Andreas Seidl: BoP wäre keine gute Idee für die Formel 1

Sollte es in der Formel 1 eine Balance of Performance geben? Andreas Seidl spricht sich deutlich gegen diese Idee aus

Andreas Seidl: BoP wäre keine gute Idee für die Formel 1

Die Formel 1 befindet sich derzeit in einer Phase der Neuausrichtung. Im Zentrum steht dabei wie in so vielen Bereichen derzeit die Nachhaltigkeit, bis 2030 will die Königsklasse CO2-neutral sein. Erreicht werden soll dies unter anderem durch technische Entwicklungen wie die Motorenformel ab 2025 oder 2026.

Für viele Fans ist die sportliche Seite der Formel 1 aber genauso wichtig. Um das Feld enger zusammenzubringen und mehr Rennaction zu ermöglichen, werden 2022 komplett neue Autos eingeführt. Die Hoffnung, die dahintersteckt: Mehr Teams und mehr Fahrer können um Siege mitkämpfen.

Doch wird das reichen? In Zusammenarbeit mit der Formel 1 hat das Motorsport Network zuletzt eine große Fanumfrage gestartet, um herauszufinden, was die Zuschauer bewegt und welche Veränderungen sie sich wünschen. Das Ziel: Die Fans sollen mitentscheiden, wie die Zukunft ihrer Lieblingsserie aussieht.

Seidl: Wir müssen auf die Fans hören

Ein Thema in der Umfrage betrifft auch den sportlichen Wettbewerb und die Frage, ob zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden sollen, um für Spannung zu sorgen. Konkret geht es dabei unter anderem um das Thema Erfolgsgewichte oder auch eine Balance of Performance, um die Autos anzugleichen.

In anderen Rennserien gehört diese zum Alltag, in der Formel 1 hingegen wäre die Einführung absolutes Neuland und würde nach Meinung vieler Puristen die DNA der Formel 1 zerstören. Auch McLaren-Teamchef Andreas Seidl ist kein Fan einer künstlichen Angleichung der Autos - aus eigener Erfahrung.

"Ich habe mich in meiner Karriere sehr bemüht, endlich in einer Meisterschaft zu landen, in der es keine Balance of Performance gibt. Daher bin ich sehr glücklich darüber, wie es jetzt ist", sagt Seidl, der unter anderem in der Langstrecken-WM für Porsche tätig war.

Dennoch will Seidl genau wissen, wie die Fans darüber denken und hält die Umfrage für sinnvoll. "Ich denke, es ist sehr wichtig, dass die Formel 1 und die Teams auf die Meinungen der Fans hören. Wir machen das ja nicht zum Selbstzweck und um im Kreis zu fahren, sondern wir machen das für unsere Fans", sagt er.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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