Alain Prost beeindruckt von „Reife und Gelassenheit“ von Max Verstappen

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Alain Prost ist ein Fan von Max Verstappen. Vergleiche des Niederländers mit sich selbst oder anderen Fahrern der Vergangenheit lehnt er aber ab.

„Jeder ist anders und man kann Vergleiche ziehen, oder auch nicht“, sagt Prost. „Alles, was ich sagen kann ist, dass ich ihn vergangenes Jahr so wie ihr gesehen habe und ich habe ihn auch bei privaten Veranstaltungen gesehen, wie bei Red Bull in Österreich. Er sieht so reif aus, so ruhig und so stark.“

„Wir erinnern uns an letztes Jahr, als er den Unfall in Monaco hatte? Die Art, wie er die Fragen beantwortete, wie er reagierte, als er unter Druck stand. Wenn man 17 ist, ist das etwas anderes. Jeder ist anders. Vielleicht hätte Schumacher mit etwas mehr Arroganz etwas ähnliches getan, ich weiß es nicht. Es ist aber besser, gar nicht zu vergleichen.“

 

In Spanien habe Verstappen „positiven Druck“ gehabt, sagte Prost weiter. Für die anderen Red-Bull-Piloten sei die Situation anders gewesen. „Er hatte keinen negativen Druck, den hatten Kvyat und auch Daniel Ricciardo, weil er alles zu verlieren hatte. Max hatte nichts zu verlieren. Am Ende hatte er ein perfektes Wochenende ohne Fehler.“

Und Prost sparte nicht mit Lob für den Red-Bull-Racing-Piloten. „Das ist wirklich beeindruckend. Alle Augen sind auf ihn gerichtet und er zeigte auf der Strecke und besonders in den letzten paar Runden, als seine Reifen alt waren, wozu er fähig ist. Das war sehr gut.“

Bildergalerie: Max Verstappen

Allerdings musste der Farnzose auch zugeben, dass die modernen Autos einfacher zu fahren seien als früher. „Sicher sind die Autos einfacher zu fahren, die Fahrer fangen aber auch sehr, sehr früh an. Ich glaube, er war acht Jahre alt, als er im Kart-Sport anfing. Man sammelt Erfahrung, wie man die Systeme managt und das Auto ist anders.“

Alain Prost fuhr mit 18 noch Go Karts. „Ich konnte auf keine Rennfahrerschule gehen, denn man musste ein Jahr eine Rennlizenz haben, also fuhr ich erst mit 19 zu ersten Mal einen Rennwagen! Ich weiß nicht, was ich getan habe, als ich 18 war. Ich fuhr Kart, ich war nicht so ruhig. Ein Go-Kart ist anders. Ich glaube nicht, dass er im Kart genauso ruhig war.“

Mit Informationen von Adam Cooper

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