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Albon: Bin heute nicht viel schneller als in meinem ersten Jahr

Alexander Albon glaubt, dass Logan Sargeant einfach Zeit braucht, und fühlt sich an seine Anfänge erinnert, die für ihn auch schwierig waren

Albon: Bin heute nicht viel schneller als in meinem ersten Jahr

Alexander Albon sagt, dass sein junger Teamkollege Logan Sargeant einfach Zeit braucht, um sich in die Formel 1 einzufinden. Der Amerikaner ist aktuell der einzige Pilot im Feld, der alle 14 Qualifying-Duelle in dieser Saison gegen seinen Teamkollegen verloren hat und daher unter massivem Druck steht, sein Cockpit schon nach einer Saison wieder zu verlieren.

Albons früherer Teamchef Franz Tost sagt immer, dass ein Rookie in der Formel 1 drei Jahre braucht, und dem würde auch Albon zustimmen: "Selbst jemand wie Max [Verstappen], der Allerbeste derzeit, hat auch ein paar Jahre gebraucht, um wirklich in Einklang mit seinem Auto zu kommen und keine Fehler zu machen", sagt er.

Allerdings hatte der Niederländer gleich in seinem zweiten Formel-1-Jahr gewonnen, nachdem er 2016 von Toro Rosso zu Red Bull gekommen war. Für Albon kam der Sprung in das Topteam sogar noch früher: Nach nur zwölf Formel-1-Rennen musste er sich damals an der Seite von Verstappen beweisen.

 

Nach einem durchwachsenen Jahr mit nur zwei Podestplätzen wurde Albon aber erst einmal auf dem Abstellgleis geparkt und in die DTM geschickt, bevor er mit Williams sein Comeback schaffte und nun immer wieder Glanzpunkte setzen kann.

Trotzdem sagt er: "Ich denke nicht, dass sich meine Pace im Vergleich zum ersten Jahr groß geändert hat. Ich verstehe aber nun, wie man sich mit dem Auto wohlfühlt. Du verstehst die Grenzen des Autos und weißt, wie du das Beste aus ihm und dir herausholst."

Albon hatte Rückhalt von Marko

Doch das wisse man auch nur, wenn man durch harte Zeiten geht, Fehler macht und falsche Richtungen einschlägt, bevor man es richtig macht. "Du kannst es nicht herausfinden, außer du hast es durchgemacht. Und in drei Jahren hast du das meiste davon getan."

"Und deswegen war es wohl für mich auch bei Red Bull so schwierig", sagt Albon. "Mir hat einfach die Erfahrung, das Wissen, gefehlt."

Was ihm aber nicht gefehlt hat, war der Rückhalt von Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko. Dieser steht aktuell immer wieder wegen seiner Aussagen über Sergio Perez in den Schlagzeilen. Der Mexikaner steht bei Red Bull ähnlich unter Druck wie Albon, auch wenn dieser zumindest nicht von Marko verbal attackiert wurde.

"Zu mir war Helmut nie so schlecht", sagt er. "Er hat mir sogar Raum gegeben. Ich war sehr selbstkritisch, was meine eigene Performance angeht, und ich denke, er hat das verstanden und wollte es nicht noch schlimmer machen. Von daher hatte ich diese Probleme nicht, aber es ist natürlich trotzdem ein Umfeld mit hohem Druck."

Sargeant hat "definitiv" die Pace

Den ganz großen Druck eines Topteams hat Sargeant bei Williams nicht, trotzdem hat er den Druck liefern zu müssen, will er sein Cockpit auch 2024 behalten. Das wird allerdings im weiteren Saisonverlauf nicht einfacher werden, denn der Amerikaner kommt jetzt auf einige Strecken, die er nicht kennt - angefangen mit dem schwierigen Stadtkurs von Singapur.

Zudem dürfe er sich nicht von dem Gerede um seine Zukunft mürbe machen lassen, meint Albon. "Es geht darum, die mentale Stärke zu haben, durch diese schwierige Phase zu kommen. Jeder Rookie geht durch Höhen und Tiefen. Es kommt nur darauf an, wie man durchkommt und sich davon erholt."

"Die Pace hat er definitiv. Wenn wir zusammen auf die Daten schauen, geht es häufig nur um eine Kurve oder einen Fehler, die ihn ein paar Positionen kosten." Albon betont: "Ich habe keinen Zweifel, dass er seinen Rhythmus finden wird. Wenn er das hat und ein starkes Wochenende hat, dann ist es ein Schneeball-Effekt, eine positive Spirale."

Albon: Was passiert nach 2024?

Und während Sargeant noch keine Gewissheit hat, ob er 2024 noch dabei ist, steht Albons unmittelbare Zukunft fest. Er wird auch im kommenden Jahr bei Williams fahren, ist danach aber wieder auf dem Markt.

Mit seinen Leistungen hat er sich durchaus für höhere Aufgaben empfohlen und wird unter anderem mit einer Rückkehr zu Red Bull in Verbindung gebracht, wo der Vertrag von Sergio Perez nach 2024 ausläuft.

Doch Albon kann sich unter den richtigen Bedingungen auch einen Verbleib bei Williams vorstellen: "Um absolut ehrlich zu sein, ich möchte dieses Team sehen und ich möchte ein Teil des Teams sein, der es nach vorne bringt", sagt er. "Unsere Fortschritte und das, was hinter den Kulissen passiert, ist großartig. Und bis mein Vertrag endet, gebe ich alles für das Team."

Albons Problem dabei: Er ist mittlerweile 27. "Ich fühle mich in einem guten Teil meiner Karriere. Und in einem Jahr bin ich 28, dann 29 und schon bald 30. Ich möchte mir die Chance geben, um Siege und Podestplätze zu kämpfen", so der Thailänder. Die Frage ist für ihn: Kann er das mit Williams?

Für ihn ist es daher gut, nach dem kommenden Jahr noch alle Optionen offen zu haben, auch wenn das bedeutet, dass er nur noch ein Jahr Vertrag hat, während die meisten Fahrer eine langfristig gesicherte Zukunft bevorzugen.

Doch er sagt: "Ich denke, ich habe das Selbstvertrauen, mir alles offen zu halten."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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