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Adrian Newey: Regelmacher haben für 2026 nicht ans Chassis gedacht

Formel-1-Stardesigner Adrian Newey erklärt, was bei der Planung des Technischen Reglements für 2026 schiefgelaufen ist und welche Probleme sich daraus ergeben

Adrian Newey: Formel-1-Reglement 2026 ist nicht gut durchdacht

Laut Red-Bull-Designer Adrian Newey könnte es "schwierig" werden, zur Saison 2026 unter dem dann neuen Technischen Reglement das Chassis und den Antrieb perfekt in Einklang zu bringen. Das sagt Newey im Gespräch mit Motorsport.com, einer Schwesterplattform von Formel1.de und Motorsport-Total.com im Motorsport Network.

"Man kann mit Fug und Recht behaupten: Das Motorenreglement wurde entwickelt und durchgedrückt, ohne dass man sich dabei allzu viele Gedanken über das Chassis gemacht hätte. Das führt jetzt zu ziemlich großen Problemen, weil wir versuchen müssen, Lösungen zu finden, damit es doch funktioniert."

Denn einige Teams haben bei ihren Simulationen bereits "unschöne Nebenwirkungen" festgestellt: Die simulierten Formel-1-Fahrerzeuge verhielten sich beim Beschleunigen auf den Geraden extrem instabil.

Nun meint Newey: Es habe bei der Erstellung des Regelwerks schlicht ein ganzheitlicher Ansatz gefehlt. Das zeige sich konkret bei der künftigen Antriebsformel mit 50 Prozent Leistung durch den Verbrennungsmotor und 50 Prozent Leistung durch Hybridkomponenten. "Das haben so nur die Motorenhersteller gewollt."

"Ich vermute mal: Das ist, wozu die Marketing-Leute geraten haben. Und ich kann das nachvollziehen. Die Sache ist potenziell interessant, weil die Formel 1 ein Beschleuniger für Technologien sein kann."

Aber: Die für das neue Formel-1-Reglement vorgesehen Technologien seien "teuer" und damit "ein Problem", sagt Newey. Denn Elektromotoren und Batterien müssten erst auf Formel-1-Standard gebracht werden. "Das kostet viel Geld. Aber vielleicht gibt es künftig Technologien, die die Kosten drücken könnten."

Newey sieht viele ungeklärte Fragen

Bis dahin gelte es jedoch andere Herausforderungen zu meistern, zum Beispiel bei der Batterieleistung: "Was die Formel-1-Regeln den Batterien hinsichtlich Leistungsdichte und Energiedichte abverlangen, das unterscheidet sich ziemlich von den Anforderungen normaler Straßenautos", erklärt Newey. Es seien womöglich "andere Batteriekonstruktionen" erforderlich.

"Es besteht also das Risiko, dass wir damit nicht mehr direkt relevant für die Straßenwagen-Sparte sind. Aber vielleicht ist das auch nicht der Schlüsselfaktor. Der Schlüsselfaktor für die Autohersteller ist die Vorstellung, dass [die Formel 1] Relevanz dafür hat, was im Autohaus steht - auch wenn das die Hersteller selbst niemals zugeben würden."

Voller Schub in der Haarnadel in Monaco

Doch genau das stellt Newey in Frage, wenn er von einer "seltsamen [Antriebs-] Formel" spricht: "Die Motoren arbeiten [2026] fast die ganze Zeit als Generatoren. Es dürfte gewöhnungsbedürftig sein, wenn der Motor mitten in der Loews-Haarnadelkurve [in Monaco] voll am Schieben ist."

Positiv daran sei aus seiner Sicht nur, "dass es die Effizienz fördert", so Newey. Sprich: Die Formel 1 diene mit dem Reglement 2026 als ein Schaufenster für nachhaltigere Technologie. Oder wie es Newey selbst formuliert: "Man versucht die Formel 1 als Vehikel zu nutzen, um einen Trend in die Öffentlichkeit zu kriegen."

Allerdings wird selbst die Effizienz der künftigen Formel-1-Antriebe inzwischen hinterfragt. Weltmeister Max Verstappen etwa deutete unlängst an, die Ergebnisse der bisherigen Simulationen seien "nicht so wie gedacht".

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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