Albon: Langfristige F1-Karriere mit Williams ist "ein Privileg"

Alex Albon weiß, wie es ist, sein Formel-1-Cockpit zu verlieren - Umso dankbar ist er für die langfristige Zukunft, die er mit seinem Mehrjahresvertrag bei Williams hat

Albon: Langfristige F1-Karriere mit Williams ist "ein Privileg"
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Formel-1-Rückkehrer Alex Albon fühlt sich privilegiert, nach einer "Berg- und Talfahrt" zu Beginn seiner Karriere jetzt mit Williams eine langfristige Perspektive zu haben. "In der Formel 1 ging es für mich ein bisschen auf und ab, und es ist schön, dass ich jetzt das Gefühl habe, etwas aufzubauen", sagt er.

Erst im vergangenen Jahr war Albon in die Formel 1 zurückgekehrt, nachdem ihn Red Bull Ende 2020 auf die Ersatzbank verbannt hatte. Bei seinem Comeback mit Williams konnte er direkt glänzen und fuhr in Australien, Miami und Belgien Punkte ein.

Damit sicherte sich der 26-Jährige eine mehrjährige Vertragsverlängerung, die ihm zum ersten Mal in seiner Formel-1-Karriere langfristige Sicherheit gibt. Und die ist ihm nach der Ungewissheit über seine Zukunft bei Red Bull und dem Drang, zurückzukommen.

Langfristiger Vertrag ist "ein Privileg"

"Ich denke, von den vergangenen beiden Jahren war eines sehr stressig und das andere nervenaufreibend. Ich bereitete mich auf das Jahr vor, wusste aber nicht, was mich erwartet", blickt Albon im Gespräch mit 'Motorsport.com' zurück. Im August unterschrieb er dann schließlich die erhoffte Vertragsverlängerung.

"Das ist vielleicht eines der besten Gefühle, langfristig betrachtet. Das ist ein Privileg in der Formel 1, wenn ich ehrlich bin. Ich fühle mich sehr gut, bin stolz, einfach stolz darauf, wie sich die Dinge entwickelt haben", sagt Albon glücklich und blickt voraus.

"Ich freue mich, im neuen Jahr mit dem Team zu arbeiten und mich auf die Entwicklung des Autos und all das zu konzentrieren, ohne mir Sorgen um meinen Platz zu machen."

Von Red Bull gefördert und aussortiert

Denn dieses Gefühl kennt Albon nur zu gut. Während seiner Zeit in der Formel 2 hatte er mit Finanzierungsschwierigkeiten zu kämpfen. Doch seine Leistungen führten dazu, dass er in das Juniorprogramm von Red Bull zurückkehrte und sich für die Saison 2019 einen Platz bei Toro Rosso sichern konnte.

Nach nur zwölf Rennen wurde er in das Senior-Team von Red Bull befördert und tauschte den Platz mit Pierre Gasly, wurde aber Ende 2020 bereits wieder durch Sergio Perez ersetzt. Es folgte ein Jahr an der Seitenlinie, bis er bei Williams eine Chance erhielt.

Vor seiner Rückkehr in die Formel 1, räumt Albon ein, habe er ein Gefühl der Nervosität verspürt. Das sei jedoch verschwunden, sobald er wieder im Auto saß und sich auf das Fahren konzentrieren konnte. "Es ist schwer, denn es sind die Nerven, die Aufregung, aber auch der Stress: Okay, wie wird es laufen?"

Albon: Zweite Chance kommt nicht wieder

"Schließlich war ich ein Jahr weg. Du wirst ein bisschen eingerostet sein. Es ist schließlich kein normaler Sport, bei dem man im Garten üben kann, man muss ständig fahren."

"Gleichzeitig ist es so etwas wie eine zweite Chance. Man weiß also, dass man seine Leistung bringen muss. Nicht viele Leute bekommen eine zweite Chance, und ich hatte das Glück, eine zu bekommen. Die Vorbereitung war ziemlich gut, ich habe Zeit in der Fabrik und im Team verbracht", zeigt er sich dankbar.

"Aber sobald man fährt, fühlt man sich natürlich am wohlsten", hält der Williams-Pilot fest. "Das ist das, wozu du geboren wurdest. Sobald man im Auto sitzt, fühlt sich alles gut an. Es ist nur der Weg dorthin, der dein Herz zum Rasen bringt."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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