Alpine: Warum die "Flexiwing"-Präzisierung besonders wehtut

Die neuen technischen Vorgaben bezüglich der "Flexiwings" haben auch das Mittelfeldteam Alpine hart getroffen - "Kollateralschaden" im Titelkampf

Alpine: Warum die "Flexiwing"-Präzisierung besonders wehtut

Die neuen Tests an den Heckflügeln, die die FIA für das Formel-1-Wochenende in Frankreich vor zwei Wochen eingeführt hatte, sorgten nicht nur bei Red Bull für Kritik. Stark getroffen wurde auch das Alpine-Team, das seinen Heckflügel unter großem finanziellen und technischen Aufwand modifizieren musste. Das erklärt Exekutivdirektor Marcin Budkowski.

Die neue technische Direktive sei "bitter" für das französische Team. Aber nicht etwa, weil auf der Strecke ein großer Vorteil verloren ginge. Sondern, weil es eben nicht so ist. "Wir haben unsere Flügel nach den Vorschriften entworfen. Sie waren völlig legal. Wir haben alle FIA-Tests, alle Homologationen vor der Saison und während aller bisherigen Veranstaltungen bestanden", stellt Budkowski klar.

"Und jetzt geben wir riesige Mengen an Ressourcen und Geld aus, um die Heckflügel an neue Tests anzupassen, die in der Saison eingeführt wurden und die effektiv nur sehr wenig an der Leistung unseres Autos ändern", erklärt der Pole weiter.

Bundkowski: Alpine ein "Kollateralschaden"

Die neuen Tests sollen die sogenannten "Flexiwings" eindämmen, die sich während der Fahrt zu stark verbiegen. Das Thema war beim Spanien-Grand-Prix in Barcelona durch einen Hinweis von Weltmeister Lewis Hamilton in Richtung Red Bull aufgekommen. Doch das österreichische Team ist nicht der einzige Rennstall, der unter den neuen Richtlinien leidet.

"Wir sprechen von mehreren Heckflügeln, mehreren Abtriebsstufen, die geändert werden müssen. Und wir fühlen uns ein bisschen als Kollateralschaden der Jungs, die an der Spitze um die Meisterschaft kämpfen und versuchen, sich gegenseitig Bananenschalen unter die Füße zu werfen, indem sie nach Problemen mit den Autos anderer Leute suchen", hadert Budkowski.

Denn eigentlich hatte Alpine seinen Fokus bereits auf die Saison 2022 gelegt und nur noch Kleinigkeiten für das aktuelle Auto geplant. Die Windkanalarbeit und Aerodynamik-Entwicklung am aktuellen Auto waren bereits eingestellt worden. "Wir machen immer noch ein paar Kleinigkeiten in Bezug auf Gewichtseinsparung und solche Dinge an diesem Auto", sagt er.

Die neue Direktive jedoch habe zusätzliche Arbeit verursacht. "Es kostet uns Geld und Ressourcen, die wir in das Auto des nächsten Jahres investieren könnten. Wir verstehen, dass die FIA diese Tests jederzeit ändern darf, aber die Auswirkungen auf ein Team unserer Größe sind sehr groß", stellt er klar.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
F1-Training Österreich 2021: Überlegene Bestzeit für Verstappen!

Vorheriger Artikel

F1-Training Österreich 2021: Überlegene Bestzeit für Verstappen!

Nächster Artikel

Gerhard Berger: Nur ein Wechsel zu Ferrari hätte für Hamilton Sinn ergeben

Gerhard Berger: Nur ein Wechsel zu Ferrari hätte für Hamilton Sinn ergeben
Kommentare laden