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Analyse: Wie realistisch ist die FIA-Prognose für 2021?

Dank der neuen Aerodynamik-Regeln und verbesserter Abtriebwerte im Zweikampf erhofft sich die FIA ab 2021 besseres Racing - Eine Illusion oder doch realistisch?

Analyse: Wie realistisch ist die FIA-Prognose für 2021?

Die FIA und Liberty Media setzen große Hoffnungen in das neue Reglement für 2021. Die Autos sollen fahrbarer werden und das Racing dadurch insgesamt besser. Doch wie realistisch sind die angepeilten Ziele? Der Weltverband musste nun zugeben, dass die Abtriebswerte aus den Studien wohl nicht erreicht werden.

Im Rahmen des US-Grand-Prix stellten die Regelhüter und Rechteinhaber der Königsklasse die neuen technischen, sportlichen und finanziellen Spielregeln der Öffentlichkeit vor. Bei der Technik spielt vor allem die Aerodynamik eine große Rolle.

Dank des "Ground-Effekts" und der Simplifizierung des Chassis erhofft sich die FIA eine Erhöhung des Abtriebs beim Hinterherfahren. Zum Beispiel soll der Frontflügel vereinfacht werden, um weniger empfindlich auf die wirbelte Luft zu reagieren. Bargeboards werden ganz eliminiert.

Verbesserung des Abtrieblevels geringer als gedacht?

Dadurch sollen Zweikämpfe erleichtert werden. Laut den Regelhütern wurde bei der Erforschung und Entwicklung der neuen Regeln für 2021 herausgefunden, dass die Autos beim Folgen eines anderen mit einer Wagenlänge Abstand nur mehr rund 55 Prozent ihres Abtriebs zur Verfügung haben.

Mit den neuen Regularien soll dieser Prozentsatz auf 86 Prozent ansteigen. Bei einem Abstand von drei Autolängen soll sich das Abtriebslevel von 68 auf 94 Prozent verbessern und bei sieben Autolängen Abstand von 79 auf 98 Prozent.

Allerdings sind diese Prozentangaben nur eine erste Grundlage, die auf aktuell geschätzten Werten basiert, die der FIA von einem Formel-1-Team zur Verfügung gestellt wurden. Diese Vorhersage für 2021 lässt außerdem außen vor, wie die Teams die neuen Regeln interpretieren werden.

Entwicklung des Abtriebslevels im Vergleich 2019 zu 2021

Wie viel Abtrieb ein hinterherfahrendes Auto zukünftig verlieren wird

Daher lässt sich aktuell noch nicht abschätzen, ob diese starke Verbesserung sich tatsächlich bewahrheiten wird. FIA-Formelsportchef Nikolas Tombazis hat gegenüber 'Motorsport.com' zugegeben, dass es unwahrscheinlich sei, dass die angepeilten Prozentsätze sich tatsächlich in die Realität umsetzen lassen.

Jedoch betonte er auch, dass selbst weniger Fortschritt als gedacht ein Zugewinn wäre. "Natürlich werden die Teams sich bei der Entwicklung des Autos nicht darum kümmern, ob sie die Umstände für das hinterherfahrende Auto verschlechtern. Das ist nicht ihr Ziel. Sie wollen ein Auto, dass so schnell wie möglich ist."

Tombazis gab zu, dass er weniger hohe Abtriebswerte erwartet, als jene in seiner Grafik. "Ich denke, dass die Kurve weniger stark ansteigt. Aber ich spekuliere, wie jeder andere auch. Vielleicht werden sie ein Drittel des Vorteils verlieren, das ist dennoch ein großer Patzen."

Fokus auf den Unterboden gelegt

Er bemerkte außerdem, dass die besten Autos auf dem Grid, ein Mercedes oder Red Bull, wohl sensibler sein werden und daher mehr Abtrieb verlieren, wenn sie einem Auto folgen, als die Zahlen der FIA-Forschung ergeben haben.

"Der Nettoeffekt wird ein großer Schritt vorwärts sein. Vielleicht nicht so groß, wie auf der Grafik." Die Teams werden durch das neue Reglement nicht mehr so sehr in der Lage sein, die Auswirkungen auf die Vorderräder kontrollieren zu können. Durch die Rückkehr des "Ground-Effekt" soll der Fokus in der Entwicklung auf den Unterboden verschoben werden.

"Wir haben einen guten Überblick darüber, welche Bereiche des Autos besonders sensibel [auf verwirbelte Luft] reagieren", merkte Tomabzis an. "Und es gibt ein paar Bereiche, wo Lösungen gefunden werden können, die die Verwirbelung verbessern."

Ein Beispiel: "Wir haben festgestellt, dass, wenn ein Auto mehr Performance am Diffusor findet, sich die Charakteristika im Luftstrom deutlich verbessern." Daher sei die FIA auch entspannter, was die Freiheiten der Ingenieure in jenem Bereich betrifft.

"Auf der anderen Seite gibt es die Frontflügel-Endplatte, die Interaktion mit den Rädern - ein Bereich, wo man diese Vorteile schnell wieder verspielen kann. Daher haben wir diesen Bereich deutlich starker beschränkt."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Urheber Maria Reyer