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Formel 1 Silverstone

Alonso kritisiert Strafpunkte: Da bleibt man besser hinten

Fernando Alonso untermauert seine Kritik an den Strafpunkten gegen Nico Hülkenberg nach dem Sprint in Österreich und fordert einen generellen Regel-Abbau

Alonso kritisiert Strafpunkte: Nie so viele Regeln wie heute

Der Routinier untermauert seine Kritik an der aktuellen Strafenpraxis in der Formel 1. Dass Nico Hülkenberg im Sprint auf dem Red Bull Ring eine Zeitstrafe erhielt, weil er den zweimaligen Weltmeister abgedrängt hatte, findet Fernando Alonso richtig. Nicht aber, dass er dafür Strafpunkte bekommen hat.

"Als die Strafpunkte eingeführt wurden, ging es darum, gefährliche Fahrer davon abzuhalten, weiterhin Strafen zu kassieren, ohne jemals eine Rennsperre zu erhalten. Und generell, gefährliche Manöver auf der Strecke zu verhindern", sagt der Aston-Martin-Pilot.

"Jetzt verwechseln wir aber gefährliche Situationen mit einfachen Fehlern im Rennen. Ich habe einen solchen Fehler in Kurve 3 gemacht und Guanyu Zhou touchiert. Das Gleiche gilt für Nico oder andere Fahrer - du machst einen Fehler und zahlst den Preis. Entweder du gibst die Position zurück oder du bekommst fünf oder zehn Sekunden Zeitstrafe."

 

"Solche Fehler sind passiert und werden immer passieren. Aber ich verstehe nicht, was an solchen Manövern gefährlich sein soll." Die Strafpunkte wurden im Jahr 2014 eingeführt. Auslöser war ein Startunfall beim Großen Preis von Belgien 2012 um Romain Grosjean, in den auch Fernando Alonso verwickelt war.

"Sie sollen gefährliches Fahren verhindern und uns vor Fahrern schützen, die alle zwei oder drei Wochen Leute in Gefahr bringen, wie es in der Vergangenheit der Fall gewesen ist", so der 42-Jährige weiter.

"Aber jetzt verwechseln wir Fahrfehler mit gefährlichem Fahren. Damit nehmen wir nur den Anreiz, ein Überholmanöver zu wagen, wenn man bei einem Fehler gleich Strafpunkte kassiert. Da ist es manchmal besser, hinten zu bleiben. So werden nur Manöver mit DRS gefördert. Das finde ich falsch."

Vorschriften müssen abgebaut werden

Generell missfällt ihm die ausufernde Regelbürokratie in der Formel 1: "Wir hatten noch nie so viele Regeln wie heute. Wir dürfen hier nicht überholen, wir dürfen da nicht schnell fahren, wir dürfen dort nicht langsam fahren, wir dürfen... eigentlich gar nichts!"

"Es ist so überreguliert und das frustriert uns Fahrer manchmal. Das gilt auch für die Teams. Wir müssen da eine Lösung zwischen allen finden. Wir können die FIA nicht alleine lassen, sondern müssen etwas Besseres als die aktuellen Regeln vorschlagen. Und zwar unter uns allen."

Also wieder weg von den Regeln und zurück zum gegenseitigen Vertrauen der Fahrer, wie es Kevin Magnussen vorschlägt? "So habe ich es immer gemacht, wenn ich mit anderen Fahrern gekämpft habe", lässt Alonso durchblicken.

Und er gibt zu: "In der Hitze des Gefechts vergisst man für einen Moment die Regeln, wenn man um Punkte, das Podium oder sogar die Weltmeisterschaft kämpft. Ich habe fünf Mal im letzten Rennen um die Weltmeisterschaft gekämpft. Wie kann man in diesem Moment an die Regeln denken?"

"Man versucht einfach, in solchen Situationen zu überholen oder zu verteidigen und dabei fair zu bleiben. Und man vertraut den anderen Fahrern. So sind wir wahrscheinlich schon immer Rennen gefahren."

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