Alonso: McLarens F1-Auto 2017 mit anderem Motor "ein Top-5-Auto"

Wenn der schwache Honda-Motor nicht wäre, könnte der McLaren MCL32 laut Fernando Alonso regelmäßig in die Top 5 der Formel-1-Rennenn 2017 fahren.

McLarens Motorenpartner Honda hatte sich für die 3. Saison nach dem Formel-1-Comeback einen großen Schritt nach vorn versprochen. Doch die Realität sieht anders aus.

Seit den ersten Testfahrten im Februar 2017 hinkt der McLaren-Honda MCL32 allen voran aufgrund des schwachbrüstigen Motors der Konkurrenz hinterher. Hinzu kommt eine Defektwelle, die mittlerweile einem Albtraum gleicht.

Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne bleibt nichts anderes übrig als sich in Geduld zu üben und daran zu denken, was theoretisch möglich wäre. Auf die Frage, ob das McLaren-Chassis mit einem besseren Motor für Rennsiege gut wäre, meint Alonso: "Die Antwort darauf fällt nicht schwarz oder weiß aus."

Alonso: "Defizit kommt nicht nur vom Motor"

"Auf einigen Strecken sind wir konkurrenzfähiger als auf anderen. In Sochi fehlten uns 3,3 Sekunden auf die Spitze", erinnert Alonso und schlussfolgert: "Das Defizit kommt also nicht nur vom Motor."

Fotos: Fernando Alonso in der Formel-1-Saison 2017

An Siege will Alonso also selbst dann nicht glauben, wenn Honda einen gewaltigen Zahn zulegen sollte. Als realistische Einschätzung des Potenzials vom MCL32 hält der Spanier fest: "Wir könnten in jedem einzelnem Rennen hinter Mercedes und Ferrari in die Top 5 fahren. Auf gewissen Strecken könnten wir hoffentlich näher an ihnen dran sein."

Doch all das bleibt freilich Wunschdenken, solange Honda die Probleme mit aktuellen Triebwerk nicht gelöst bekommt. Nach 4 Rennen der Saison 2017 steht McLaren als einziges Team neben Sauber noch ohne WM-Punkte da.

Durchhalteparolen von Honda

In Sochi schaffte es Alonso nicht mal bis zum Start, weil die Honda-Antriebseinheit schon in der Einführungsrunde den Dienst quittierte. "Wenn wir nicht einmal mitfahren können, stimmt irgendwas nicht. Es gibt aber nichts, was ich dagegen tun könnte", so der zweimalige Weltmeister zerknirscht.

Honda-Motorsportchef Yusuke Hasegawa versichert: "Wir versuchen alles. Bei uns laufen viele Programme parallel, sodass wir in ein paar Rennen ein paar Updates haben. Wir gehen davon aus, einen Teil des Performance-Rückstands aufholen zu können."

Bleibt die Frage, ob das ausreicht, Alonso langfristig bei Laune zu halten. Im Anschluss an sein Heimrennen, den Grand Prix von Spanien in Barcelona am kommenden Wochenende, steht für den Spanier der Ausflug zum Indy 500 der IndyCar-Serie an.

Das 1. Freie Training in Indianapolis beginnt am Montag gerade mal 28 Stunden nach dem Start des Grand Prix von Spanien. Das Indy 500 selbst steigt am 28. Mai, während Alonso beim Grand Prix von Monaco von Jenson Button vertreten wird.

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