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Alpine verrät: Warum Franco Colapinto plötzlich so stark gewesen sein könnte

Franco Colapinto fuhr in Miami das "perfekteste Wochenende" seiner bisherigen Formel-1-Karriere: Alpine verrät, woran das unter anderem gelegen haben könnte

Alpine verrät: Warum Franco Colapinto plötzlich so stark gewesen sein könnte

Franco Colapinto war in Miami die größte Überraschung

Foto: LAT Images

Alpine-Pilot Franco Colapinto zählte beim Großen Preis von Miami zu den größten Überraschungen des Wochenendes: Der Argentinier qualifizierte sich auf dem achten Rang und rückte im Rennen am Sonntag - begünstigt durch eine nachträgliche Strafe gegen Ferrari-Pilot Charles Leclerc - auf den siebten Platz vor.

"Ich denke, es war es mein perfektestes Wochenende seitdem ich in der Formel 1 bin", meint Colapinto. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Wochenende, es wurde wirklich gut umgesetzt. Ich denke, wir haben jede Session maximiert und starke Punkte geholt."

"Ich bin sehr zufrieden mit dem Einsatz, den alle gezeigt haben - mit dem Einsatz des Teams, die neuen Teile zu bringen, die Upgrades, die neuen Flügel, das neue Chassis. Alles war sehr hilfreich und hat mir geholfen, mich etwas besser zurechtzufinden und die Performance zu finden, die mir gefehlt hat."

Ein neues Chassis als entscheidender Faktor?

Insbesondere das neue Chassis könnte sich für Colapinto als Schlüsselfaktor erwiesen haben. "Es ist kein Geheimnis: normalerweise ist das erste Chassis, das man baut, das schwerste", erklärt Alpine-Geschäftsführer Steve Nielsen. "Mit weiteren Iterationen entwickelt man dann Chassis, die leichter sind."

"Das ist hier keine Ausnahme. Franco hat Chassis Nummer drei, es ist leichter als Chassis eins, das er zuvor hatte, weil dieses alle Frontalaufpralltests und so weiter durchlaufen muss. Deshalb konnten wir ihm dieses geben, was sein Gewicht ein wenig reduziert hat - das ist gut, innerhalb des Limits."

"Und ich muss sagen, das ist etwas, worin wir dieses Jahr gut waren", so Nielsen. "Die Autos waren am Gewichtslimit oder ganz leicht darüber, wir waren das ganze Jahr so unterwegs, was gut ist, denn nicht jeder schafft das." Das neue Chassis von Colapinto war bislang nur Ersatzchassis und wurde in der Pause seit Japan neu aufgebaut.

Colapinto: "In jeder Session das Maximum herausgeholt"

"Dieses Wochenende hat sich sehr stark angefühlt, sehr effizient an jedem Punkt, und wir haben in jeder Session das Maximum herausgeholt", lobt Colapinto. "Daher bin ich sehr glücklich und sehr stolz auf das Team, auf mich selbst, weil ich wirklich das Gefühl habe, dass es ein ausgezeichnetes Wochenende war."

Franco Colapinto

Alpine-Pilot Franco Colapinto hat Grund zur Freude

Foto: Sutton Images

Ob das Chassis allerdings der einzige Grund ist, warum der Argentinier plötzlich so stark geworden ist, bleibt unklar. "Wir haben viel mit Franco gesprochen", verrät Nielsen. "Er hatte anfangs etwas Mühe, mit dem Tempo von Pierre Gasly mitzuhalten."

"Ich weiß nicht, ob es einfach daran lag, dass er eine Auszeit brauchte, nach Argentinien zurückkehrte und sich neu orientierte", meint der Alpine-Verantwortliche, "aber er ist hier mit dem Auto zufriedener als bisher in diesem Jahr, und ich hoffe, das bleibt so."

Die Reise nach Argentinien als Motivationsschub?

Zusätzlichen Rückenwind könnte auch eine besondere Zwischenstation geliefert haben: Colapintos Demofahrt im Lotus E20 aus der Formel-1-Saison 2012 in seiner Heimat Buenos Aires, die er zwischen den Rennen in Japan und Miami vor über einer halben Million Fans absolvierte.

"Ich habe ihm gestern gesagt, dass er vielleicht vor jedem Rennen nach Argentinien zurückkehren sollte", sagt Nielsen mit einem Schmunzeln und auch Colapinto scherzt bei Sky UK: "Wir werden definitiv bald ein paar weitere Reisen nach Argentinien brauchen und ein paar weitere Roadshows, ein bisschen mehr Wein und Asados."

Der Alpine-Pilot hofft nun, den Knoten endgültig gelöst zu haben. "Definitiv, da bin ich mir sicher. Ich bin mir sicher, dass es so sein wird", sagt Colapinto. "Seit langer Zeit versuchen wir, diese Performance zu finden und zu verstehen, warum uns diese Pace fehlt. Wir werden versuchen, uns in Kanada weiter zu verbessern."

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