"Als würde es regnen": Haas hat auch in Spielberg keinen Grip

Sogar von Williams geschlagen: Romain Grosjean und Kevin Magnussen erleben in Spielberg einen neuen Tiefpunkt und haben "keine wirkliche Erklärung dafür"

"Als würde es regnen": Haas hat auch in Spielberg keinen Grip

Überraschte Kevin Magnussen sich und Haas im Qualifying von Spielberg noch mit einem starken fünften Startplatz, ging es für ihn und Teamkollege Romain Grosjean am Rennsonntag abermals nur nach hinten. Das lag zum einen an gleich zwei Strafen für Magnussen, die ihn weit zurückwarfen, und zum anderen am Reifenfiasko, das das US-Team seit mehreren Rennen durchlebt.

Die Pneus in das richtige Arbeitsfenster zu bringen, stellt noch immer ein Problem dar, das bisher noch nicht gelöst werden konnte. Und ohne den entsprechenden Grip bekommt Haas die Leistung nicht auf die Strecke und kämpft im Rennen mit stumpfen Waffen, wie Grosjean es schildert. "Kevin hatte in den ersten Runden das Gefühl, es würde regnen", verrät der Franzose.

"Wir hatten buchstäblich keinen Grip, weder vorne noch hinten. Es war sehr schwierig und die Balance war auch nicht gut. In Le Castellet war die Balance in Ordnung, aber hier waren wir einfach nur langsam, ohne Balance und ohne Tempo." Den Großen Preis von Österreich beendete er auf Platz 16, während sich Teamkollege Magnussen sogar einem Williams geschlagen geben musste und Neunzehnter wurde.

Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass sich das Problem laut Grosjean nicht auf bestimmte Reifen oder Strecken eingrenzen lässt. "Es ist so ziemlich überall gleich - außer in Melbourne", sagt er. Dort fuhr Magnussen auf einen starken sechsten Platz - das beste Saisonergebnis für das Team bisher. Den Hauptgrund für den Leistungsabfall sieht man in den Reifen.

"Sogar in Barcelona, als wir nach dem Safety-Car mit den Reifen neu gestartet sind, waren wir ziemlich langsam", erinnert sich Grosjean. "Wir müssen Fortschritte machen, wir versuchen sie zu verstehen. Wir haben einige Ideen, aber wir müssen uns etwas Zeit nehmen und Geduld haben und dem Team so viel Feedback wie möglich geben. Natürlich ist es im Moment ein ziemlich großes Problem."

Kevin Magnussen

Kevin Magnussen wurde bestraft, weil er falsch in seiner Startbox stand

Foto: LAT

Über seine Qualifying-Performance sagt der Haas-Pilot: "Ich habe kein Gefühl im Qualifying und es stimmt immer etwas nicht. In Runde drei des Q2 verlor ich drei Zehntel, nur weil das Auto vorne ausbrach. Dafür gibt es keine wirkliche Erklärung." Seine Teamkollege schlage sich im Qualifying wiederum "wirklich gut", im Rennen sieht Grosjean jedoch sich selbst im Vorteil.

"Ich schaffe es, ein besseres Renntempo zu erreichen, aber trotzdem funktioniert es nur nach dem Prinzip ein/aus. Einige Runden ist es gut, einige Runden ist es schlecht. Untersteuern und dann Übersteuern... Das macht es natürlich schwer, Vertrauen in das Auto aufzubauen." Kurzfristige Lösungen dafür sieht er nicht: "Es wird einige Zeit dauern, aber das spielt keine Rolle. Wichtig ist, wo wir am Ende stehen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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