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Trotz anhaltender Kritik am Formel-1-Engagement von Audi sieht Renndirektor Allan McNish noch keinen Grund zur Sorge

Abwärtsspirale bei Audi? Allan McNish sieht keinen Grund zur Panik

Allan McNish fungiert derzeit als Renndirektor bei Audi

Foto: NurPhoto NurPhoto

Glaubt man Allan McNish, seines Zeichens Renndirektor für das Formel-1-Projekt von Audi, dann kann es für den Rennstall mit den vier Ringen nur bergauf gehen.

Am Rennwochenende in Miami hatte Audi mit einer Vielzahl von technischen Problemen zu kämpfen. "Natürlich möchte man sowas nicht haben", gibt McNish zu.

"Aber viele andere Power-Unit-Hersteller haben ähnliche Probleme. Das ist nicht nur bei uns ein Thema. Es gibt viele Bereiche, die wir alle managen und darüber lernen müssen. Wir lernen über viel mehr, als unsere Konkurrenz. [Einige Probleme] müssen wir wirklich in den Griff bekommen, daran gibt es keinen Zweifel und genau das ist unser Fokus."

Fürchterliches Miami-Wochenende

Während Nico Hülkenberg aufgrund seines abgerauchten R26 nicht am Sprint teilnehmen konnte, war Gabriel Bortoleto aufgrund eines zu hohen Ansaugdrucks im Motor nach dem Rennen disqualifiziert worden. Ähnliche Rauchzeichen beim Brasiliener in der Qualifikation oder technische Probleme am Rennsonntag für Hülkenberg waren ebenso kein Erfolg. Hinzukommt, dass das Team schon seit Saisonbeginn mit derartigen Fehlern zu kämpfen hat.

An der Kooperation zwischen den Teams in Hinwil und Neuburg soll das Projekt dabei nicht scheitern, wie McNish betont: "Es kann nur besser werden, oder? Am Ende des Tages hat dieses Projekt wortwörtlich zu Jahresbeginn angefangen, das sind bislang vier Monate."

"Die Struktur ist gut aufgestellt und sehr standfest. Sicherlich müssen wir in einigen Bereichen nachholen, aber ich würde nicht sagen, dass die Kommunikation ein Problem darstellt. In Zukunft wird es Vorteile geben, wenn wir noch näher zusammenarbeiten, und natürlich werden die Dinge besser werden. Aber grundsätzlich glaube ich nicht, dass wir hier irgendetwas ändern müssen."

Des Weiteren betont McNish: "Wir sind nicht mit dem Paket an den Start gegangen, welches einige unserer Konkurrenten an den Start bringen konnten. Es wird mit der Zeit immer und immer schwieriger. Man kann sich nicht einfach darauf verlassen, dass die Updates schon irgendwie funktionieren."

"Wir müssen uns auch in anderen Bereichen verbessern. Die Entwicklungsrate wird sich Rennen für Rennen ein wenig verändern, vor allem im Mittelfeld. Das dürfte bis zum Jahresende der Fall sein."

Zu Miami merkt McNish an: "Das Chassis an sich ist wirklich gut. [Gabriel] war schneller, als viele von außen erwartet hatten. Wenn er dort gestartet wäre, wo er sich normalerweise qualifiziert, so um Platz elf herum, dann wäre er in die Punkte gefahren. Dasselbe gilt für Nico."

"In puncto Performance waren wir im ersten Sektor echt stark. Dafür haben wir im Verkehr mehr Probleme, an anderen Autos vorbeizuziehen, als uns lieb ist. Aber hoffentlich sind wir nicht dazu gezwungen, sie zu überholen."

"Wir sind hier schon eine ganze Weile", resümiert der Renndirektor. "Es ist kein einfaches Umfeld, es ist sehr kompetitiv. Alle sind kompetitiv und schlagfertig. In dieser Hinsicht kommt es nicht unerwartet, dass noch nicht alles klappt."

In der Konstrukteurs-WM liegt Audi nach vier Rennwochenenden auf dem neunten Platz. Einzig in Australien konnte Gabriel Bortoleto dem Team zwei Punkte bescheren.

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