Alpine-Direktor: Fernando Alonsos Fähigkeiten im Rennen "atemberaubend"

Fernando Alonso sorgt bei seinem Alpine-Team für immer neue Lobeshymnen auf den Spanier - In den Rennen sei Alonso eine Klasse für sich

Alpine-Direktor: Fernando Alonsos Fähigkeiten im Rennen "atemberaubend"

Alpine-Exekutivdirektor Marcin Budkowski hat Fernando Alonso aus der Riege der erfolgreichen Formel-1-Fahrer noch einmal herausgehoben und den Spanier für seine Leistungen geadelt. "Ich habe in den etwas mehr als 20 Jahren mit einer Vielzahl an Fahrern gearbeitet und er ist extrem beeindruckend", sagt Budkowski.

Auch eine Herangehensweise sei "beeindruckend" und "sehr, sehr professionell". Doch noch mehr fasziniert sei der Pole von Alonsos Darbietungen in den Rennen. "Was mich umhaut, ist seine Stärke im Rennen. Wir haben es im Sprint gesehen, wir haben es in Baku gesehen. Das waren gute Gelegenheiten, um sich davon zu überzeugen", erklärt er.

Vor allem vom Sprint in Silverstone war Budkowski hellauf begeistert. "Fernando hat in Silverstone einen DRS-Zug hinter sich aufgebaut, denn er hatte keine Angst vor Stroll, aber hatte Angst vor Gasly. Deshalb hat er jeden möglichen Angriff von Gasly verhindert, in dem er ihn in Strolls DRS-Fenster hat fallen lassen", blickt Budkowski zurück.

Alonso im Cockpit wie ein Rennstratege

Diese Situation sei "atemberaubend" gewesen, zeigt sich Budkowski angetan. "Wir saßen an der Boxenmauer, hatten all die Daten und volle Sicht auf das Rennen. Er war im Auto mit Vollspeed unterwegs und hatte fast dieselbe Analyse zum Rennen wie wir an der Boxenmauer, ohne auch nur ansatzweise so viele Daten zu haben und mit der Fähigkeit, einen Schritt zurückzugehen", schwärmt er.

Dies sei an Alonso besonders beeindruckend. "Ich schätze, das liegt an den 20 Jahren Erfahrung in der Formel 1, aber nicht viele Fahrer - selbst mit 20 Jahren Erfahrung - wären dazu in der Lage", glaubt Budkowski. Alonso selbst meinte jüngst: "Wenn ich jetzt gegen mein 23-jähriges Ich antreten würde, ich würde es einhändig besiegen."

Daher glaubt der Pole auch nicht daran, dass Alonso zeitnah zurücktreten werde. Der Vertrag des Spaniers läuft noch bis Ende 2022, aber auch darüber hinaus sei eine Fortsetzung der Karriere des seit kurzem 40-Jährigen denkbar. "Wie lange, das ist eine Frage für Fernando. Er fühlt sich nicht wie ein alter Mann, der bereit ist, zurückzutreten", so Budkowski.

Budkowski: Alonso ist glücklich, aber ambitioniert

Alonsos Hunger auf Erfolge im nächsten Jahr sei immer noch da und auch spürbar. "Jedes Mal, wenn er in die Fabrik kommt, fragt er nach, wie es beim Auto für nächstes Jahr aussieht. Man kann sehen, dass er es genießt. Er ist glücklich, wieder in der Formel 1 zu sein, aber er ist natürlich auch ambitioniert", stellt Budkowski klar.

Und er ist überzeugt: "Wenn wir ihm nächstes Jahr ein konkurrenzfähiges Auto geben, dann wird er so bald nirgendwo hingehen. Denn dann will er mehr und mehr davon."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Mick Schumacher: Jordan 191 "fühlt sich an wie ein Go-Kart"

Vorheriger Artikel

Mick Schumacher: Jordan 191 "fühlt sich an wie ein Go-Kart"

Nächster Artikel

Haas-Teamchef Günther Steiner "vorsichtig optimistisch" für 2022

Haas-Teamchef Günther Steiner "vorsichtig optimistisch" für 2022
Kommentare laden