Erster F1-Test im Aston Martin beschert Alonso Flashback: Wie mit Jaguar 2002

Grün lackiert und ohne Branding: Bei seinem ersten Test mit Aston Martin fühlte sich Fernando Alonso unweigerlich an seine Fahrt im Jaguar 2002 erinnert

Erster F1-Test im Aston Martin beschert Alonso Flashback: Wie mit Jaguar 2002
Audio-Player laden

Im Vorfeld seines Wechsels zu Aston Martin durfte Fernando Alonso am vergangenen Dienst beim letzten offiziellen Testtag des Formel-1-Jahres 2022 auf dem Yas Marina Circuit einen ersten Lauf mit seinem neuen Team absolvieren.

Im AMR22 drehte der Spanier 97 Runden und sagte danach, er sei zu "100+" Prozent zufrieden mit seiner Entscheidung, Alpine in Richtung des britischen Teams zu verlassen.

Aufgrund von Alonsos bestehendem Vertrag mit Alpine musste das Auto jedoch ohne Sponsoren getestet werden. Das hieß: Es war in seiner grünen Grundlackierung zu sehen und nur mit Aufklebern von Aston Martin, Pirelli und der FIA bestückt.

Erinnerungen an Jaguar werden wach

Außerdem musste Alonso an diesem Tag einen schwarzen Overall und einen Helm im Tarnmuster tragen. Unter diesen Vorzeichen wurden beim 41-Jährigen, ebenso wie bei Aston-Martin-Botschafter und Ex-Formel-1-Pilot Pedro de la Rosa, Erinnerungen wach, nämlich an einen Testeinsatz Alonsos für Jaguar im Jahr 2002.

"Wir betraten am Morgen gemeinsam die Garage und sahen das grüne Auto", erzählt Alonso, der sich sofort zurückversetzt fühlte. "Wir sagten beide: 'Das ist genau wie bei Jaguar im Jahr 2002!' Aber klar, das ist natürlich ein ganz anderes Projekt."

Alonso arbeitete damals als Testfahrer für Renault, als er von Niki Lauda, seiner Zeit Jaguar-Teamchef, zu einem Test mit dem R3-Auto in Silverstone Ende Mai abkommandiert wurde.

De la Rosa: "Genau das gleiche Szenario"

In der Saison fuhr de la Rosa an der Seite von Eddie Irvine für Jaguar, doch das Team rang um seine Form. Es holte nur acht Punkte und belegte den siebten Platz in der WM, wobei sich die Dinge nach der Einführung eines B-Autos zur Jahresmitte besserten.

Fernando Alonso

Alonso pilotierte beim Silverstone-Test im Mai 2002 einen Jaguar R3

Foto: Motorsport Images

Auch de la Rosa kam der damalige Test beim Anblick des "blanken" Aston Martin in Abu Dhabi sofort in den Sinn: "Als Fernando kam, sahen wir uns das Auto ohne Branding an, und ich scherzte mit ihm, weil wir 2002 einen Test mit Jaguar gemacht hatten."

"Ich bin dort Rennen gefahren. Sie holten Fernando dazu, um zu sehen, wie schnell das Auto sein kann. Denn Niki dachte schon, dass ich und Eddie dort nur Spaß hatten! Das Auto war ohne Sponsoren, grün, und er hatte einen komplett weißen Overall", erinnert sich de La Rosa. Der einzige Unterschied: "Jetzt hat er schwarz."

"Ich sah ihn an und er sagte: 'Erinnerst du dich?' Und 20 Jahre später ist es genau das gleiche Szenario: ein grünes Auto, in einem markenlosen Overall."

Zum Zeitpunkt seines Tests im Jahr 2002 wurde Alonso in den spanischen Medien mit einem möglichen Wechsel zu Jaguar in Verbindung gebracht. Obwohl er damals die drittschnellste Zeit fuhr, betonte er, dass er für die Zukunft "nur an Renault denke".

Renault stellte Alonso schließlich ein Cockpit für 2003 zur Verfügung. In Ungarn gewann er als bis dahin jüngster Fahrer in der Geschichte einen Grand Prix, bevor er 2005 und 2006 mit dem französischen Hersteller auch die Meisterschaft gewann.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Nicholas Latifi: "Viele Fahrer würden töten für ein Rennen"
Vorheriger Artikel

Nicholas Latifi: "Viele Fahrer würden töten für ein Rennen"

Nächster Artikel

Alexander Albon: Abu Dhabi war vor dem Umbau besser zum Überholen

Alexander Albon: Abu Dhabi war vor dem Umbau besser zum Überholen