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Adrian Newey befürchtet: Formel 1 mit nur zwei siegfähigen Teams

Formel-1-Designer Adrian Newey malt ein düsteres Bild für die Zukunft der Rennserie und behauptet, außer Ferrari und Mercedes kann bald niemand mehr siegen.

Jonathan Noble

Jonathan Noble

Bearbeitet: 08.01.2016, 11:19

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Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 Team, und Sebastian Vettel, Scuderia Ferrari

Adrian Newey, Chefdesigner Red Bull Racing

Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 W06, und Kimi Räikkönen, Ferrari SF15-T, im Zweikampf

Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 W06, und Sebastian Vettel, Ferrari SF15-T, im Zweikampf

Christian Horner, Red Bull Racing, Teamchef, mit Adrian Newey, Red Bull Racing, Chefdesigner

Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 W06; Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W06; Sebastian Vettel, Ferrari SF

Sebastian Vettel, Ferrari SF15-T, und Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W06, im Zweikampf

Adrian Newey, Chefdesigner Red Bull Racing

Der Brite macht das an der aktuellen Motorensituation fest und erklärt im Gespräch mit Motorsport.com: „Derzeit werden den Kundenteams von Ferrari und Mercedes nicht die gleichen Motorenspezifikationen angeboten, wie sie den Werksteams zur Verfügung stehen.“

„Wir haben also eine Situation, in der nur das Mercedes-Werksteam und vielleicht das Ferrari-Werksteams Rennen oder die Weltmeisterschaft gewinnen können. Und das“, so Newey weiter, „ist in meinen Augen nicht das, was die Formel 1 ausmachen sollte.“

Deshalb spricht sich Newey für einen alternativen Motor eines unabhängigen Herstellers aus.

„Ich denke, das wäre eine gute Option für die Privatteams. Denn sie würden auf diese Weise einen ordentlichen Motor zu einem vernünftigen Preis erhalten.“

Newey verweist auf den Cosworth DFV

„Und ein Blick in die Historie der Formel 1 zeigt: Die Rennserie erlebte ihre Blütezeit, als Privatteams konkurrenzfähige Motoren hatten. Das beste Beispiel dafür ist der Cosworth DFV“, sagt Newey.

Vom Ende der 1960er- bis hinein in die 1980er-Jahre zählte der Cosworth-Motor zu den erfolgreichsten Triebwerken in der Formel 1 und ermöglichte Privatteams wie Lotus, mit den Werksteams von Ferrari oder Renault mitzuhalten oder sie sogar zu schlagen.

Das Argument, eine sogenannte Balance of Performance, die die unterschiedlichen Motorenkonzepte in der modernen Formel 1 angleichen könnte, würde mehr Ärger als Segen bringen, will Formel-1-Designer Newey indes nicht gelten lassen.

„Meiner Meinung nach wäre es spannend, unterschiedliche Motorenkonzepte zu haben. Denn das würde bedeuten, dass auch mal der alternative Motor einen Vorteil haben könnte. Bei anderen Rennen wäre dieses Triebwerk wahrscheinlich auch mal ein Nachteil.“

„Insgesamt“, meint Newey, „gleicht sich das aus. Aber für die Öffentlichkeit wäre es in jedem Fall ein Zugewinn. Denn unterm Strich wollen wir doch alle viele unterschiedliche Sieger. Und in einem solchen Szenario wären die Rennen unvorhersehbar.“

Das Gespräch führte Darshan Chokhani

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