Alfa Romeo: Andere Motoren sind Ferrari "meilenweit voraus"

Teamchef Frederic Vasseur sieht Alfa Romeo durch seinen Ferrari-Motor im Nachteil, betont aber Fortschritte - Ralf Schumacher: Team wäre nichts für Mick

Alfa Romeo: Andere Motoren sind Ferrari "meilenweit voraus"

Alfa-Romeo-Teamchef Frederic Vasseur sagt, dass der Ferrari-Motor zwei anderen Konkurrenten noch deutlich hinterherhinkt. Trotzdem wird der Rennstall auch 2022 weiter mit den Triebwerken aus Italien an den Start gehen, auch wenn es vor einigen Wochen Gerüchte über einen möglichen Herstellerwechsel gegeben hatte.

Die Misere der Ferrari-Antriebseinheiten begann Ende 2019, als Technische Richtlinien den Motor plötzlich einbremsten. Nach einem viel diskutierten Geheimdeal mit der FIA Anfang 2020 war der Motor plötzlich chancenlos, bevor es in dieser Saison wieder besser wurde. "Ferrari arbeitet hart daran, ihn zu verbessern. Und wir arbeiten hart daran, das Auto zu verbessern", sagt Vasseur bei 'Autosprint'.

Doch der Motor ist für den Rennstall ein kleines Handicap: "Der Ferrari-Motor ist auf Augenhöhe mit Renault, aber Mercedes und Honda sind meilenweit voraus", sagt Vasseur.

Trotzdem betont er: "Wir sind glücklich mit dem Motor, den wir benutzen, und haben eine gute Beziehung zu Ferrari. Sie haben uns viele Jahre lang ausgerüstet und arbeiten hart, ihn zu verbessern. Hoffentlich werden wir 2022 signifikante Fortschritte machen."

Frühzeitig auf 2022 konzentriert

Die sollen Alfa Romeo laut Vasseur schon 2021 gelungen sein. Auf 2,5 Prozent schätzt er die Gesamtverbesserung des Teams, trotzdem ist der Rennstall mit drei Punkten nur Vorletzter in der Konstrukteurs-WM. "Aber das liegt auch daran, dass die schnelleren Teams weniger wahrscheinlich ausscheiden", meint er.

Frederic Vasseur, Team Principal, Alfa Romeo Racing, in the Team Principals Press Conference

Frederic Vasseur, Team Principal, Alfa Romeo Racing, in the Team Principals Press Conference

Foto: FIA Pool

Doch Alfa Romeo hatte sich ohnehin schon auf eine schwierige Saison eingestellt und frühzeitig den Wechsel auf 2022 hin vollzogen. "Wir haben die bewusste Entscheidung getroffen, die Entwicklung des aktuellen Autos zu stoppen, um all unsere Anstrengungen auf 2022 zu legen", so Vasseur.

Wer dann für das Team fahren wird, ist noch offen. Weder Kimi Räikkönen noch Antonio Giovinazzi besitzen einen Vertrag für das kommende Jahr und gelten als Ablösekandidaten. Ein Name, der immer wieder genannt wird, ist Mick Schumacher, der bei Haas eine ähnlich schwierige Saison erlebt und von Ferrari im Kundenteam platziert werden könnte.

Ralf: "Da gibt es Besseres für Mick"

Haas-Teamchef Günther Steiner hatte jedoch immer wieder betont, dass mit seinen beiden Piloten fast alles klar sei, und auch Onkel Ralf Schumacher hält nichts von der Idee: "Ich bin da kein Fan von", winkt er gegenüber 'Sport Bild' ab.

Denn dafür, dass das Team finanzkräftige Investoren um den schwedischen Milliardär Finn Rausing im Hintergrund weiß, kommt für den Deutschen "viel zu wenig" vom Rennstall aus Hinwil.

"Ich mag die Truppe, aber Teamchef Fred Vasseur würde ich schon mal langsam hinterfragen", so Schumacher. "Seine Erfolge in der Formel 2 und Formel 3 stehen für sich, aber ganz ehrlich, wenn ich überlege, wie lange es das Team schon gibt, da gibt es Besseres für Mick."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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