präsentiert von:

Änderungen im Albert Park: Melbourne-Runde wird fünf Sekunden schneller

Melbourne hat die Veränderungen am Layout im Albert Park verkündet: Runde fünf Sekunden schneller - Wird Überholen mit breiteren Kurven leichter?

Änderungen im Albert Park: Melbourne-Runde wird fünf Sekunden schneller

Das neue Layout des Albert Park Circuit soll im Qualifying Rundenzeiten ermöglichen, die rund fünf Sekunden schneller sind als bisher. Der Kurs im australischen Melbourne erhält vor dem diesjährigen Grand Prix eine Generalüberholung und wird an einigen Stellen umgebaut, um die Strecke überholfreundlicher zu machen.

Viel Kurven werden einfach verbreitert und somit flüssiger. Die auffallendste Veränderung ist jedoch der Komplex aus Kurve 9 und 10 im Mittelsektor, der zu einem schnellen und flüssigen Stück wird und keine harte Anbremszone mehr enthält. Möglicherweise wird es dort eine vierte DRS-Zone auf der Anfahrt zur schnellen Links-Rechts-Kombination 11/12 geben.

Kurve 1 wird auf der rechten Seite um 2,5 Meter verbreitert, Kurve 3 um vier Meter inklusive einer Anpassung des Sturzes. In Kurve 6 werden Mindestgeschwindigkeiten von 219 km/h (statt zuvor 149 km/h) erwartet, da man sie auf der rechten Seite um gleich 7,5 Meter verbreitern wird. Sie ist ebenfalls Teil des neuen, schnelleren Abschnitts.

Kurve 13 wird hingegen langsamer und enger werden, da man sie etwas weiter nach hinten verlagert und so einen schärferen Scheitelpunkt schafft. Dafür wird aber auch diese Kurve um 3,5 Meter verbreitert und einen neuen Sturz bekommen. Gleiches gilt für Kurve 15, die ebenfalls 3,5 Meter breiter wird und einen neuen Sturz bekommt.

 

Diese Änderungen sollen dafür sorgen, dass die Rundenzeiten um rund fünf Sekunden fallen werden. Der Verband AGPC geht von Rundenzeiten unter 1:16 Minuten aus, wodurch die Durchschnittsgeschwindigkeit rund 15 km/h steigen sollte. Der neue Topspeed vor Kurve 11 soll 330 km/h betragen.

Die Boxengasse wurde derweil um zwei Meter verbreitert und soll daher ein neues Geschwindigkeitslimit von 80 km/h bekommen. Eine Neuasphaltierung soll zwischen den Rennen 2021 und 2022 stattfinden.

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass es gut werden wird", sagt Daniel Ricciardo über die Neuerungen bei seinem Heim-Grand-Prix. "Jeder Stadtkurs ist eine Herausforderung. Der Albert Park ist ziemlich schnell, das kommt noch hinzu. Es gibt viele Kurven im vierten und fünften Gang und es ist teilweise recht eng. Dadurch war das Überholen auch schwierig."

 

"Indem man jetzt einige Scheitelpunkte ändert und mehr Raum schafft, gibt es eine größere Chance auf Ausbremsmanöver. Und man kann seine Linie verändern, um aus der verwirbelten Luft zu kommen. Das wird auch helfen, denke ich", so der Australier. Die neuen Autos ab 2022 sollen dann noch einmal ein weiterer Schritt sein.

"Wenn wir dann auf einen Kurs wie den Albert Park mit den Veränderungen kommen, dann verspricht das ein fantastisches Spektakel zu werden. Zumindest auf dem Papier."

Der Große Preis von Australien findet 2021 vom 19. bis 21. November statt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Für das Weltklima: FIA verordnet Formel 1 "Baum-Prämie" für jeden WM-Punkt

Vorheriger Artikel

Für das Weltklima: FIA verordnet Formel 1 "Baum-Prämie" für jeden WM-Punkt

Nächster Artikel

Ehemaliger Rallyefahrer Ben Sulayem bewirbt sich um FIA-Präsidentschaft

Ehemaliger Rallyefahrer Ben Sulayem bewirbt sich um FIA-Präsidentschaft
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Urheber Norman Fischer