Aliasname, Bestzeit, Aufruhr: Der kuriose Undercover-Einsatz von Kimi Antonelli
Kimi Antonelli hat in der kurzen Winterpause der Formel 1 an einem Kartrennen in Milton Keynes teilnehmen - und zwar mit Pseudonym! Warum seine Tarnung aufflog
Kimi Antonelli hat mit Pseudonym an einem Kartrennen in England teilgenommen
Foto: LAT Images
Die Winterpause der Formel 1 fällt in diesem Jahr besonders kurz aus, denn bereits am 26. Januar stehen in Barcelona die ersten Testfahrten für die neue Saison an. Dennoch lassen es sich einige Piloten offenbar nicht nehmen, die wenigen freien Tage für ein zusätzliches Abenteuer im Rennsport zu nutzen.
So auch Mercedes-Youngster Kimi Antonelli. Der 19-jährige Italiener nahm die Pause zum Anlass, an einem Kartrennen auf der Daytona-Strecke in Milton Keynes teilzunehmen. Der Formel-1-Rookie, der seine Debütsaison in der Königsklasse mit insgesamt 150 WM-Punkten beendete, ging dabei allerdings inkognito an den Start.
Antonelli trat unter dem Aliasnamen Henry Shovlin an. Den Sieg im Hauptrennen verpasste der Formel-1-Pilot jedoch, und zwar aus gutem Grund. "Er bekam tatsächlich zwei Strafen, weil er zu hart pushte, und stand deshalb am Ende nicht auf dem Podium", verrät Kartbahn-Mitarbeiter Daniel Prince gegenüber BBC Three Counties Radio.

Kimi Antonelli holt mit Platz 2 in Sao Paulo (2025) sein bestes Saisonergebnis
Foto: Sutton Images
"Aber er fuhr die schnellste Runde des Rennens - mit mindestens drei Sekunden Vorsprung." Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass es sich bei dem Italiener nicht um einen gewöhnlichen Teilnehmer handelte. Als Antonelli anschließend seinen Helm abnahm, war das Geheimnis endgültig gelüftet.
"Alle haben sich regelrecht auf ihn gestürzt, sodass ein Mitarbeiter ihn schnell in Sicherheit brachte und hinter den Tresen stellte - für ein freches Foto vor unserer Celebrity-Bestenliste. Danach ist er abgehauen und verschwunden", ergänzt Prince.
Kimi Antonelli feiert 2025 drei Podestplätze
In der Formel 1 schaffte es Antonelli im vergangenen Jahr gleich dreimal auf das Podium: In Kanada, in Sao Paulo sowie - dank der Disqualifikation von McLaren - auch in Las Vegas landete der Rookie jeweils in den Top 3. Dabei hatte der Mercedes-Pilot zwischenzeitlich mit einem deutlichen Formtief zu kämpfen.
"Aber wir haben nie an seiner Geschwindigkeit, seinem Talent und seinen Fähigkeiten gezweifelt", betonte Mercedes-Teamchef Toto Wolff in einem Debrief-Video des Formel-1-Teams. "Man wird in der Formel 1 buchstäblich den Kannibalen vorgeworfen."
"Da ist der enorme Mediendruck, die Verantwortung gegenüber Mercedes - gegenüber den vielen Menschen, die alles geben, um dir einen Motor und ein Auto zur Verfügung zu stellen", ergänzte der Österreicher. "Und ich glaube, genau das war der Lernprozess, vor allem in der Mitte der Saison, insbesondere in Europa, wo jeder etwas von dir wollte."
"Und er ist ein guter Mensch. Deshalb wollte er auch niemandem Nein sagen", lobt Wolff. "Insgesamt würde ich sagen: eine gute Saison mit vielen Lernmomenten, eine starke Basis, um von hier aus weiterzumachen und 2026 mit einem neuen Auto zu starten - neu für alle. Und man weiß, was einen erwartet."
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