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Alonso spricht Klartext: Nicht das Auto entscheidet über 2027, sondern ...

Die Formel-1-Zukunft von Fernando Alonso ist noch offen: Der Aston-Martin-Pilot stellt klar, dass das Potenzial seines Autos "nicht wirklich" zur Entscheidung beiträgt

"Geht nicht wirklich um das Auto": Wie Alonso über seine Zukunft entscheidet

Auch 2027 in der Formel 1? Fernando Alonso bleibt skeptisch ...

Foto: LAT Images

Der Formel-1-Fahrermarkt ist mit Blick auf 2027 so öde wie schon lange nicht mehr, doch eine spannende Frage ist weiterhin ungeklärt: Bleibt Fernando Alonso der Königsklasse in der kommenden Saison treu oder entscheidet sich der zweifache Weltmeister für das endgültige Karriere-Aus?

Der Vertrag des 45-Jährigen mit Aston Martin läuft am Ende der Saison 2026 aus und es gibt noch keine offizielle Entscheidung. Entsprechend allgegenwärtig sind die Fragen nach seiner Zukunft seit einigen Wochen - und auch am Medientag vor dem Großen Preis von Italien in Monza (alle Sessions im Liveticker!) war das nicht anders.

Allerdings hat sich die schwierige Situation des Spaniers zuletzt positiv verändert: Das große Update, das Aston Martin beim Großen Preis von Ungarn erstmals am AMR26 hatte, scheint Wirkung zu zeigen. Beim vergangenen Rennen in den Niederlanden feierte Alonso mit Platz neun zudem sein bestes Saisonergebnis.

Mit Blick auf seine Zukunft scheint das allerdings keine Auswirkungen zu haben. "Für meine Entscheidung geht es, wie ich gesagt habe, nicht wirklich um das Auto", stellt Alonso klar. "Ich werde professionell sein und mit 100 Prozent arbeiten, egal ob ich um P15 oder um einen Podiumsplatz kämpfe."

Alonso entscheidet Zukunft nach Formel-1-Reglement

"Für mich geht es mehr um das Reglement", betont der Aston-Martin-Pilot, der sich in den vergangenen Monaten mehrfach kritisch über das aktuelle Formel-1-Reglement geäußert hat. "Leider ist es, wie es ist. Das ist nicht die Formel 1, mit der wir aufgewachsen sind, und das ist nicht die Formel 1, die wir alle wollen."

"Wir müssen ein paar Dinge ändern", ergänzt Alonso, der allerdings keine schnelle Verbesserung erwartet: "Das wird nicht sofort passieren. Es wird für die Zukunft passieren, aber ich hoffe, dass ich irgendwie für das nächste Reglement beitragen kann. Wir kehren zurück zur echten Formel 1."

Ebenso wenig ist mit einer schnellen Entscheidung über seine Zukunft zu rechnen. "Nun, die Saison [2027] beginnt im März, denke ich, also haben wir jede Menge Zeit, oder?", sagt der verantwortliche Aston-Martin-Einsatzleiter Mike Krack. "Wissen Sie, wir arbeiten daran."

"Wir sind ziemlich zuversichtlich, dass wir für alle eine gute Lösung finden werden", ergänzt der gebürtige Luxemburger und betont, dass kein Zeitdruck herrscht: "Ob es September, Oktober oder November ist, ist wirklich kein Problem. Zumindest für mich nicht."

Fernando Alonso "vertraut Honda zu 100 Prozent"

Eine wichtige Grundvoraussetzung ist allerdings, dass Alonso weiterhin an das Potenzial von Aston Martin und vor allem an Motorenpartner Honda glaubt. "Die Einrichtungen, die wir in Japan haben, gehören zu den besten", ist der Spanier überzeugt.

Fernando Alonso

Fernando Alonso fuhr in Zandvoort aus eigener Kraft in die Punkte

Foto: LAT Images

"Ich denke, das Personal und das Management der Power-Unit wurden, wie Honda gesagt hat, inzwischen verstärkt. Viele Leute, die im vorherigen Projekt waren, sind auch bei diesem wieder dabei. Ich habe keine Zweifel. Ich vertraue Honda zu 100 Prozent. Wir müssen diesen Prozess einfach verkürzen."

"Leider sind wir mit dem falschen Fuß gestartet", gibt der Aston-Martin-Pilot zu. "Wir haben mit diesem Reglement begonnen und waren nicht auf dem Niveau, das wir uns gewünscht haben. Ich habe keine Zweifel, dass sie dorthin gelangen werden."

"Wie ich schon oft gesagt habe: Wir wollen nicht fünf Jahre warten, wie sie es beim letzten Mal getan haben. Wir wollen es in maximal zwei oder drei Jahren schaffen." Das Ergebnis aus Zandvoort, als Alonso auch dank einer mutigen Strategie in die Punkte fahren konnte, war dabei ein erster Schritt.

Aston-Martin-Pilot nennt wichtige Voraussetzung für 2027

"Es war ein schöner Schub für alle, weil wir wissen, dass zumindest die Richtung, die wir einschlagen, die richtige ist, denn wir haben seit Budapest viele Dinge am Auto verändert", sagt Alonso. "Offensichtlich wissen und spüren wir, dass wir in den Kurven an einen viel besseren Punkt kommen."

"Das gibt allen in Silverstone Hoffnung, dass wir, wenn wir diese Philosophie und diese Strategie und dieses Entwicklungstempo beibehalten, irgendwann eines der schnellsten Autos in den Kurven sein werden. Wir haben einen der Punkte abgehakt."

"Auf der Motorenseite denke ich, dass Zandvoort, um ehrlich zu sein, keine große Verbesserung war", räumt der 45-Jährige rückblickend ein. Honda hatte in den Niederlanden die neueste Ausbaustufe der Power-Unit am Start. "Die Fahrbarkeit war ein Problem und die zusätzliche Leistung war in Zandvoort schwer zu spüren."

"Vielleicht wird Monza ein aussagekräftigerer Test für den Motor, aber es ist noch ein langer Weg", weiß Alonso. "Wir müssen uns für nächstes Jahr an beiden Enden verbessern, beim Chassis und beim Motor. Das ist ein Muss. Das ist die größte Sache."

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