Alan Permane: Darum ist der Erfolg von Alpine keine Überraschung
Für Racing-Bulls-Teamchef Alan Permane ist der Aufschwung von Alpine keine Überraschung, nachdem die Franzosen das Jahr 2025 abgeschenkt hatten
Racing Bulls und Alpine werden derzeit nur durch zwei Punkte getrennt
Foto: Formel 1
Im Kampf um die Spitze des Mittelfeldes haben die Racing Bulls 2026 wieder Konkurrenz bekommen: Alpine hat seine Schwächephase aus 2025 überwunden und sich bislang auf den fünften WM-Platz geschoben - zwei Plätze vor den Jungbullen. Mit 16 Zählern haben sie damit nach drei Rennen nur sechs Punkte weniger geholt wie in der gesamten vorherigen Saison.
Doch für Racing-Bulls-Teamchef Alan Permane kommt der Sprung der Franzosen nicht unerwartet: "Ich denke ehrlich gesagt nicht, dass Alpine eine Überraschung ist", sagt er in einer Medienrunde. "Wir wussten, dass sie auf die Mercedes-Antriebseinheit wechseln würden, also hatten wir das Gefühl, dass sie in dieser Form sehr ordentlich dastehen würden."
Ein wichtiger Faktor ist für ihn dabei, dass Alpine das Vorjahr im Grunde abgeschrieben hat: "Wir glauben, dass sie ihr Auto im letzten Jahr überhaupt nicht weiterentwickelt haben. Sie haben akzeptiert, dass sie letztes Jahr Letzter werden würden, und haben so ihre gesamte verfügbare Zeit in das 2026er-Auto gesteckt."
Anders die Racing Bulls, die einen engen Kampf hatten und am Ende nur drei Punkte vor Aston Martin auf Rang sechs der Meisterschaft gelandet waren. "Ich denke, wir zahlen gerade ein wenig den Preis mit unserer Performance gegenüber unseren direkten Konkurrenten", sagt Permane.
"Wir haben unser Auto bis weit in das letzte Jahr hinein entwickelt, daher hatten wir erwartet, zu Beginn etwas im Hintertreffen zu sein."
Dennoch habe Alpine mit seinem neuen Auto "einen sehr ordentlichen Job gemacht", meint er. "Und sie sind sehr schnell. Das haben wir bei Pierre [Gasly] gesehen, der Max [Verstappen] fast das gesamte Rennen in Suzuka über in Schach gehalten hat. Ihr Auto ist also definitiv schnell."
Doch während Alpine für den Engländer keine Überraschung ist, sind es andere Teams schon - aber eher negativ: "Williams ist eine kleine Überraschung, Aston Martin ebenso", sagt Permane.
"Aber ich denke, in dem Kampf, in dem wir uns befinden, gibt es keine Überraschungen. Wir müssen einfach auf uns selbst schauen, den Kopf runternehmen und weitermachen - also damit weitermachen, die Upgrades ans Auto zu bringen."
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