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Alfa Romeo: Budgetobergrenze wird sich 2021 noch nicht auswirken

Mit der Einführung des Kostendeckels müssen vor allem Topteams den Gürtel enger schnallen, doch Alfa Romeo erwartet für 2021 dadurch keinen großen Effekt

Alfa Romeo: Budgetobergrenze wird sich 2021 noch nicht auswirken

Ab der Formel-1-Saison 2021 greift zum ersten Mal ein fixer Kostendeckel: Die Teams dürfen maximal 145 Millionen US-Dollar ausgeben mit gewissen Ausnahmen. Bei der Frage, ob das das Kräfteverhältnis in der Startaufstellung für dieses Jahr beeinflussen wird, sind sich aber so gut wie alle einig.

So hält auch Jan Monchaux, Technikchef bei Alfa Romeo, fest: "Ich glaube nicht, dass sich die Budgetobergrenze auf die Wettbewerbsfähigkeit der Teams im Jahr 2021 auswirken wird." Dafür macht er vor allem den weitgehenden "Carry Over" von 2020 verantwortlich, denn viele Teile werden vom Vorjahr übertragen.

"Natürlich wird es während der Saison Entwicklungen geben, aber da das Reglement im Vergleich zum letzten Jahr stabil bleibt, erwarte ich keine Überarbeitung, die über einige kleinere Änderungen in der Hackordnung hinausgeht", sagt Monchaux.

"Ab 2022 werden wir mehr Auswirkungen sehen", fährt er fort, "wenn alle Teams die gleiche Budgetobergrenze für die Entwicklung des Autos haben werden. Ich denke, das wird dazu führen, dass die Leistungsunterschiede geringer werden, auch wenn es ein paar Jahre dauern wird, bis die volle Wirkung des neuen Reglements sichtbar wird."

Große Teams hätten nicht nur das Geld und das Personal, die ihnen einen Vorsprung verschaffen, sondern auch einen technologischen Vorteil, von dem sie profitieren, weiß Monchaux. "Der Effekt wird ein paar Jahre dauern, bis er verblasst."

Außerdem ruft er in Erinnerung, dass der Kostendeckel nicht die Power-Unit, "das Herzstück des Autos", abdeckt. "Sie wird immer noch ein großes Unterscheidungsmerkmal und damit ein Vorteil für die Besten in der Klasse sein. Insgesamt bin ich aber zuversichtlich, dass sich die Abstände innerhalb von zwei, drei Jahren verringern werden."

Das Team von Alfa Romeo, das am Montag sein neues Auto für die Formel-1-Saison 2021 offiziell vorstellte, sieht sich selbst von der eingeführten Budgetkürzung derweil "nicht drastisch betroffen". "Ich erwarte, dass die Situation für die größeren Teams viel schwieriger sein wird", sagt der Teamchef Frederic Vasseur.

"Wir können sagen, dass wir uns in einer Komfortzone befinden, wenn es um unser Budget geht. Aber wir werden trotzdem sehr effizient mit unseren Ausgaben umgehen müssen: Effizienz wird jetzt das Schlüsselwort in unserem Sport sein."

Mit Bildmaterial von Alfa Romeo.

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Urheber Juliane Ziegengeist