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Renault-Boss de Meo: Alpine ist in der Formel 1, um Rennen zu gewinnen

Renault-Konzernchef Luca de Meo und Alpine-Geschäftsführer Laurent Rossi schildern, was sie von Alpine in der Formel-1-Saison 2021 erwarten

Renault-Boss de Meo: Alpine ist in der Formel 1, um Rennen zu gewinnen

"Allez les Bleus", feuert Renault-Geschäftsführer Luca de Meo das Alpine-Team bei der Präsentation des neuen Boliden an. Der neue starke Mann an der Spitze des französischen Autoherstellers betont einmal mehr die langfristige Verpflichtung des Konzerns in der Formel 1 und gibt klare Ziele für die neue Saison mit Fernando Alonso und Esteban Ocon aus.

"Das ist eine Freude und Ehre, die Saison 2021 zu begehen - die erste mit neuen Farben", strahlt de Meo bei der Vorstellung des neuen A521. Das französische Werksteam hat sich unter seiner Führung neu aufgestellt. Die Marke Alpine wird neu ausgerichtet, die Formel 1 dient dabei als globale Marketingplattform.

Alle Motorsportaktivitäten fallen nun in den Verantwortungsbereich der Alpine-Sparte, die mit Laurent Rossi in diesem Jahr einen neuen Geschäftsführer erhalten hat. Zunächst wurde Cyril Abiteboul mit der Restrukturierung und Neuentwicklung der Marke beauftragt.

Klare Ansage: "Wir sind hier, um zu gewinnen"

Der Franzose verließ den Konzern und das Formel-1-Team jedoch im Januar, seine Position teilen sich nun Davide Brivio und Marcin Budkowski auf. "Ich habe völliges Vertrauen in unser Management-Team, dass sie uns zu Erfolgen führen werden", betont der Renault-Boss.

Der "kollektive Spirit" sei ihm besonders wichtig, stellt de Meo klar. Er spricht von langfristigen Erfolgen, die sich einstellen werden, wenn jedes einzelne Teammitglied dessen Talent und Expertise an der richtigen Position zeigen könne.

"Die 1.200 Frauen und Männer in Enstone [Chassis-Fabrik] und Viry-Chatillon [Motoren-Fabrik] geben jeden einzelnen Tag ihr Bestes. Ihnen verdanken wir auch unsere Fortschritte in den vergangenen Jahren. Ich weiß, dass sie noch mehr schaffen werden und ich möchte ihnen heute meine Unterstützung zeigen."

Alpine A521

Alpine A521
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Foto: Alpine

Der neue Alpine A521 ist da! Hier die ersten Fotos des neuen Formel-1-Autos von Fernando Alonso und Esteban Ocon ansehen - und mehr über den 2021er-Rennwagen erfahren!

Alpine A521

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Foto: Alpine

Und eine Überraschung gleich vorneweg: Der A521 ist nicht der erste Formel-1-Wagen von Alpine. Die Marke hatte in den 1970er-Jahren bereits den ersten Renault gebaut, Projektname A500. Diese Bezeichnung wurde für 2021 aufgegriffen und im Autonamen verewigt.

Alpine A521

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Foto: Alpine

Damit weiter zur Technik des A521. Er basiert natürlich auf dem Renault R.S.20 aus dem Vorjahr und stellt lediglich eine Weiterentwicklung dar. Alpine ist schließlich kein "echtes" neues Team, sondern wurde nur umbenannt. Das Team dahinter in Enstone (England) und Viry (Frankreich) ist das gleiche wie bisher.

Alpine A521

Alpine A521
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Foto: Alpine

Für seine ausladenden Motorhauben und großen Airboxen war schon Renault bekannt. Auch bei Alpine bleibt dieses Merkmal, wie die Vogelperspektive auf den A521 zeigt. Die 2021er-Lösung wirkt sogar noch wuchtiger als bisher.

Alpine A521

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Foto: Alpine

Neu dagegen sind die Farben. Man setzt auf Metallic-Blau, etwas Rot und etwas Weiß, also die französischen Nationalfarben. Kein Wunder: Alpine versteht sich als französische "Nationalmannschaft".

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Foto: Alpine

Ganz vorne am Auto sieht man vieles, was schon 2020 da war - und noch früher bei Mercedes: Die Nase ist ganz klar beim WM-Team der vergangenen Jahre abgeschaut, dazu auch die "Cape"-Konstruktion unterhalb der Frontpartie.

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Foto: Alpine

Bei den seitlichen Windabweisern hat Alpine das Design im Detail verfeinert - wie die meisten Teams, die bisher ihre Neuwagen gezeigt haben.

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Foto: Alpine

Per Reglement muss der Unterboden vor den Hinterrädern jetzt schmaler sein. Das hat Alpine am A521 natürlich umgesetzt.

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Foto: Alpine

Ob der Heckflügel mit seiner doppelten Schwanenhals-Halterung so bleiben wird? Meist zeigen die Teams bei ihren Autopräsentationen noch nicht die finalen Konstruktionen, die dann auch ins Rennen gehen.

Alpine A521

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Foto: Alpine

Klar ist aber: Der Mann mit der Nummer 14 ist wieder da. Alonso kehrt in die Formel 1 zurück, als Teamkollege von Ocon. Und: Ex-Red-Bull-Mann Daniil Kwjat wird Test- und Ersatzfahrer.

De Meo stellt klar, dass sich Renault langfristig zur Königsklasse bekennt. Und: "Wir sind hier, um zu gewinnen. Wir werden alle erforderlichen Mittel einsetzen, um auf dem bestmöglichen konkurrenzfähigen Niveau zu sein." Die Ära Alpine soll ein neuer Versuch sein, es wieder ganz nach oben zu schaffen.

"Sportlichkeit, Eleganz, Avantgarde", unter diesen drei Schlagworten fasst der Renault-Geschäftsführer den Markenkern zusammen. Diese Neuausrichtung spiegelt sich auch in der Lackierung und dem neuen Auftritt des Teams wider. "Einfachheit und Stärke" dominieren die neue Optik.

Bewusst gewählt sind auch die Farben Blau, Weiß und Rot auf dem Auto: "Tatsache ist, dass dieses Auto die Identität von Alpine verkörpert. Die Lackierung symbolisiert unsere Werte: Blau, Weiß und Rot stehen sowohl für die französische Nationalflagge wie auch für den Union Jack"

Rossi: Alpine soll wieder Siege und Titel einfahren

Das Team, das in Frankreich und England stationiert ist, soll durch das neue Design vereint werden, erklärt Rossi. "Motorsport ist Teil unserer Strategie, um die Marke Alpine weiterzuentwickeln. Dieses Auto ist auch ein Asset, um die Exzellenz der Renault-Gruppe zu zeigen", merkt der Alpine-Geschäftsführer an.

Er trat seinen Posten im Januar 2021 an und steht auch dem Formel-1-Team vor. "Nur einen Monat nach meiner Ankunft habe ich den Einsatz und die Expertise miterlebt, die das Team in dieses Auto gesteckt hat." Der A521 basiert auf dem Chassis des RS20, vor allem dessen Stärken habe sein Team übernommen.

"Das Team hat eine Vielzahl an Änderungen am Chassis vorgenommen, um den Regeln zu entsprechen und die Konkurrenzfähigkeit zu garantieren. Auf der Motorenseite hat die Verschiebung der neuen Regeln dazu geführt, dass wir eine Evolution des R20A einsetzen werden."

Luca de Meo

Luca de Meo führt den Renault-Konzern seit 2020

Foto: Alpine

In Viry wurde vor allem an der "optimalen Performance und Zuverlässigkeit" des Antriebs für die Saison 2021 gearbeitet. "Da das Auto eine Weiterentwicklung des Vorjahres ist, stehen wir nun vor einer Entscheidung." Renault möchte mit Alpine wieder an die Spitze der Formel 1 zurückkehren, die Regeländerungen 2022 und 2025 bieten dazu eine Gelegenheit.

"Während wir sicher sind, dass wir unser Bestes gegeben haben, müssen wir uns [gleichzeitig] auf die nächsten Herausforderungen fokussieren. Wir werden uns so positionieren, dass wir weiterhin auf Podien fahren werden und ein wahrer Anwärter auf Siege und Konstrukteurs- und Fahrer-WM-Titel werden", gibt Rossi ein klares Ziel aus.

Der A521 symbolisiere den Anfang eines neuen Kapitels, das aus Konzernsicht erfolgreicher werden soll als der Werkseinstieg 2016. Auch weil der Renault-Konzern wirtschaftlich angeschlagen ist und das Formel-1-Projekt nur unter der Bedingung der neuen Budgetobergrenze weiterführt.

Vom drohenden Ausstieg zur Alpine-Verwandlung

De Meo selbst gab nach der Alpine-Bekanntgabe im Vorjahr zu, dass die wirtschaftliche Lage von Renault aufgrund der Umbrüche in der Automobil-Branche und der Corona-Pandemie "dramatisch" sei. Bereits 2019 hat der Konzern ein Milliarden-Sparprogramm angekündigt.

Auch das Formel-1-Engagement sollte überprüft werden, ein neuerlicher Ausstieg stand im Raum. Mit Ende 2020 hätte sich die Mannschaft straffrei verabschieden können, da das alte Concorde-Agreement mit 31. Dezember auslief.

Doch im Mai des Vorjahres dann die Wende: Interims-CEO Clotilde Delbos gab bekannt, dass Renault angesichts der veränderten Rahmenbedingungen bleiben wird. Vor allem die neue Budgetobergrenze trug zu dieser Entscheidung bei, ohne dessen Implementierung wäre das Projekt vor dem Aus gestanden.

 

Angesichts von 15.000 Stellenkürzungen und einem Sparprogramm von zwei Milliarden Euro für den Renault-Nissan-Konzern war dies ein starkes Signal, auch für die Zukunftsträchtigkeit der Marke Formel 1. "Ich werde nicht der Kerl sein, der nach 43 Jahren in der Serie das Licht ausknipst", stellte auch de Meo im Vorjahr klar.

Dennoch betonte er im gleichen Atemzug auch, dass es wichtig sei, "kein Geld aus dem Fenster zu werfen". Auch weil der französische Staat am Renault-Konzern unmittelbar beteiligt ist. Mit dem Alpine-Team soll ganz im Gegenteil langfristig sogar Gewinn erwirtschaftet werden, dank der Kostengrenze und der neuen Preisgeldverteilung.

Was den kurzfristigen Ausblick betrifft, bleibt der Renault-Konzernboss aber realistisch: "Wir wissen, dass 2021 schwierig werden wird. Wir werden dafür kämpfen, das Jahr zu einem erfolgreichen zu machen, aber das ist ein kollektiver Kraftakt."

De Meo: "Jedes Podium beweist, dass alles möglich ist"

De Meo erwartet zumindest, dass die Mannschaft den Aufwärtstrend des Vorjahres fortsetzt. Mit Daniel Ricciardo und Esteban Ocon schaffte Renault drei Podestplätze und 181 WM-Punkte (Rang fünf) - das erfolgreichste Jahr seit dem Wiedereinstieg.

"Jedes Podium, auf das wir steigen werden, wird beweisen, dass alles möglich ist." Mit der Rückkehr von Fernando Alonso hat Renault einen altbekannten Leistungsträger an der Spitze stehen. De Meo erklärt, warum er seinen Landsmann unbedingt zurückholen wollte: "Er ist ein zweifacher Weltmeister und internationaler Star."

Alonso bringe nicht nur Speed, sondern auch Hartnäckigkeit, Willen, Talent, Erfahrung und Engagement mit. "Es ist eine große Ehre, diesen fantastischen Fahrer im Team zu haben. Aber es ist auch eine große Verantwortung", weiß der Renault-Boss.

Der 39-Jährige erwartet, mit Renault mittelfristig an alte Erfolge anknüpfen zu können. Er ist bekannt für sein Temperament und kurzen Geduldsfaden, 2021 sieht er aber eher als Übergangsjahr an, um sich auf die große Regelrevolution vorbereiten zu können.

An seiner Seite wird Esteban Ocon versuchen, den Schwung der zweiten Saisonhälfte 2020 mit dem zweiten Platz in Bahrain mitnehmen zu können. Der Franzose sei ein "kommender Star", meint de Meo und lobt: "Er bringt sein Talent, wie auch seinen Kampfgeist und klaren Kopf, seine Bescheidenheit und Konstanz mit."

Und: "Wir dürfen ein paar wunderbare Podestplätze von ihm erwarten. Das ist ein tolles Duo. Sie verkörpern die Werte der Renault-Gruppe und die Authentizität von Alpine. Sie haben ihren Platz in der Elite des Motorsports verdient."

Mit Bildmaterial von Alpine.

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