Alonso über Michael Schumacher: "Ich habe so viel von ihm gelernt"

Fernando Alonso erinnert sich an sein letztes WM-Duell mit Michael Schumacher - "Man muss ihn auf eine andere Art und Weise respektieren", sagt der Spanier

Alonso über Michael Schumacher: "Ich habe so viel von ihm gelernt"

Mit 40 Jahren ist Fernando Alonso nach Kimi Räikkönen (41) der zweitälteste Fahrer im aktuellen Formel-1-Starterfeld. Anlässlich seines runden Geburtstags vor wenigen Wochen schwelgte der Spanier in Erinnerungen an seine lange Formel-1-Karriere und sprach auch über sein letztes WM-Duell mit Michael Schumacher.

Nachdem Alonso im Jahr 2005 seinen ersten Titel mit Renault feiern konnte, kämpfte er auch in der darauffolgenden Saison um die Weltmeisterschaft. Sein Kontrahent: Schumacher, der die Königsklasse von 2000 bis 2004 mit Ferrari dominiert hatte.

Nachdem der Deutsche in Suzuka mit einem Motorschaden ausgeschieden war, fehlten ihm vor dem letzten Saisonrennen in Interlagos zehn Punkte auf Alonso. Damit hatte er nur noch Außenseiterchancen auf den Titel, denn nach dem damaligen Punktesystem gab es für den Sieger lediglich zehn Punkte.

"Michael musste gewinnen und hoffen, dass ich ausscheide", erinnert sich Alonso bei 'Sky'. "Ich hatte also eine gute Chance, die WM zu gewinnen. Zum damaligen Zeitpunkt war es das letzte Rennen von Michael. Er hatte seinen Rücktritt angekündigt."

Nach technischen Problemen im Qualifying startete Schumacher nur von Platz zehn, begann das Rennen aber mit einer starken Aufholjagd bis auf Rang fünf. Bei einem Überholmanöver gegen Giancarlo Fisichella zog er sich jedoch einen Reifenschaden zu, fiel ans Ende des Feldes zurück, kämpfte sich aber noch auf Platz vier vor.

Auf Alonso, der das Rennen als Zweiter beendete und seinen zweiten Titel holte, fehlten Schumacher am Ende 13 Punkte. Danach zog er sich für mehrere Jahre aus der Formel 1 zurück. 2010 gab er sein Comeback, das drei Saisons währte.

"Michael ist eine Legende des Sports", sagt Alonso heute. Er sieht in ihm Vorbild und Rivale: "Ich habe so viel von ihm gelernt, in den Jahren 2001, 2002, 2003, 2004. Und dann, 2005 und 2006, kämpften wir Seite an Seite und Rad an Rad mit ihm."

"Man muss Michael auf eine andere Art und Weise respektieren als jeden anderen Fahrer. Diese Momente, sich die Hände zu schütteln und solche Dinge, kamen einer Erleichterung gleich. Wir haben auf der Strecke hart gegeneinander gekämpft, aber da steckt immer noch ein Mensch unter diesem roten Helm."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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