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63 Punkte: Kann Max Verstappen noch Weltmeister werden?

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63 Punkte: Kann Max Verstappen noch Weltmeister werden?
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper

Helmut Marko bleibt nach der Premieren-Pole in Ungarn bei seiner Ansage von fünf Saisonsiegen und träumt sogar vom WM-Titel: "Ausschließen würde ich es nicht"

Max Verstappen ist derzeit der Mann der Stunde in der Formel 1. Der Red-Bull-Pilot hat zwei der drei letzten Rennen gewonnen (jeweils mit Bonuspunkt für die schnellste Runde) und steht beim Grand Prix von Ungarn zum ersten Mal in seiner Karriere auf Pole-Position. Gleichzeitig schleichen sich bei Mercedes Fehler ein.

Kein Wunder, dass die bereits einzementierte Meinung, der WM-Kampf 2019 sei (bestenfalls) ein Mercedes-internes Duell zwischen Lewis Hamilton (225 Punkte) und Valtteri Bottas (41 Punkte Rückstand), zu bröckeln beginnt: "Wir können es uns nicht leisten, den Fuß vom Gas zu nehmen", weiß Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

"Es sind noch zehn Rennen zu fahren. Das sind 260 Punkte", rechnet er vor. "Man sieht schon an der reinen Mathematik, dass Max jemand ist, den wir ernst nehmen und als Titelrivalen betrachten müssen. Genau so, wie wir auch die beiden Ferrari-Fahrer als Titelrivalen betrachten müssen."

Bei Red Bull riecht man jedenfalls Lunte: "Ausschließen würde ich es nicht", sagt Helmut Marko, von 'auto motor und sport' auf Verstappens WM-Chancen angesprochen. Gegenüber 'Sky' führt er aus: "Rein mathematisch kann er Weltmeister werden. Die Pole-Position ist eine gute Voraussetzung. Der Start wird heute klappen, nehme ich an, und ein dritter Sieg vor der Sommerpause würde uns allen guttun."

 

Horner: Optimismus weniger groß als bei Marko

Teamchef Christian Horner relativiert aber: "Wir schauen nicht auf den WM-Stand. Natürlich waren das jetzt ein paar gute Wochen für uns - speziell diese Woche war bislang sehr gut. Es wäre schön, mit einem guten Ergebnis in die Sommerpause zu gehen." Seit dem Sieg in Österreich habe man "definitiv Fortschritte gemacht".

"In Silverstone", findet Horner, "hätten wir Zweiter werden sollen, und Hockenheim haben wir gewonnen. Dann eine Pole hier. Fantastisch!" Doch Verstappen selbst setzt sich mit einem möglichen Titelkampf nicht auseinander. Nach Hockenheim auf seine 63 Punkte Rückstand angesprochen, entgegnete er: "Ist schon noch ganz schön viel, nicht wahr?"

Denn: "Das sind mehr als zwei Siege, und Mercedes ist immer noch das dominante Team, glaube ich. Wir müssen sehr hart arbeiten, um den Rückstand zu reduzieren, und jedes Wochenende um den Sieg kämpfen." Dass in den letzten vier Rennen keiner mehr Punkte gesammelt hat, lässt ihn kalt: "Du musst auf die Saison gesehen die meisten Punkte haben. Nur das zählt."

Immerhin: Die Formkurve stimmt. "In Österreich haben wir ein paar entscheidende Updates eingeführt, die das Auto viel besser machen", sagt Verstappen. "Seither kommen laufend neue Teile. Die sind vielleicht nicht mehr so umfangreich, aber die Balance des Autos wird immer besser. Das ist genau das, was ich mir wünsche."

"Wir erwarten für die nächsten Rennen weitere positive Neuerungen", kündigt der 21-Jährige an. "Ich bin natürlich sehr glücklich über meine erste Pole. Die beweist, wie schnell wir die Situation seit Saisonbeginn, als wir eindeutig Rückstand hatten, drehen konnten - und dass wir aufholen. Dieses Wochenende waren wir voll dabei. Das ist ein gutes Zeichen."

Aber: "Jetzt kommen Spa und Monza", sagt er. "Monza ist eher nicht unsere beste Strecke. Spa weiß ich nicht. Aber jetzt kommt erstmal die Sommerpause, insofern mache ich mir darüber gar keine Gedanken. Ich habe ein gutes Gefühl. Und die letzten Rennen waren wir auch auf Strecken stark, auf denen wir gar nicht damit gerechnet hätten."

Mercedes: "Müssen uns selbst neu erfinden"

Bei Mercedes macht man jedenfalls nicht den Fehler, die WM 2019 zu früh als abgehakt zu betrachten: "Das Red-Bull-Chassis war schon immer eins der besten. Ist es immer noch", sagt Wolff. "Und Honda hat seit vergangenem Jahr einen großen Schritt gemacht. Hut ab!"

"Mich freut das für die Formel 1, denn ein starker Honda-Motor ist gut für die Formel 1 und gut für den Wettbewerb. Wenn es einen vierten Motorenhersteller gibt, der konkurrenzfähig ist, ist das letztendlich für uns alle positiv. Und das zeigt auch, dass wir uns selbst neu erfinden müssen. Ich sehe das als wirklich positive Herausforderung."

Wenn's für Red Bull schon nicht mit dem WM-Titel klappen sollte, dann, so hoffen die Österreicher, zumindest mit den vor Saisonbeginn angekündigten fünf Siegen. Auch wenn Horner einschränkt: "Ich habe nie von fünf Siegen gesprochen. Das war Helmuts Ziel und Helmuts Optimismus. Wir haben zwei Rennen gewonnen. Für das erste Jahr mit Honda ist das in Anbetracht ihrer Ergebnisse vor ein, zwei Jahren ein phänomenaler Turnaround."

Aber Marko hat nicht vor, von seiner ehrgeizigen Zielsetzung abzuweichen: "Ich habe gesagt, fünf Rennen gewinnen wir dieses Jahr", betont er im 'ORF'-Interview. "Da gibt's Kurse wie Budapest, Mexiko, Singapur. Die Chancen sind da. Anfangs habe ich auch gezittert. Aber jetzt bin ich absolut positiv, dass wir diese fünf Siege erreichen werden."

"Vom Rennspeed sind wir seit Österreich vorne dabei. Das ist ein Trend, der anhält. Die Updates funktionieren. Jetzt warten wir auf Monza, bis der neue Motor kommt. Dann sollten wir von den PS deutlich besser bei den Mercedes- und Ferrari-Werten sein", kündigt Marko an. 25 PS soll Honda in Monza drauflegen. Für Russland ist ein Benzin-Update geplant, das auch ein paar PS extra liefern wird.

Gegenüber 'auto motor und sport' ergänzt Marko, man sei "nicht mehr so weit weg" von Mercedes: "Das haben die letzten Qualifikationen gezeigt. In Silverstone waren wir weniger als zwei Zehntel weg, und in Hockenheim wären wir auch näher dran gewesen, hätten wir nicht ein paar Probleme gehabt." Dazu kommt jetzt die Pole am Hungaroring.

"Es geht in die richtige Richtung", sagt der 76-Jährige.

Weitere Co-Autoren: Jonathan Noble. Mit Bildmaterial von LAT.

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