Alonso "könnte die ganze Nacht fahren" im Alpine in Katar

Warum Fernando Alonso nach dem Formel-1-Qualifying in Katar von seinem Alpine A521 schwärmt und weshalb Esteban Ocon nicht ebenso gut abgeschnitten hat

Alonso "könnte die ganze Nacht fahren" im Alpine in Katar

So gut hat Fernando Alonso in seinem Comeback-Jahr in der Formel 1 bisher nicht abgeschnitten: Im Qualifying zum Katar-Grand-Prix 2021 in Losail (das Rennen hier im kostenlosen Formel-1-Liveticker verfolgen!) belegte er den fünften Platz. Anschließend wollte er am liebsten gar nicht aussteigen: "Ich sagte dem Team, ich könnte die ganze Nacht lang fahren, wenn man mir nur genug Sprit reinfüllt."

Doch woran liegt es nur, dass Alpine in Katar so aufzutrumpfen weiß? Alonso selbst schiebt es auf die Wochenend-Form, die beim drittletzten Grand Prix des Jahres von Anfang an "okay" gewesen sei. Das Auto habe sich vom ersten Freien Training an "gut" verhalten. "Es scheint, dass manche Strecken unserem Paket besser liegen. Istanbul, Sotschi, Losail. Da gibt es gewisse Ähnlichkeiten", meint Alonso.

Zumindest die Qualifying-Ergebnisse gleichen sich: Auf den genannten Kursen hat Alonso jeweils sechste Plätze im Zeittraining erzielt, dazu jetzt P5 in Katar. Mit 1:21.670 Minuten in Q3 schrammte der zweimalige Formel-1-Weltmeister sogar nur um 0,030 Sekunden vorbei an Platz vier. Sein Alpine-Teamkollege Esteban Ocon fuhr knapp vier Zehntel hinter Alonso auf P9 und damit ebenfalls unter die Top 10 der Startaufstellung.

Und auch Ocon glaubt: Losail liegt dem Alpine A521 einfach. Er verweist zudem auf die "perfekten Bedingungen" für den Einsatz eines Formel-1-Autos auf der Rennstrecke: "Keine Bodenwellen, eine sehr flache Strecke. Das Auto hat da einfach gut funktioniert."

"Mexiko und Austin waren zwei ganz andere Streckentypen, die wir so nicht mehr antreffen dieses Jahr. Lassen wir die beiden Rennen mal außen vor, waren wir recht konstant", sagt Ocon.

Alonso: Lohnt sich eine Formanalyse überhaupt noch?

Und ob es sich da überhaupt noch lohnt, eine "grundlegende Analyse" zu betreiben, wie Alonso überlegt? Der Spanier selbst stellt das in Frage und meint: "In drei Wochen sind diese Autos eh Geschichte." Alpine könne höchstens Lehren aus der aktuellen Saison ziehen, die "nur langfristig helfen für nächstes Jahr", so Alonso.

Kurzfristig gehe es für das Team darum, AlphaTauri in den noch ausstehenden drei Rennen die Stirn zu bieten im Kampf um P5 der Konstrukteurswertung. Daher sagt Alonso: "Samstage sind prima, aber im Rennen geht es darum, die Positionen zu maximieren. Am Sonntag gibt es die Punkte. Also warten wir mal ab."

Es gäbe "viele Fragezeichen" vor dem Grand Prix in Katar. "Einige fahren aus den Top 10 mit Medium los, andere mit Soft. Wir wissen noch nicht, wie viele Stopps es geben wird. Die Strecke ist neu für uns alle, wir haben nicht genug Daten", erklärt Alonso. "Es ist aber natürlich besser, all diese Fragen mit P5 als mit P15 zu beantworten."

Weshalb Ocon nicht ähnlich schnell war wie Alonso

Womit wir bei der Frage wären, warum Ocon nicht ähnlich schnell war wie Alonso. Das beantwortet der Franzose gleich selbst: Er sei auf seiner entscheidenden Runde in Q3 gleich in der ersten Kurve "etwas zu weit rausgekommen", so Ocon. "Es war also nicht das beste Qualifying auf meiner Seite, auch, weil ich nur einen frischen Soft-Reifensatz hatte. Aber sowas kommt vor."

Er müsse Alonso zu dessen "starker Runde" und einer "hervorragenden Leistung" gratulieren, sagt Ocon, der im Teamkollegen-Vergleich nun 9:11 hinten liegt im Qualifying. Doch P5 von Alonso sei in jedem Fall positiv zu werten: "Es ist schön zu sehen, dass wir wieder eine so gute Leistung zeigen wie zu Saisonbeginn. Das Auto war sehr konkurrenzfähig heute. Und wir sind nahe dran an AlphaTauri."

Weitere Co-Autoren: Luke Smith. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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