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Alonso vor Abu-Dhabi-Finale: "Will am Montag nicht in den Schlagzeilen sein"

Aston-Martin-Star Fernando Alonso peilt ein sauberes Formel-1-Finale 2025 an und gibt zu, über mögliche Bremstaktik von Verstappen noch nicht nachgedacht zu haben

Alonso vor Abu-Dhabi-Finale: "Will am Montag nicht in den Nachrichten sein"

Fernando Alonso wird das Geschehen in Abu Dhabi genau verfolgen

Foto: LAT Images

Fernando Alonso wird beim Grand Prix von Abu Dhabi, dem Finalrennen der Formel-1-Saison 2025, vom sechsten Startplatz ins Rennen gehen. Aus diesem Grund war das breite Lächeln, das sich am Samstag nach dem Qualifying auf seinem Gesicht ausbreitete, keine Überraschung. Wenngleich seine Erwartungen nicht allzu hoch sind, freut er sich darauf, das Rennen zu genießen und sich aus allen Schwierigkeiten herauszuhalten.

Nach einem problembehafteten Auftakt ins Wochenende überraschte Alonso mit seinem Speed im Qualifying. "Ja, ich bin richtig glücklich. Um ehrlich zu sein, war P6 ein wenig unerwartet", gibt er zu und erklärt: "Wir hatten hinsichtlich dieser Streckenführung einige Bedenken. Wir ihr wisst, waren langsame Kurven die ganze Saison über unsere Schwäche."

"Wir sind daher nicht sonderlich zuversichtlich angereist. Und gestern fühlte sich das Auto ehrlich gesagt auch nicht besonders gut an. Es gab viel Untersteuern und viele Probleme in den langsamen Kurven. Aber über Nacht haben wir das Auto umgebaut", so die Speerspitze im Aston-Martin-Team.

"Wir waren mutig mit einigen Experimenten, die wir über Nacht ausprobiert haben, und heute Vormittag fühlte sich das Auto gut an. Also haben wir diese Abstimmung für das Qualifying beibehalten. Ehrlich gesagt war das Auto konkurrenzfähiger als erwartet. Das freut mich für das Team", so Alonso.

Das nächtliche Risiko hat nicht nur die Schlagkraft des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters für das Qualifying verbessert, sondern dürfte auch den Grand Prix am Sonntag spannender machen. "Mit dem Auto von Stand gestern konnten wir nicht in die Kurven einlenken. Jetzt können wir das. Das wird helfen, nicht zu crashen", grinst Alonso.

Während sich zahlreiche Fans auf den Titelkampf zwischen Max Verstappen (Polesetter), Lando Norris (P2 in der Startaufstellung) und Oscar Piastri (P3 in der Startaufstellung) konzentrieren werden, gibt Alonso zu, dass er noch nicht über die Taktik nachgedacht hat.

Über mögliche Bremstaktik von Verstappen noch nicht nachgedacht

Es könnte rein theoretisch passieren, dass Verstappen das Feld einbremst - ähnlich wie es Lewis Hamilton beim Saisonfinale 2016 getan hat, als er gegen seinen damaligen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg um den WM-Titel kämpfte.

"Darüber habe ich nicht nachgedacht!", meint Alonso und fügt mit einem Grinsen hinzu: "Aber wer weiß? Das ist interessant. Ich meine, daran habe ich noch nicht gedacht. Jetzt habe ich etwas, woran ich heute Abend arbeiten kann. Aber selbst wenn [Verstappen] langsamer fährt, reicht das manchmal immer noch nicht aus, um ihn einzuholen. Er müsste also schon deutlich langsamer fahren."

"Aber ja, wir werden versuchen, unser Rennen zu fahren, und wenn die Strategie mehr Spielraum für verschiedene Dinge bietet, dann werden wir versuchen, darauf zu reagieren", so Alonso, für den aber etwas anderes im Vordergrund steht.

Nico Hülkenberg, Lance Stroll, Oliver Bearman beim GP Monaco 2025

Sauber, Aston Martin und Haas kämpfen um P7 in der Konstrukteurswertung

Foto: LAT Images

In der Formel-1-Konstrukteurswertung 2025 hat Aston Martin im Kampf um den siebten Gesamtplatz vor dem Saisonfinale sieben Punkte Vorsprung auf Haas und zwölf Punkte Vorsprung auf Sauber.

Theoretisch ist sogar Racing Bulls - zwölf Punkte voraus auf dem sechsten Rang - noch in Reichweite für Aston Martin, aber davon spricht Alonso gar nicht, als er sagt: "Wir fahren natürlich mit Haas und Sauber um die Konstrukteurswertung. Einen anderen Anreiz gibt es für uns morgen nicht. Wir werden versuchen, das zu kontrollieren."

Alonso rechnet mit "fantastischer Show"

Der Aston-Martin-Pilot aus Spanien wird den Kampf auf den diversen Großbildschirmen rund um die Rennstrecke verfolgen. "Es ist ja eine sehr einfache Rennstrecke", grinst Alonso.

"In Kurve 3 hat man einen Bildschirm direkt im Blickfeld. In Kurve 5 hat man einen auf der Innenseite, in Kurve 7 einen auf der Außenseite. In Kurve 9 gibt es sogar zwei, einen am Eingang und einen am Ausgang. Es gibt also jede Menge Bildschirme. Ich denke, das wird eine fantastische Show."

Während Alonso den Kampf an der Spitze beobachtet, hofft er, dass er selber nicht direkt ein Teil davon wird: "Ich hoffe, so weit wie möglich von dem Kampf entfernt zu sein. Na ja, nicht zu weit, denn ich will ja Punkte holen. Aber ich will am Montag nicht in den Schlagzeilen sein."

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