Analyse: So beeinflusst der Bottas-Wechsel die Vermögen der F1-Piloten

geteilte inhalte
kommentare
Analyse: So beeinflusst der Bottas-Wechsel die Vermögen der F1-Piloten
Kate Walker
Autor: Kate Walker
Übersetzung: André Wiegold
22.01.2017, 11:41

Die Dominosteine rund um die Nachfolge von Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg sind gefallen. Doch wie wird sich der Wechsel von Valtteri Bottas zu Mercedes auf sein, Felipe Massas und Pascal Wehrleins Vermögen auswirken?

Valtteri Bottas, Mercedes
Valtteri Bottas, Mercedes
Valtteri Bottas, Mercedes
Valtteri Bottas, Mercedes, und Toto Wolff, Mercedes-Sportchef
Felipe Massa
Felipe Massa, Williams FW38
Felipe Massa, Williams FW38
Felipe Massa, Williams FW38
Felipe Massa, Williams FW38
Felipe Massa, Williams FW38
Pascal Wehrlein, Manor Racing
Pascal Wehrlein, Manor Racing bei der Fahrerparade
Pascal Wehrlein, Manor Racing MRT05
Pascal Wehrlein, Manor Racing MRT05

Für einen Athleten ist die Chance, sich in einem Topteam beweisen zu dürfen, wichtiger als jegliche materiellen Werte. Das ist keine Frage.

Sollte Mercedes seine Dominanz auch in der kommenden Saison beibehalten, ist die Chance für Bottas, um den Titel zu kämpfen, größer als sie woanders je hätte sein können.

Die finanziellen Aspekte des Wechsels sollte jedoch nicht außer Acht gelassen werden, denn Bottas Vertragsunterzeichnung bei Mercedes hat auch Einfluss auf das Einkommen von Massa und Wehrlein, die in der Winterpause von der Bewegung des Fahrerkarussells profitiert haben.

Bottas Vermögen wird natürlich hauptsächlich durch das höhere Gehalt, das Mercedes zahlt, beeinflusst.

Die Details des Vertrags wurden bisher nicht bestätigt. Im Jahr 2016 verdiente das Mercedes-Duo jedoch mehr als 4 Mal so viel wie die Williams-Piloten. Bottas Verdienst wird aber sicher nicht dem von Rosberg und Hamilton entsprechen. Es wird davon ausgegangen, dass er seinen Lohn zumindest verdoppelt hat.

Der Mercedes-Wechsel eröffnet dem Finnen zudem neue Möglichkeiten, um persönliche Sponsoren ans Land zu ziehen.

Schon früh in seiner Karriere wurde Bottas von den finnischen Unternehmen Wihuri und Kemppi unterstützt. Beide hatten im Jahr 2015 zudem einen Vertrag mit Williams abgeschlossen. Kemppi verschwand in der folgenden Saison zwar vom Williams-Fahrzeug, unterstützen den Finnen aber persönlich weiter.

Wihuri verlängerte seine Zusammenarbeit mit Williams bis Ende 2016. Nun wird das Unternehmen mit Bottas zusammen zu Mercedes wechseln. Wihuri unterstützt Bottas bereits seit dem Beginn seines Weges in die Königsklasse.

Für den Finnen werden sich in der Zukunft auch neue Möglichkeiten eröffnen. Die Optionen unterliegen jedoch einigen Restriktionen. Mode-Firmen fallen weg, weil Mercedes mit Hugo Boss zusammenarbeitet. Auch Unternehmen, die sich auf Kopfhörer spezialisiert haben, muss Bottas von der Liste streichen, dank dem Vertrag zwischen Mercedes und Bose.

Der Wechsel von Bottas zum Topteam der Formel 1 ist nur möglich gewesen, weil Felipe Massa einer Rückkehr zustimmte. Der vielleicht kürzeste Formel-1-Rücktritt in der Geschichte wird aber keine großen Auswirkungen auf das Vermögen des Brasilianers haben. Er hatte kaum Zeit, über seinen Rücktritt nachzudenken, da war seine Rückkehr bereits unter Dach und Fach.

Der Einjahresvertrag wird rund 5 Millionen Dollar (rund 4,7 Millionen Euro) in die Kassen des Formel-1-Routiniers spülen. So viel Geld hätte er als Formel-1-TV-Experte sicher nicht verdient.

Massas Promi-Status in der Formel 1 und dessen Zielgruppe ist bereits sehr hoch. Seine Entscheidung, zurückzukehren, wird seinen Status wahrscheinlich noch weiter verbessern, was sich in Zukunft positiv auf sein Einkommen auswirken wird.

Bildergalerie: Mercedes stellt Valtteri Bottas vor

Wehrlein, der bereits seit der Formel 3 von Mercedes unterstützt wird, hat keine großen Unternehmen hinter sich, die ihn mit Geldern versorgen. Daher hat der Sauber-Wechsel einen großen Einfluss auf sein Vermögen.

Saubers finanzielle Probleme gehören seit den Investitionen von Longbow im Juli 2016 der Vergangenheit an. Seitdem ist die finanzielle Lage des Teams besser denn je. 

Nächster Formel 1 Artikel
Die Top 10 der Fahrerwechsel 2017

Vorheriger Artikel

Die Top 10 der Fahrerwechsel 2017

Nächster Artikel

Formel 1 2017: FIA lockert Strafenkatalog für Kollisionen

Formel 1 2017: FIA lockert Strafenkatalog für Kollisionen
Kommentare laden