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Ab 2021: Kein hoher Reifenverschleiß mehr in der Formel 1?

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Ab 2021: Kein hoher Reifenverschleiß mehr in der Formel 1?
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
19.07.2019, 10:15

Die Formel 1 scheint sich für die Saison 2021 von Reifen mit hohem Verschleiß zu distanzieren - Fahrer sollen länger ans Limit gehen können

Ab der Saison 2021 wird in der Formel 1 ein neuer Wind wehen: Mit den neuen Regeln soll es den Fahrern ermöglicht werden, dem Vordermann besser zu folgen. Die Regelhüter erhoffen sich so mehr Spannung in der Königsklasse. Damit die Fahrer das ganze Rennen über ans Limit gehen können, scheint es jetzt auch dem hohen Reifenverschleiß an den Kragen zu gehen.

Mit den neuen 18-Zoll-Felgen gibt bei den Reifen bereits die erste Änderung, die feststeht. Die Pneus an sich sollen deutlich robuster werden, um den Fahrern zu ermöglichen, viele Runden lang zu attackieren. Nikolas Tomazis, Technikchef für Einsitzer beim Automobil-Weltverband (FIA), sagt: "Wir wollen Reifen einsetzen, die den Fahrern Kämpfe ermöglichen, ohne das sie schnell verschleißen."

Mit hohem Reifenverschleiß verpokert

Die aktuellen Pneus, die sehr schnell verschleißen, sind Teil des aktuellen Plans in der Königsklasse und damit ist der Effekt absolut gewollt. Mit den Regeländerungen 2021 könnte aber ein neuer Weg eingeschlagen werden, der genau das Gegenteil bewirkt. Laut Formel-1-Technikchef Pat Symonds gibt es bereits Gespräche mit den Teams und Pirelli, um Reifen zu entwickeln, die besseres Racing zulassen.

Er sagt: "Wir haben in der Vergangenheit vielleicht die falschen Dinge [von Pirelli] verlangt. Es ist ein sehr komplexes Problem und wir haben aktuell noch keine richtige Idee, wie es in der Zukunft aussehen wird." Laut Symonds werden bereits Simulationen getestet, aber er warnt auch davor, dass die Boxenstopps in der Formel 1 an Wertigkeit verlieren, wenn der Reifen zu lange hält.

"Wir wissen, dass die Fans die zwei bis drei Sekunden langen Boxenstopps mögen und wir wollen diese Stopps auch weiterhin haben", sagt der Technikchef. "Wenn wir einen Reifen wie in Le Mans entwickeln, dann hält er zwar, aber wir verlieren die Boxenstopps."

Die Formel 1 vor einer neuen Ära

Jedoch stimmt Symonds dem FIA-Techniker Tomazis zu: "Das Ziel, einen hohen Reifenverschleiß zu haben, war der falsche Weg." Eigentlich sollte mit diesem Konzept das Überholen vereinfacht werden. In der Theorie sind Fahrer auf unterschiedlich verschlissenen Reifen unterwegs, da verschiedene Strategien gefahren werden. Der Fahrer auf neueren Pneus hat dann einen Vorteil.

Jedoch gab es einen unerwünschten Nebeneffekt: Die Reifen überhitzen im Zweikampf, weshalb es für den Hintermann schwierig ist, den vorausfahrenden Fahrer zu attackieren. Das hat natürlich negative Einflüsse auf das Racing und die Spannung in der Königsklasse.

Für Pirelli läuft aber bereits jetzt schon die Zeit ab, da die Entwicklung der Reifen für das neue Formel-1-Auto bald beginnen müssen. Pirelli-Motorsportchef Mario Isola sagt: "Wenn wir die Ziele für 2021 ändern, müssen wir das bald wissen. Wenn die Formel 1 Reifen haben möchte, die weniger verschleißen, oder eine andere Idee hat, dann freuen wir uns, in diese Richtung zu gehen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Urheber André Wiegold