ADUO-Ärger? Auch Red Bull hofft auf Motoren-Upgrade
Neben Ferrari hofft auch Red Bull auf die Möglichkeit, beim eigenen Motor nachbessern zu dürfen - Toto Wolff hat sich bereits dagegen ausgesprochen
Bei der ADUO-Frage sind sich Toto Wolff und Laurent Mekies nicht einig
Foto: Getty Images
Diese Aussage dürfte Mercedes-Teamchef Toto Wolff nicht gefallen. Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies hat gegenüber Sky erklärt, dass die Bullen darauf hoffen, vom ADUO-System zu profitieren und ihren Motor in den kommenden Monaten weiterentwickeln zu dürfen.
ADUO steht für "Additional Design and Upgrade Opportunities". Die ursprüngliche Idee hierbei war es, die reine Leistung des Verbrennungsmotors alle sechs Rennen zu messen. Hersteller, die zwischen zwei und vier Prozent hinter dem besten Motor im Feld liegen, erhalten eine zusätzliche Upgrade-Möglichkeit.
Bei einem Rückstand von mehr als vier Prozent sind sogar zwei Updates vorgesehen. "Wir hoffen auf jeden Fall, zu dieser Kategorie zu gehören", verrät Mekies. Zuvor hatte bereits Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur erklärt, dass er ebenfalls auf Upgrade-Möglichkeiten für den eigenen Motor hofft.
Toto Wolff auf der anderen Seite stellte bereits klar, dass er weder bei Red Bull noch bei Ferrari einen großen Rückstand erkennen kann. "Das Prinzip von ADUO war, Teams zu helfen, die beim Antrieb im Hintertreffen sind, damit sie aufholen können - aber nicht, um andere zu überholen", so Wolff.
Er betonte, dass es mit Honda nur einen Motorenhersteller gebe, der Hilfe benötige. "Alle anderen liegen ziemlich im gleichen Bereich", so der Österreicher. Eine Einschätzung, die Mekies nicht teilt. "Ist [der Red-Bull-Motor] auf dem Niveau der Allerbesten? Auf keinen Fall", stellt der Red-Bull-Teamchef klar.
Wie weit ist Mercedes wirklich vorne?
"Rechnen wir also damit, zu jener Gruppe zu gehören, denen die Möglichkeit gegeben wird, aufzuholen? Ja", so Mekies, der Wolff zwar recht gibt und über ADUO sagt: "Das Tool soll beim Aufholen helfen, und nicht dabei, andere zu überholen. Da stimme ich ihm also voll und ganz zu."
Anders als Wolff ist er jedoch der Meinung, dass auch Red Bull diese Hilfe benötigt. Der Mercedes-Teamchef erklärte jüngst: "Ich wäre sehr überrascht und enttäuscht, wenn ADUO-Entscheidungen zu Eingriffen in die derzeitige Wettbewerbsreihenfolge führen würden."
"Wir haben präzise Daten aus unseren eigenen Analysen darüber, wo wir die Motorleistung unserer Konkurrenten und von uns selbst sehen", sagte Wolff und ergänzte: "In dieser Hinsicht gehe ich davon aus, dass die FIA dieselben Daten betrachtet."
Heißt: Er geht angesichts der eigenen Daten nicht davon aus, dass neben Honda noch bei einem weiteren Hersteller die Notwendigkeit besteht, beim Antrieb nachzurüsten. Bei Ferrari und Red Bull sieht man das anders.
Laut Mekies liegt der eigene Motor aktuell beispielsweise rund drei Zehntelsekunden hinter dem von Mercedes. Die Silberpfeile seien aktuell "den meisten von uns weit voraus", so der Red-Bull-Teamchef.
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.