912 Kilometer als Wendepunkt: Warum Haas am Ende doch zufrieden war
Technische Rückschläge, Nachtschichten und ein starker Schlusstag: Haas erlebt beim Shakedown 2026 eine Vorbereitung am absoluten Limit
Esteban Ocon im Haas VF-26 beim Formel-1-Shakedown 2026 in Barcelona
Foto: TGR TGR
Formel-1-Team Haas ist in der Vorbereitung auf die Motorsport-Saison 2026 laut Esteban Ocon mehrfach über sich hinausgewachsen. Der Haas-Fahrer spricht von einem "enormen Kraftakt des gesamten Teams" und bezieht sich dabei vor allem auf den straffen Zeitplan zwischen Roll-out in Fiorano und Shakedown in Barcelona binnen weniger Tage.
"Ich glaube nicht, dass man von außen wirklich nachvollziehen kann, wie anspruchsvoll das war", sagte Ocon. "Das Team hat über einen Zeitraum von rund 15 Tagen praktisch nur ein paar Stunden Schlaf pro Nacht bekommen."
Und es blieb nervenaufreibend: Am zweiten Einsatztag in Barcelona traten bei Haas größere technische Probleme auf. Um was es sich handelte, ließ das Team offen. Es verwies lediglich auf Schwierigkeiten mit der Zuverlässigkeit des Haas VF-26. Diese machten ein Notfall-Vorgehen notwendig, erklärte Teamchef Ayao Komatsu.
Nach einer Nachtschicht geht es weiter für Haas
Nur einen Tag später waren die erforderlichen Ersatzteile vor Ort am Circuit de Barcelona-Catalunya: "Die Teile kamen spät abends an und die Vorbereitung des Autos [für den finalen Testtag am Freitag] dauerte bis spät in die Nacht. So aber waren wir um Punkt neun Uhr startklar und konnten unser Programm wie geplant durchziehen."
Und wie: Der VF-26 wurde in den Händen von Ocon und Oliver Bearman am Schlusstag des Shakedowns zum Dauerläufer und absolvierte insgesamt 912 Kilometer - rund drei komplette Grand-Prix-Distanzen. Für Haas war das ein versöhnlicher Abschluss der Probefahrten nach nur 200 Kilometern am zweiten Einsatztag.
Bearman jedenfalls wertete den letzten Tag als ausdrücklich "positiv" und betonte: "Es gab am Freitag keine Probleme mehr mit dem Auto. Die hatten wir am Mittwoch gehabt, aber es waren alles Dinge, die wir aufarbeiten konnten - es hat nur eine Weile gedauert. Zum Glück gelang uns am Ende nochmals ein sauberes Programm. Ich habe dabei sehr viel über das Auto gelernt."
Auch Teamchef Komatsu zeigte sich zufrieden: "Das Auto bewegt sich jetzt deutlich konstanter in einem bestimmten Arbeitsfenster. Die Fahrer können spüren, wo der nächste Schritt liegt, den wir verbessern müssen. Wir nähern uns also gezielt den Bereichen, auf die wir uns konzentrieren sollten." Welche das sind, sagte Komatsu allerdings nicht.
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