikkönen vor ihm. Dann stünde ihm noch eine erfolgreiche und lange Formel-1-Karriere bevor. Und wenn es für ihn läuft, holt er auch einen Titel.

Oder aber er macht es wie Mika Häkkinen, der 2 Mal den WM-Titel gewann. Häkkinen war ein echter Spitzenfahrer, der es mit den Besten aufnehmen konnte – und sie auch schlug.

Aber Bottas ist Bottas. Er sollte anhand seiner eigenen Leistungen bewertet werden. Für einen Vergleich mit Häkkinen ist es sicherlich noch viel zu früh.

Bottas schien es fast ein bisschen peinlich zu sein, dass er 81 Rennen bis zum 1. Sieg gebraucht hatte. Dabei war es gerade mal sein 4. Grand Prix in einem Siegerauto. Das ist aller Ehren wert!

Der ganz große Druck ist damit erst einmal weg. Der 2. Sieg dürfte ihm schon leichter fallen.

Und sehr wahrscheinlich ist er auch das Label "klare Nummer 2" vorerst los.

#2: Ferrari ist schneller als Mercedes

Polesitter Sebastian Vettel, Ferrari

Kimi Räikkönen war vor 10 Jahren noch der "schnellste Formel-1-Fahrer", den es gab. Und in Sochi stand er kurz davor, erstmals seit Magny-Cours 2008 wieder auf die Pole-Position zu fahren.

Doch dann kam Sebastian Vettel über den Zielstrich und verwies Räikkönen knapp auf Rang 2. Statt um Räikkönen drehte sich plötzlich alles um die Wiederauferstehung von Ferrari, die erstmals seit 2008 – bei eben jenem GP Frankreich – zuletzt mit beiden Autos aus der 1. Startreihe losgefahren waren.

Tatsache ist: Ferrari hat in der Formel 1 2017 richtig zugelegt. Das war schon bei den Testfahrten zu sehen. Doch beim Grand Prix von Russland 2017 in Sochi bügelte Ferrari Mercedes sogar im Qualifying, und das mit beiden Autos. Stark!

Der Ferrari SF70H scheint besser denn je mit den Pirelli-Reifen klarzukommen. Auch der Antriebsstrang ist dem von Mercedes offenbar ebenbürtig.

Kein Zweifel: Ferrari und Mercedes begegnen sich in der Formel 1 2017 auf Augenhöhe. Und wir alle dürfen sehr gespannt darauf sein, was noch alles passiert!

#3: Renault hat zu wenig Power

Max Verstappen, Red Bull Racing RB13, Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB13

Der Automobil-Weltverband (FIA) hat am Wochenende erklärt, die Motoren der 3 besten Hersteller Ferrari, Mercedes und Renault würden in der Theorie auf einer Runde in Barcelona innerhalb von nur 0,3 Sekunden liegen.

Ja, Ferrari und Mercedes sind nahe beisammen. Doch ist Renault auch schon so weit?

Carlos Sainz Jr., Fahrer eines Renault-Motors, bemerkte zu dieser Analyse: "Wir haben sicher noch einen Rückstand von 0,5 Sekunden auf Mercedes, vor allem im Qualifying. Nur im Rennen ist es nicht so schlimm."

Red-Bull-Teamchef Christian Horner wiederum ging noch einen Schritt weiter und meinte, die Berechnungen des Weltverbands seien falsch, weil nicht die Höchstleistungen in die Analyse miteinbezogen worden seien.

Auf der Strecke zeigte sich nämlich folgendes Bild: Das schnellste Auto mit Renault-Motor fuhr im Qualifying in Sochi nur bis auf 1,138 Sekunden an Mercedes oder Ferrari heran. Und das liegt sicher nicht nur an einem vielleicht nicht perfekten Chassis von Red Bull Racing, oder?

#4: Fernando Alonso will nur noch weg

Fernando Alonso, McLaren

Fernando Alonso war beim Grand Prix von Russland in Sochi nur Zuschauer. Dieses Mal sogar für das komplette Rennen, weil sein Auto schon vor dem Start streikte.

Was er sich wohl gedacht hat, als er sah, wie Valtteri Bottas seinen 1. Grand-Prix-Sieg feierte? Alonso selbst ist derzeit schließlich meilenweit davon entfernt, seinen bereits 32 Siegen weitere Triumphe folgen zu lassen.

Aber vor ihm liegt nun immerhin sein Motorsport-Abenteuer in Amerika. Das Indy 500 und die Vorbereitungen darauf werden ihn in den kommenden Tagen intensiv beschäftigen. Er absolviert diese Woche die 1. Probefahrt in Indianapolis. Und erst danach folgt sein Heimrennen, der Grand Prix von Spanien in Barcelona.

#5: Wenige Überholmanöver, die neue Norm

Sergio Perez, Sahara Force India VJM10

Das Sochi-Rennen war spannend! Die Schlussrunden mit dem Kampf um den Sieg hielten uns alle in Atem. Aber die 40 Runden davor waren doch ziemlich langweilig. Vielleicht hatte Vladimir Putin das schon geahnt, er kam ja mit reichlich Verspätung zum Rennen…

Hatten sich die Teams bei der Kühlung vertan? Viele Fahrzeuge gerieten im Grand Prix von Russland in technische Schwierigkeiten und die meisten Piloten verstrickten sich gar nicht erst in Zweikämpfe. Überholmanöver? Fehlanzeige!

Vettel kam bei der Zieldurchfahrt bis auf 0,6 Sekunden an Bottas heran. Das war wohl auch das engste Manöver, das wir in diesem Rennen gesehen haben.

Als nächstes macht die Formel 1 in Barcelona und Monte Carlo Station. Das klingt nicht nach sehr viel mehr Action. Stellt Euch also schon mal auf eine Fortsetzung der Prozessionsfahrt ein…

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