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Andrea Stella war hautnah dabei, als letztmals mehr als zwei Fahrer im letzten Rennen um den Titel kämpften: Damals verlor sein Fahrer die Führung - und heute?

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Andrea Stella und Fernando Alonso verloren den Titel in Abu Dhabi 2010

Foto: Clive Clive

Es gibt eine Statistik, die Lando Norris vor dem Formel-1-Saisonfinale in Abu Dhabi (hier im Liveticker verfolgen) Sorgen bereiten sollte: Bei den letzten fünf Titelentscheidungen mit drei oder mehr Fahrern hat nie derjenige gewonnen, der als WM-Führender in das letzte Rennen gegangen ist.

Letztmals war das 2010 der Fall, als Sebastian Vettel nur als WM-Dritter nach Abu Dhabi gereist war und am Ende zum ersten Mal Weltmeister wurde. Damals war es Fernando Alonso, der den Titel als Führender noch verspielte, weil Ferrari einen taktischen Fehler machte und der Spanier nicht an Witali Petrow im Renault vorbeikam.

Renningenieur von Alonso war damals ein gewisser Andrea Stella, heute Teamchef von McLaren, der eine Wiederholung von damals natürlich unbedingt vermeiden möchte. Für den Italiener war das Rennen in Abu Dhabi 2010 der Tiefpunkt in seiner Karriere. Doch hat er etwas aus den Ereignissen von damals mitgenommen, was ihm 2025 hilft?

Keine direkten Lehren aus 2010

Tatsächlich erkennt er eine Menge Parallelen: "Jetzt gehen wir mit drei Fahrern ins letzte Rennen, es ist Abu Dhabi, es gibt Graining - ein wichtiger Faktor auch 2010. Einige Autos stoppten damals wegen einer Safety-Car-Phase, andere wegen Graining auf den Reifen", sagt er.

"Gleichzeitig liegt es weit genug zurück, sodass man nicht unbedingt technische oder sogar strategische Lehren direkt übernehmen kann", betont Stella. Was man hingegen mitnehmen könne, sei die mentale Haltung und wie man solche Momente angeht.

"Man sollte sich immer bewusst machen, dass es ein Privileg ist, Teil eines solchen historischen Kapitels der Formel 1 zu sein - und das gilt unabhängig vom Ausgang", betont Stella.

Nach Schmerz kam Stolz

Denkt er an 2010 zurück, dann sei das damals persönlich aber sehr schmerzhaft gewesen. "Aber ich glaube, es hat meinen Charakter geprägt und mich gelehrt, was es wirklich bedeutet, Sportler zu sein - nämlich, dass man sowohl durch Erfolge wächst als auch durch die Momente, in denen man besiegt wird."

"Deshalb bin ich rückblickend sogar stolz auf 2010. Stolz, dass ich ein Teil davon war. Stolz, dass wir uns in dieser Saison - ähnlich wie jetzt - in die Position gebracht haben, gegen Red Bull zu kämpfen, obwohl wir technisch gesehen wahrscheinlich nicht das vergleichbare Material hatten."

"Und das verdankten wir der Art und Weise, wie wir als Team gearbeitet haben, und einem großartigen Fahrer."

Im Gegensatz zu vor 15 Jahren soll am heutigen Sonntag aber auch die sportliche Krönung folgen.

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