Alonso mit Platz sechs zufrieden: Endlich auch im Regen schnell!

In Imola und Spa war Alpine im Regen schlecht, doch in Sotschi lief es endlich rund: Am Ende hätte es sogar besser sein können als Platz sechs für Fernando Alonso

Alonso mit Platz sechs zufrieden: Endlich auch im Regen schnell!

"Heute war eine schöne Überraschung", sagt Fernando Alonso nach Platz sechs beim Qualifying in Sotschi. Der Alpine-Pilot war vor allem auf Intermediates ziemlich schnell und schloss etwa Q2 als Drittschnellster ab, doch auch auf Slicks am Ende gelang ihm eine gute Runde, die ihn auf Platz sechs brachte.

Ein wenig hadert er aber doch: "Im Trockenen ist es schwierig, eine Runde zusammenzubekommen. Ich denke, ich hätte Vierter werden können", sagt Alonso. Denn: Bis zum letzten Sektor war Alonso nach eigener Aussage gut dabei, "aber dann bin ich auf eine weiße Linie gekommen und habe drei oder vier Zehntelsekunden verloren."

Da sein Rückstand auf Lewis Hamilton aber nur eineinhalb Zehntelsekunden betrug, rechnet der Alpine-Pilot selbst, wo er rausgekommen wäre.

Doch im Grunde ist das für ihn fast egal: "Es sind Positionen, die vielleicht eh nicht unser Rennen sind. Ich hätte zwar Vierter werden können, aber mit Hamilton hinter dir bist du dann nach der ersten oder zweiten Runde schnell nur noch Fünfter oder Sechster." Für ihn ist Platz sechs daher durchaus realistisch.

Hauptsache vor Aston Martin und AlphaTauri

Alonso weiß aber auch, dass hinter ihm noch viele andere schnelle Autos starten. Valtteri Bottas etwa werde er kaum hinter sich halten können, genau wie die beiden Red Bull von Sergio Perez und Max Verstappen. Zwar hat er in Budapest gegen Lewis Hamilton seine Verteidigungskünste gezeigt, aber Sotschi ist eben nicht Budapest.

 

"Wir sind Sechster, aber das kann schnell auch Achter oder Neunter sein", sagt Alonso. "Früher oder später landet man aus seiner normalen Position." Am wichtigsten ist ohnehin für ihn, dass er sich vor den Hauptkonkurrenten von Aston Martin und AlphaTauri platzieren konnte. "Wir starten vor ihnen und wollen vor ihnen ins Ziel kommen. Die anderen gehören vielleicht nicht zu unserem Rennen."

Alonso weiß, dass in Sotschi viel auf den Start und den langen Weg in Kurve 2 ankommt. "Das ist einer der schwierigsten Kurven der Meisterschaft", sagt er und verweist auf die hohe Safety-Car-Quote in den vergangenen Jahren.

Im Nassen endlich mal Speed gezeigt

"Wenn du einen guten Start hast, kannst du den Windschatten nutzen und vielleicht ein paar Positionen gutmachen, aber wenn du einen schlechten hast, dann musst du dich verteidigen", so Alonso. Das entscheidet sich dann in den ersten drei oder vier Sekunden.

"Aber natürlich sind wir in einer Position, in der wir Risiken eingehen können und andere nicht, weil wir leider nicht um die Meisterschaft kämpfen", sagt er. "Wenn es eine Möglichkeit gibt, werden wir sie versuchen zu nutzen. Wir werden aber sicherlich nichts Verrücktes machen."

Doch unabhängig vom Ausgang morgen freut man sich bei Alpine, dass es heute im Regen so gut lief. In Imola und Spa schien man einige Probleme zu haben, "von daher hatten wir einige Zweifel", meint Alonso. "Aber wir waren schnell. Und das sind gute Neuigkeiten. Wir scheinen im Nassen etwas mehr Vertrauen zu bekommen, und darüber war ich glücklich."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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