Formel 1

Alfa-Teamchef über Mick Schumacher: Entscheidung fällt noch im Oktober

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Alfa-Teamchef über Mick Schumacher: Entscheidung fällt noch im Oktober
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Co-Autor: Erwin Jaeggi

Auch ohne einen Trainingseinsatz von Mick Schumacher soll die Entscheidung über die Cockpits bei Alfa Romeo in den kommenden Wochen fallen

"Das ist schade für alle, besonders für Mick", sagt Alfa-Romeo-Teamchef Frederic Vasseur über den ausgefallenen Trainingsfreitag am Nürburgring. Der Führende der Formel-2-Meisterschaft sollte am Freitag erste Formel-1-Luft im Rahmen eines Grand-Prix-Wochenendes schnuppern und sich so auch auf einen eventuellen Aufstieg für die Saison 2021 vorbereiten.

Dieser Plan ist jedoch ins Wasser gefallen, und laut Ferrari-Teamchef Mattia Binotto gibt es erst beim Saisonfinale in Abu Dhabi die nächste Chance auf einen Trainingseinsatz. Somit kann sich der Deutsche nicht noch einmal empfehlen, denn die Entscheidung über das Cockpit bei Alfa Romeo soll bereits früher fallen.

"Ich denke, dass wir im Oktober eine Entscheidung treffen müssen", sagt Vasseur. Das wäre jedoch noch vor einem möglichen weiteren Einsatz Schumachers. Denn auch die Formel 2 geht erst in Bahrain Ende November weiter. Es geht um das Cockpit an der Seite von Kimi Räikkönen, der seine Karriere dem Vernehmen nach fortsetzen möchte.

Schumacher konnte gestern zwar nicht auf der Strecke überzeugen, doch für Vasseur geht es auch um Dinge abseits des Autos - und da habe der Sohn von Michael Schumacher die Erwartungen erfüllt: "Er hat eine Menge Einsatz gezeigt. Er ist in der vergangenen Woche in die Fabrik gekommen, hat sehr fleißig mit den Ingenieuren gearbeitet und sich gut auf das erste Training vorbereitet", lobt Vasseur.

"Wir hatten ein gutes Gefühl und eine gute Zusammenarbeit", sagt er weiter. "Das Wichtigste ist aber natürlich, ihn auf der Strecke zu sehen." Gute Rundenzeiten hätte Vasseur vom Youngster dabei gar nicht erwartet. Ihm wäre es um Schumachers Ansatz gegangen, wie er sich verbessert und welches Feedback er dabei gibt.

 

Denn weil man kein kaputtes Auto möchte, legt man den Piloten ans Herz, es bei ihrem Formel-1-Debüt nicht gleich zu übertreiben. "Wir bitten sie, es ruhig angehen zu lassen. Und dann kann man sie nicht anhand der Rundenzeit bewerten, denn das wäre unfair", so Vasseur. Am Ende war das aber ohnehin obsolet, weil der Regen einen Strich durch die Rechnung machte.

Dass Schumachers Fahrt ausfallen musste, findet der Franzose schade. "Aber zumindest hat er etwas aus der Vorbereitung mitgenommen. Er wird das ganze Wochenende über bei uns im Team bleiben, und ich hoffe, dass wir in Zukunft noch einmal etwas zusammen machen können", so der Teamchef.

Ein weiterer Trainingsversuch gilt als sicher. Wie es für 2021 aussieht, das werden die kommenden Wochen entscheiden.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event Nürburgring
Fahrer Mick Schumacher
Teams Alfa Romeo Racing Orlen
Urheber Norman Fischer