Anders als Vettel: Ralf Schumacher hat Spaß an Rolle als TV-Experte

Während es Sebastian Vettel als schwierig empfindet, seine Fahrerkollegen zu kritisieren, hat Ralf Schumacher an der Rolle als Sky-Experte Spaß gefunden

Anders als Vettel: Ralf Schumacher hat Spaß an Rolle als TV-Experte
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Ralf Schumacher und Sebastian Vettel haben etwas gemeinsam: Beide konnten sich zu aktiven Zeiten nicht vorstellen, eines Tages als TV-Experten im Formel-1-Paddock zu arbeiten. "Ich finde das eine sehr schwierige Rolle", meinte Vettel erst kürzlich in einem Interview. "Bei uns sagt man: 'Dumm gebabbelt is glei!'"

Der Aston-Martin-Pilot tut sich schwer damit, ausgerechnet seine Fahrerkollegen zu bewerten und nötigenfalls auch zu kritisieren, wissend, wie er solche Kommentare selbst empfunden hat. "Manchmal ist es schwierig von außen, weil man nicht in die Autos eintauchen kann, und dann ist schnell geurteilt", sagt er.

Eine Ansicht, die früher auch Schumacher geteilt hat. Der heute 47-Jährige hat seine Karriere als Formel-1-Fahrer 2007 bei Toyota beendet, nach sechs Grand-Prix-Siegen und sechs Polepositions. Heute ist er Experte bei Sky und wird von vielen Fans dafür geschätzt, dass er sich kein Blatt vor den Mund nimmt und die Dinge so ausspricht, wie er sie wahrnimmt.

Doch er ist, sagt Schumacher in einem aktuellen Interview auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de, 15 Jahre nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn in einer ganz anderen Position als Vettel: "Ich war lang weg. Überleg mal, wie lang ich schon kein Formel 1 mehr fahre! Wenn man so lang weg ist, kann man sich das leisten."

"Ich kann sehr kritisch sein, ohne dass ich gleich ein Problem habe mit den Teams oder den Teamchefs. Einige kenne ich aus meiner Zeit noch", sagt Schumacher. Aber: "Ich weiß, was Sebastian meint. [...] Wenn du noch selbst fahren willst oder noch ganz frisch dran bist, dann ist das problematisch."

Bei Sky neue Freunde gefunden

Schumacher ist als Sky-Experte zwar nicht bei allen Rennen dabei, aber bei einer großen Mehrheit schon. Anfangs, während der Coronaviruspandemie, konnte er vom Studio in Deutschland aus kommentieren. Inzwischen ist er wieder live vor Ort. Doch die Reisebelastung nimmt er gern in Kauf, denn: "Es macht mir wieder sehr viel Spaß."

Das habe er sich, gibt Schumacher zu, "nicht vorstellen können, als ich aufgehört habe". Geändert hat er seine Meinung, weil er sich im Team von Sky Deutschland menschlich rundum wohlfühlt, und weil er mit Kommentator Sascha Roos und Reporter Peter Hardenacke Kollegen gefunden hat, "mit denen ich auch privat gern Zeit verbringe".

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Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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