Andreas Seidl: Erfahrung außerhalb der Formel 1 hat mir geholfen

Andreas Seidl wechselte 2019 aus der Sportwagen-Szene in die Formel 1, diese Erfahrungen haben dem Bayern extrem geholfen

Andreas Seidl: Erfahrung außerhalb der Formel 1 hat mir geholfen

Seit mehr als zwei Jahren ist Andreas Seidl inzwischen Teamchef des Formel-1-Teams McLaren. Ohne Vorerfahrungen in der Königsklasse, aber mit reichlich Erfolgen in anderen Motorsportserien in seiner Vita trat der Bayer seinen Dienst in Woking an.

Seidl war damit eine Art Türöffner, denn in dem ehemaligen MotoGP-Teamchef Davide Brivio und dem früheren VW-Motorsportchef Jost Capito kamen vor der laufenden Saison zwei weitere führende Köpfe aus anderen Rennserien direkt in führende Positionen in der Formel 1. Brivio ist Renndirektor bei Alpine, Capito führt als CEO die Geschicke bei Williams.

Die Erfahrungen aus seiner Zeit bei Porsche in der Langstrecken-WM WEC haben Seidl laut eigener Aussage extrem geholfen, in der Formel 1 Fuß zu fassen. "Ich habe von meinen Erfahrungen aus den anderen Motorsportbereichen profitiert. Man macht die Dinge teilweise auf eine andere Art und Weise, mit weniger Ressourcen, weniger komplex", erklärt er.

Seidl: Erfolg ist keine One-Man-Show

Bei McLaren untersteht Seidl als Teamchef direkt Geschäftsführer Zak Brown, doch der US-Amerikaner gewährte Seidl von Beginn an freie Hand. "Durch die Unterstützung von Zak und die Freiheiten, die ich bekommen habe, konnte ich meine Fähigkeiten einbringen, um das Team so zu gestalten, dass es erfolgreich arbeiten kann", berichtet der 45-Jährige.

Seidl betont jedoch, dass es nicht allein seine Ankunft war, die McLaren wieder in den Kreis der Topteams gebracht hat. Auch die Teamdirektoren Piers Thynne, Andrea Stella und James Key gehören dazu, zudem fungiert Paul James als Teammanager.

"Erfolg in der Formel 1 ist keine One-Man-Show, es ist eine große Teamleistung. Der Schlüssel zum aktuellen Erfolg ist der Spirit im Team. Ich habe ein Team von sehr talentierten und engagierten Mitarbeitern. Außerdem haben wir ein tolles Führungsteam mit Piers, James und Andrea. Wir haben eine klare Vision, wie wir McLaren wieder an die spitze der Formel 1 kriegen wollen", sagt Seidl.

Seidl war von 2014 bis September 2018 Teamchef des LMP1-Teams von Porsche, unter seiner Leitung gewann der Hersteller zwischen 2015 und 2017 dreimal in Folge die 24 Stunden von Le Mans und sicherte sich in allen drei Jahren zudem die WM-Titel bei den Fahrern und für den besten Hersteller.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
"Wie ein Rennen im Qualifying": Norris ein Fan des Baku-Schlusssprints

Vorheriger Artikel

"Wie ein Rennen im Qualifying": Norris ein Fan des Baku-Schlusssprints

Nächster Artikel

Max Verstappen: Keine Tipps von "Schwiegervater" Nelson Piquet

Max Verstappen: Keine Tipps von "Schwiegervater" Nelson Piquet
Kommentare laden