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"Alles rausgeholt": Charles Leclerc "zufrieden" mit "unerwarteten Podium"

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"Alles rausgeholt": Charles Leclerc "zufrieden" mit "unerwarteten Podium"
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Ferrari-Pilot Charles Leclerc profitiert vom Reifenpech der Konkurrenz und fährt als glücklicher Dritter beim Grand Prix von Großbritannien über die Ziellinie

Charles Leclerc ist der lachende Dritte im Grand Prix von Großbritannien. Der Monegasse kann in Silverstone im Ferrari überraschend auf Platz drei fahren. "Ich bin sehr glücklich mit diesem Ergebnis. Das haben wir vor dem Wochenende definitiv nicht erwartet", funkt er nach der Zieldurchfahrt.

Vom vierten Startplatz aus konnte sich Leclerc aus allen Scharmützeln heraushalten. Er fuhr ein einsames Rennen zwischen Spitze und Mittelfeld. Mit dem Kampf um das Podium schien er in Großbritannien nichts zu tun zu haben, bereits nach zwei Runden hatte er fast fünf Sekunden Rückstand auf die Spitze.

Bis zu seinem ersten Boxenstopp in Runde zwölf wuchs der Abstand zu Lewis Hamilton auf knapp 20 Sekunden an, demnach fuhr er rund eineinhalb Sekunden langsamer pro Runde als Mercedes. Nach den beiden Safety-Car-Phasen und den Boxenstopps lag er bereits rund 40 Sekunden zurück, 30 Sekunden fehlten allein auf Max Verstappen.

Leclerc zufrieden mit Reifenmanagement & Balance

Doch dann die Wendung: Valtteri Bottas erlitt in Runde 50 einen Reifenschaden vorne links, Verstappen legte einen Sicherheitsstopp ein und auch Hamilton plagte wenig später ein Reifenschaden. Leclerc ergriff seine Chance und profitierte zumindest vom Pech des Finnen, der aufgrund eines weiteren Stopps aus den Top 10 fiel.

"Sobald ich gehört hatte, dass Valtteri ein Reifenproblem hat, bin ich langsamer gefahren, danach hat es auch Carlos und Lewis erwischt. Da hatten wir wirklich Glück", ist der Monegasse froh, dass seine harten Reifen die Renndistanz unbeschadet überstanden haben.

"Was unser Rennen betrifft, haben wir das Beste rausgeholt, was heute möglich war. Ich bin sehr froh, wie wir die Reifen gemanagt haben vom Beginn bis zum Ende, auch mit der Balance des Autos bin ich zufrieden." Auch im Vorjahr konnte Leclerc auf den dritten Platz in Silverstone fahren.

Charles Leclerc, Romain Grosjean, Daniel Ricciardo

Grosjean als Joker für Leclerc: "Ohne ihn wäre es schwieriger geworden"

Foto: Motorsport Images

Allerdings bedeuten die 15 WM-Punkte ein Jahr später deutlich mehr, denn Ferrari bleibt insgesamt weiter hinter den Erwartungen. "Ja, die Performance des Autos ist nicht dort, wo wir sein wollen, aber heute haben wir unsere Chance beim Schopf gepackt."

Daher empfindet er in dieser Saison deutlich mehr Genugtuung. "Ja, definitiv kam das in diesem Jahr deutlich unerwarteter. Natürlich hatten wir heute Glück, aber ich bin einfach zufrieden damit, wie wir dieses Wochenende gearbeitet haben."

Zwar möchte er nicht dauerhaft um vierte Plätze kämpfen, aber zu mehr ist der SF1000 derzeit nicht fähig, muss sich Leclerc eingestehen. "Ich denke, wir haben absolut alles aus der Strategie und dem Auto geholt." Wie seine Kollegen auf dem Podium setzte auch Leclerc auf eine Einstoppstrategie mit einem Wechsel in der zweiten Safety-Car-Phase (in Runde 13 von Medium auf Hard).

Grosjean hilft Leclerc im Kampf gegen McLaren

"Speziell das Reifenmanagement hat heute gut funktioniert, das war einfach", schildert er. Ferrari sei mit einem sehr "aggressiven" Abtriebsniveau nach Silverstone gereist, daher sei er vor allem auf den Geraden schnell gewesen, in den Kurven taten sich jedoch beide Scuderia-Fahrer schwer.

"Daher hatten wir Sorge um die Rennpace, speziell was den Reifenabbau angeht. Aber wir haben einen guten Job gemacht." Der geringe Abtrieb hat ihm auf den Geraden den entscheidenden Vorteil im Zweikampf geliefert, während er in den Kurven nicht zu sehr gerutscht ist, was sich negativ auf die Pneus ausgewirkt hätte.

Der Glückspilz bedankt sich nach dem Rennen außerdem bei Romain Grosjean. Der Ferrari-Kunde war auf einer alternativen Strategie bis auf Rang fünf direkt hinter Leclerc gespült worden, und hielt somit die direkten Konkurrenten, McLaren und Renault, ein wenig auf.

"Ich hatte ein wenig Glück, dass der Haas hinter mir war vor den McLaren. Ob ich sie so einfach hinter mir halten hätte können, weiß ich nicht, aber das wäre definitiv deutlich schwieriger geworden", strahlt Leclerc. Dank seiner 15 WM-Punkte rangiert er nun auf dem fünften Platz in der Fahrerwertung (55 Punkte hinter Hamilton).

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event Silverstone 1
Subevent Rennen
Fahrer Charles Leclerc
Teams Scuderia Ferrari Mission Winnow
Urheber Maria Reyer