Alfa Romeo mit Rückstand auf Williams: "Hätte schlimmer kommen können"

Alfa Romeo muss mit sieben Punkten eine einigermaßen große Hürde überkommen, doch im Team ist man froh, dass es in Ungarn nicht noch schlimmer kam

Alfa Romeo mit Rückstand auf Williams: "Hätte schlimmer kommen können"

"Es wird nicht einfach werden, aber es ist möglich", sagt Alfa Romeos Chefingenieur Xevi Pujolar über den Kampf um den achten WM-Rang. Dort hat der Rennstall in Ungarn einen enormen Rückschlag erlebt. Zwar konnte man dank der Disqualifikation von Sebastian Vettel seinen dritten Saisonpunkt holen, doch weil Williams gleich zehn holte, steht Alfa Romeo vor einer schwierigen Aufgabe.

Williams hat damit an einem Sonntag mehr Punkte geholt als in den vergangenen dreieinhalb Jahren zusammen. Trotzdem sagt Pujolar: "Es hätte deutlich schlimmer kommen können, wenn man bedenkt, wo sie am Anfang des Rennens waren."

Denn nach dem Neustart des Rennens lagen Nicholas Latifi und George Russell auf den Positionen drei und sieben. Das hätte 21 Punkte gegeben.

Dabei sah vor dem Rennen alles gut aus aus Sicht von Alfa Romeo. Man war mit beiden Fahrzeugen in Q2 gekommen und startete auch vor beiden Williams. "Wir dachten, dass wir gut positioniert seien - und dann war in Runde 1 alles weg."

Zu allem Überfluss kamen auch noch zwei Strafen für Vergehen in der Boxengasse hinzu: Antonio Giovinazzi war zu schnell in der Boxengasse, Kimi Räikkönen erhielt die Freigabe, als gerade Nikita Masepin angefahren kam. Der Russe schied nach einer Berührung aus.

"Das hat es noch schwieriger gemacht, aber wir konnten im Rennen etwas Boden gutmachen, und sie haben Boden verloren", so Pujolar. "Der Punkteunterschied ist nicht groß und wir haben noch eine Menge Rennen vor uns. Wir können das schaffen."

Allerdings sieht der Chefingenieur keine spezielle Strecke mehr, auf der man sich ein starkes Ergebnis erwartet. "Aber selbst wenn es nur noch normale Bedingungen gibt, können wir auf den meisten Strecken recht gut performen, wenn wir beide Fahrer haben", sagt er.

In Ungarn habe man selbst Kimi Räikkönen in Q2 gehabt, der zuvor viermal in Folge in Q1 ausgeschieden war. "Ich denke, wir können das auf Strecken mit maximalem Abtrieb und auf Strecken, wo die Effizienz etwas höher ist, beibehalten", so Pujolar. "Aber eine spezielle Strecke sehe ich von Spa bis zum Saisonende nicht."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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